"Liebe Leute,
die Geschichte, die ich hier aufschreibe, ist eine von denen, bei denen ich mir immer leicht genervt an den Kopf fasste und heimlich dachte: Na ja, die sind doch nicht ganz beieinander, die beiden.
Tja, nun ist's mir passiert, und ich kann nicht mehr lästern.
Robert und ich schrieben uns vielleicht zwei Wochen vorsichtige, neugierige Mails, bis er fragte: Wollen wir uns treffen? Ich dachte mir, ziemlich schnell, sagte trotzdem zu und fuhr eine Woche später mit dem Gefühl los: 'Jetzt mach ich mir einen schönen Tag in Konstanz am See und ignorier den Mann, wenn's sein muss.' Ich war sehr skeptisch.
Dann der erste gemeinsame Kaffee am Markt, eine erste Bootsfahrt nach Überlingen und nach vier Stunden der erste Kuss, die erste Umarmung, ich hatte mich gründlich verrechnet. Blitzeinschlag, Schmetterlingstanz.
Jetzt ist das alles gut neun Wochen her. Wir verfahren viel Sprit zwischen Bregenz, Bern und Stuttgart, erzählen uns Lebensgeschichten, zeigen einander die Lieblingsorte, die Freunde, die Familie.
Auch wenn's in meinen Ohren schmerzhaft kitschig klingt, ich habe das Gefühl, nie wieder suchen zu müssen. Und das mir Skeptikerin!
Danke Euch!
Meike"