"Wie lange hatte ich überlegt, mich bei Parship anzumelden ..., hatte es dann auch zweimal probiert, mich dann aber wieder abgemeldet. Ich wollte 'Ihn' doch so gerne romantisch auf der grünen Wiese kennen lernen ... Aber dann, Ende Januar 2007, war ich plötzlich entschlossener, es ging nicht mehr darum, zu spielen, jetzt wollte ich es wissen und meldete mich an. Gleich für ein halbes Jahr, denn ich wollte dem Glück auch eine Chance geben.
Anfangs hatte ich mein 'Ich über mich' noch recht allgemein ausgefüllt, dann traute ich mich, etwas persönlicher zu werden, und habe auch Wünsche von mir an eine Partnerschaft hineingeschrieben, z.B. dass ich Familie möchte. Ich hatte ein paar nette Anfragen und nahm auch selber Kontakt auf, es gab einige Mails hin und her, auch mal ein Telefonat, aber alles verlief schnell im Sand. Es hat mich wirklich überrascht, wie schnell auch auf elektronischem Weg spürbar werden kann, ob da 'etwas ist'. Also weiter schauen, sichten, warten ...
Und dann, 6 Wochen nachdem ich mich angemeldet hatte, bekam ich eine kurze, aber sehr persönliche und nette Anfrage, auch das Bild war gleich freigegeben. Was ich las und sah, das gefiel mir gut: vor allem, dass er Musik machte, so wie ich. Er hieß Stefan und wohnte nur 30 km von mir entfernt. Und da ich gerade beschwingt aus einem Konzert gekommen war, schrieb ich ihm davon und dem, was mich beim Zuhören so bewegt hatte. Darauf antwortete Stefan so nett und einfühlsam, dass ich ganz begeistert war. Ich hätte nie geglaubt, dass man mit Mails flirten kann, aber es klappt!
Unsere Computer liefen heiß. Und nach einer Woche, in der ich ihn auch zwei Tage zappeln ließ, einfach übers Wochenende weggefahren war, ohne ihn vorzuwarnen, und nachdem ich mich gemeldet hatte, ein 'Da bin ich aber froh' las, rief ich ihn spontan an. Oh, war ich aufgeregt - und als ich seine Stimme hörte, weich, tief und neugierig, da war das wie Musik in meinen Ohren, und wir haben fast eine ganze Stunde geredet (und unter anderem herausgefunden, dass wir gemeinsame Bekannte haben! :))
Ja, wie soll es nach so einem Telefonat weitergehen? Stefan fragte mich, ob wir uns nicht verabreden wollen, und ich stimmte zu. Also trafen wir uns eine Woche später - das Wetter hatte von Schnee auf Sommer umgestellt - vor einem bekannten Kunstwerk meiner Heimatstadt. Wir gaben uns etwas steif die Hand und rannten dann im Stechschritt durch den Park. Stefan hatte in einem afrikanischen Restaurant einen Tisch bestellt - ein ungewöhnlicher Ort, ich war gespannt. Stefan war am Anfang eher schüchtern, was mir aber gefiel. Mich haben vor allem seine sprechenden Augen und seine Stimme fasziniert ... ja, da war was. Über was wir gesprochen haben, das weiß ich nicht mehr genau, auch nicht mehr, was ich gegessen habe. Stefan wüsste es bestimmt noch, sein Blick und seine Erinnerung für Details sind bestechend. Und dann hat er mich nach Hause gebracht, ein richtiger Kavalier. Dann standen wir mit dem Auto vor meiner Wohnung, ich war gerade dabei, aus dem Auto zu steigen, da nahm Stefan meine Hand, einfach so, und da, wo wir uns berührten, sprühten nur noch Funken. Wir saßen eine Ewigkeit so da - ging das alles nicht viel zu schnell? Irgendwann habe ich nicht mehr gedacht, sondern nur noch genossen ...
Und seit diesem Tag sind wir zusammen. Immer wieder sprechen wir, glücklich lachend, über das kleine Wunder, das wir miteinander erleben und können es manchmal immer noch nicht glauben, dass uns das Internet zusammengeführt hat, wo wir uns doch auch auf einem Fest der gemeinsamen Bekannten hätten treffen können. Das ist jetzt 5 Monate her. Inzwischen haben wir Familie und Freunde kennen gelernt, gemeinsam Musik gemacht, gekocht, gelacht, geweint und sind dabei, Pläne für die Zukunft zu schmieden."