Was wäre der Marlboro Mann ohne seine Zigarette? Sie vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Aber wie es scheint, ist er auch ein einsamer Mann, denn die Marlboro Frau lies bisher auf sich warten. Auf die Liebe scheint die Zigarette also keinen besonders guten Einfluss zu haben…
Sechser im Lotto?
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Das Thema Rauchen ist schon seit Jahren ein heiß diskutiertes Thema. In den letzten Jahren wurde zwar einiges für den Nichtraucherschutz im öffentlichen Raum getan, jedoch ist vieles weiterhin problematisch, wenn ein Teil in der Partnerschaft zum Glimmstängel greift.
Wenn Sie sich in einen Raucher verlieben, haben Sie als Nichtraucher eigentlich nur die Möglichkeit, die Flucht nach vorn zu ergreifen und klar Ihren Standpunkt zu vertreten und auf sich und Ihre Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Dies ist sicherlich einfacher, wenn Sie zu der Sorte Nichtraucher gehören, die nur wenige Probleme damit haben, wenn viel in ihrer unmittelbaren Umgebung geraucht wird. Sich dem störenden Rauch zu entziehen ist aus oben genannten Gründen - zumindest in der Öffentlichkeit - kaum noch ein Problem. Aber wie gehen Sie zu Hause damit um?
Schaffen Sie rauchfreie Zonen
Das ist sicherlich leichter gesagt, als getan - grad in einer engen, balkonlosen Mietwohnung im fünften Stock in der Innenstadt, kann dies für den rauchenden Part schnell zur Qual werden, wenn er für jede Zigarette in den Hof hinunter muss. Viele Hausflure verfügen allerdings - grad in Großstädten - über ein Fenster im Treppenhaus jeder Etage. Diese Art des höflichen Ausquartierens wird auf vielen Partys anstandslos angenommen und garantiert dem Nichtraucher in der Wohnung eine rauchfreie Zone - auch wenn mal Freunde zu Gast sind. Verlassen Sie sich darauf: Raucher sind gesellige Wesen, die gerne mal gemeinsam im Hausflur eine gemütliche Zigarette rauchen.
In größeren Wohnungen und Häusern ist die Absprache hier sicherlich unkomplizierter, da Sie zum Beispiel einen extra Raucherbereich einrichten können oder der Raucher leichter mal eben vor die Tür gehen kann.
Nicht gleich abschrecken lassen
Vielleicht kennen Sie die Situation: Sie sind verliebt und alles passt - doch dann steckt sich Ihre neu eroberte Liebe mit dem Nebensatz "Stört es dich, wenn ich rauche?", eine Zigarette an. Natürlich würden Sie gerne sagen: "Ja, mach das Ding sofort wieder aus!" Und Recht haben Sie! Versuchen Sie auf keinen Fall, Ihr Bedürfnis herunterzuspielen und so zu tun, als störe Sie das überhaupt nicht. Machen sie deutlich, dass Sie nicht rauchen und es Ihnen lieb wäre, wenn Sie - gern zusammen - mit Ihrem Drink auf den Balkon gehen. Wenn Ihr Bedürfnis an dieser Stelle schon missachtet wird, sollten Sie vorsichtig sein, denn in einer Partnerschaft schleichen sich dann schnell die Regeln des Rauchers ein, was langfristig zu handfesten Problemen führen kann.
Froschkönig, oder Aschenbecher?
Dann doch lieber den Froschkönig küssen, oder? Viele Nichtraucher haben ein großes Problem damit, Rauchgeruch zu ertragen, oder ihn gar zu schmecken. Wenn Sie nun selbst der Raucher in der Partnerschaft sind und deutliche Signale in diese Richtung bei Ihrem potentiellen Partner erkennen, sollten Sie sich ernsthaft Gedanken machen, ob es nicht besser ist, gänzlich mit dem Rauchen aufzuhören. Gerade eine neue Liebe kann ein großer Motivator dafür sein. Denn mit einer Packung Kaugummi oder duftenden Körpercremes können Sie zwar das Schlimmste kaschieren, aber langfristig wird Ihr Partner sich nur auf einen wirklich rauchfreien Menschen einlassen können. Es gibt Paare, die sich in solchen Fällen bereits nach wenigen Wochen oder Monaten wieder trennen, weil sich der nicht rauchende Part in vielen Bedürfnissen eingeschränkt fühlt - nicht zuletzt, was den direkten Körperkontakt angeht. Hinzu kommt noch die ewige Sorge um die Gesundheit des anderen. Und vielleicht ist das noch das letzte Argument, was einen Raucher umstimmen kann: Denn Rauchen schadet nicht nur der Gesundheit des Körpers. Es schadet auch der Gesundheit der Liebe.
Lea-Patricia Kurz/PARSHIP