
Angelika (55), Sekretärin und Stephan-Michael (63), Finanzberater aus Falkensee (Berlin)
*kennengelernt am 01.10.2004, geheiratet am 24.06.2006, sie hat zwei Söhne, (29) und (19), er einen Sohn (33) aus früherer Beziehung*
"Für die Partnersuche braucht es Mut, sich auf Neues einzulassen und Ehrlichkeit, damit der andere weiß, worauf er sich einlässt." Sie sagen das selbstbewusst und nachdrücklich, denn ohne Respekt, Kompromissund Risikobereitschaft hätte dieses für ihre Umgebung so deutlich spürbar harmonierende Paar vermutlich kaum zueinander gefunden. Das fing mit der Partner- Vorschlagsliste bei PARSHIP an: Stephan bildete das Schlusslicht, in seinem Profil gab er an: "Verheiratet, getrennt lebend" Trotzdem war er der einzige, den Angelika überhaupt kontaktierte – Volltreffer!
Stephan hatte bereits einige gute und viele schlechte Erfahrungen in Dating-Portalen gemacht, als er über PARSHIP von Angelika angeschrieben wurde. Routiniert
fragte er gleich nach einem Bild. Als er dieses erhalten hatte und ihm sehr gut gefiel, was er sah, wurde umgehend telefoniert. Aus eigener Erfahrung wusste er, dass
man sich durchaus in Bild und Stimme verlieben kann, um dann beim ersten Treffen enttäuscht zu sein. Aber die vielen Ähnlichkeiten waren zu auffällig, als dass sie das nicht wagen wollten: Beide hörten Vivaldi, während sie erstmalig miteinander telefonierten und beide kamen spontan überein, dass ein normales Date Zeitverschwendung sei. Sie vereinbarten gleich ein gemeinsames Wochenende im Norden. Alle Zweifel waren unberechtigt. Beide wissen es noch, als wäre es gestern gewesen: "Wir trafen uns erstmals auf Gleis 5a am Hauptbahnhof Hamburg. Es war Liebe auf den ersten Blick!"
Dabei war Angelika von Freunden und Familie gewarnt worden: "Das könnte ein Meuchelmörder sein!" Sie war sich zwar sicher, dass ihr Eindruck sich bestätigen würde, aber kurz vor Hamburg überwog die Unsicherheit. „Eine Mitreisende gab mir Styling-Tipps: Frisur offen oder geschlossen? Ich war zu nervös für kleinste Entscheidungen." Sein erster Gedanke als er sie sah: „Ich würde sie auf der Stelle heiraten!" Ganz so schnell ging es dann doch nicht, aber weil das Wochenende beiden so gut gefiel, verlängerte er gleich um ein paar Tage und lernte dann bei ihr ihren damals 12-jährigen Sohn kennen, der den neuen Bekannten seiner Mutter gleich zu Beginn sympathisch fand. Und so ging es zügig weiter: Nach zwei Monaten zogen sie zusammen, um schließlich gemeinsam ein Haus zu kaufen. Sie heirateten im Sommer 2006. Sie sagen, sie fühlen sich wie Liebende, die sich eine Ewigkeit kennen.
Die beiden vereint das Lebensmotto: Wir machen Nägel mit Köpfen! Darüber hinaus betonen sie: "Wir lassen uns gegenseitig gerne mal führen." Bei Entscheidungen achten sie auf Kompromisse, denn sie bezeichnen sich als sehr harmoniebedürftig und so gibt es in ihrer Ehe keine Streit- aber eine Kompromisskultur. Sie haben ein großes Bedürfnis, gemeinsam neue Dinge zu probieren, zum Beispiel Wintersport: Wegen ihr lernte er mit 61 Jahren Ski fahren und sie war riesig stolz auf ihn. Das gilt auch für ihr ungesundes Hobby: Obwohl er Nichtraucher ist, organisiert er ihren Vorrat an Zigaretten. Ihre Tipps für Partnersuchende: Singles sollten unbedingt ehrlich sich selbst gegenüber sein, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse kennen und kommunizieren, selbst, wenn diese manche abschrecken könnten: So wie das Prädikat "verheiratet, getrennt lebend".