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PARSHIP > Erfolgsgeschichten > Baden-Württemberg > Ein Blitzstart war es nicht
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Erfolgsgeschichte

Susanne (41) und Hannes (46)

Susanne (41) lernte mit PARSHIP.de Hannes (46) kennen. Beide arbeiten als Diplom-Ingenieure und leben im Raum Stuttgart. Das Paar hat die gemeinsame Geschichte für uns aufgeschrieben:

"Ours is essentially a tragic age, so we refuse to take it tragically. The cataclysm has happened, we are among the ruins, we start to build up new little habitats, to have new little hopes. It is rather hard work: there is now no smooth road into the future: but we go round, or scramble over the obstacles. We've got to live, no matter how many skies have fallen.
Lady Chatterley, D. H. Lawrence

O.k., wir geben zu: Es gibt Einstiege in 'Erfolgsstorys', die mit deutlich weniger Bühnennebel auskommen. Aber das weibliche Element bestand darauf. Weil das der erste Satz aus ihrem So-ziemlich-Lieblingbuch ist. Und sie soll ihren Willen haben, schließlich gäbe es uns ohne sie nicht. (Oh, 'tschuldigung, natürlich auch nicht ohne Parship. Also, wenn wir der Redaktion einen Zitatwunsch erfüllen können, lässt sich drüber reden.) Denn da gibt er sich großzügig. Wie er überhaupt ein ganz wunderbarer, weitherziger Mensch ist. Sagt sie.

Und so fing es auch an. Sie hatte das erste Wort und sprach ihn an. Das muss so Ende August 2006 gewesen sein. Und es war, nach fast zwei Jahren bei Parship, mit Unterbrechungen und mehr und weniger starkem Engagement, tatsächlich die erste aktive Kontaktanfrage, die sie wagte. Zugegeben, das war ein Sprung über den Schatten. Ein gewaltiger sogar. Denn schließlich hätte auch er es tun können. So weit oben, wie man in den gegenseitigen Vorschlagslisten stand. Und das über Wochen. Aber nein - er rührte sich nicht. Und das bei ihr, für die nur eines in Frage kam - gefunden werden, sonst gilt's nicht. (Was sie nicht wusste: Der Mann wurde förmlich überschüttet mit weiblichen Kontaktanfragen. Unverschämt, oder? Dabei ist sie blond, und nicht er!)

Also gut, zurück zur Story, der der Erfolg nicht in die Wiege gelegt war. Denn die Geschichte ließ sich zwar angenehm, doch sehr langsam an. Gerade mal sieben Mails gönnte der Herr der Dame im folgenden Monat. Ließ sich zwischen den (zugegeben jederzeit sehr verbindlichen und lebendigen und hochgradig sympathischen) Briefen mehrere Tage Zeit. Hmmm. Blitzstarte gehen anders. Sagt sie. Denn die Uhr tickte (nein, nicht die biologische. Denn glücklicherweise sind beide schon mit wunderbarem Nachwuchs gesegnet): Ihr Abo lief mal wieder aus. Ende September war Schicht im Schacht. Und für sie war klar: Jetzt langt's mit dem Online-Dating. Denn so weitestgehend bereichernd und spannend ihre bisherigen Kontakte und Dates gewesen waren - der Aufwand und die Achterbahnfahrten im virtuellen Raum können ermüdend sein. Zumal bis dato eben keine Erfolgsstory dabei herausgesprungen war. Sprung über den Schatten, die zweite: Sie mailte ihm ihre private Mailadresse. Nette Fußnote: Um diese Mail abzurufen, verlängerte er sein Abo um weitere sechs Monate - denn auch er hatte am selben Tag wie sie den letzten Parship-Tag gehabt.

Jetzt aber müsste die Sache Fahrt aufnehmen, denkt der geneigte Leser? Pustekuchen. Sie hörte vom ihm - nichts. Rein gar nichts. Null. Niente. Eine geschlagene Woche. Sprung über den Schatten, hoch drei? Mein Gott, wie viele Chancen braucht dieser Mann denn noch? Keine mehr. Beschloss sie. Und mailte ihm ein zwar untadelig höfliches, dennoch unmissverständliche Good-bye. Und nach weiteren drei Tagen wachte er auf. Mit einem so dermaßen charmanten Aufschrei, dass sie sich noch mal weichklopfen ließ. Aber gerade so. Weil er darin endlich mal nach einem persönlichen Treffen gefragt hatte? Oder wenigstens vorschlug, zu telefonieren? Weit gefehlt. Es dauerte noch bis Ende Oktober, bis es tatsächlich dazu kam. Ein kurzes Telefonat am Morgen und dann ein Nachmittagsspaziergang am selben Tag, reingequetscht zwischen zwei Termine. Beides fast völlig unaufgeregt (denn schließlich sprechen wir hier von zwei alten Parship-Hasen, die gelernt hatten, ihre Erwartungen im Zaum zu halten), doch so ungeahnt vertraut und warm und richtig, dass fast gleich sofort das nächste Treffen angefragt wurde. Und zwar von ihm. Freute sie sich. Heureka.

Was dann geschah? Das ist privat. Nur so viel: Da haben sich zwei gefunden, die längst nicht mehr an so etwas hanebüchen Romantisches wie die große Liebe geglaubt haben. Die sich nach einem guten halben Jahr das Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen können. Die tief beglückt sind obeinander. Und die das - großzügig, wie er ist, wir sprachen darüber - ganz vielen anderen hier und in der wirklichen Welt wünschen! Und dies mit einem letzten Wort (logisch, von ihr, entlehnt beim Autor des So-ziemlich-Lieblingsbuchs): 'Never trust the artist. Trust the tale.'"

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