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Erfolgsgeschichte

Viktoria (35) und Christoph (37)

Viktoria (35, Sozialpädagogin) aus Freiburg traf mit PARSHIP.de Christoph (37, Facility Manager) aus Wien. Sie hat die deutsch-österreichische Geschichte aufgeschrieben (Namen geändert):

"Jede Begegnung zwischen zwei Menschen ist einzigartig, und das eigene Schicksal kommt jedem persönlich oft besonders rätselhaft vor, wenn man bedenkt, wie viele andere Möglichkeiten es hätte geben können. Oder wenn man die letzten Monate Revue passieren lässt, wie in unserem Fall, mussten wir immer wieder feststellen, dass nichts selbstverständlich ist. Dass wir uns begegnen konnten oder durften, war oft abhängig von spontanen Entscheidungen beiderseits. Jeder Schritt hing irgendwie am seidenen Faden.

Ich hatte mich bei den Kriterien der Partnervorschläge von Parship großmütig dafür entschieden, außer Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, auch Wien mit aufzunehmen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung, wie weit das von Freiburg entfernt liegt. Ich hatte mir auch keine Gedanken darüber gemacht. Wien war für mich, aus vielen Büchern, Reiseführern und der Verbindung zur klassischen Musik, ein romantischer Mythos, dem ich völlig ausgeliefert war, obwohl ich bis dahin die Stadt noch nie gesehen hatte.

Bis ich Christoph kennen lernte, beantwortete und verschickte ich mehrere Kontaktanfragen. Und vor allem die erste Begegnung schien gleich verheißungsvoll, denn unsere Interessen und Gewohnheiten, sogar unsere Arbeitsbereiche, hatten eine große Übereinstimmung. Er kam auch aus Baden-Württemberg. Wir hatten also die Gelegenheit, uns öfter zu treffen und uns besser kennen zu lernen. Dabei kam aber immer deutlicher zum Vorschein, dass unsere Persönlichkeitsprofile sich nicht so optimal ergänzten, und wir beendeten diesen Kontakt. Danach fand ich es erstmal mühevoll, mich auf die Partnersuche bei Parship wieder einzulassen und entfernte vor allem Wien aus meinem Profil als mögliche Stadt mit Partnervorschlägen. Denn das empfand ich auf einmal als sehr weit weg. Nach wie vor fand ich die Suche im Internet ungeheuer spannend. Trotzdem beantwortete ich in der nächsten Zeit Anfragen nur sehr kurz und oberflächlich, ich konnte mich eine Zeit lang nicht intensiver auf etwas einlassen. Ich zappte mich quasi durchs Programm.

Ein paar Wochen später unternahm ich einen neuen Versuch, Wien wieder in mein 'Jagdgebiet' aufzunehmen. Dass ich Christoph leider erst mal nur als interessanten Kontakt und nicht mehr behandelte, fiel deshalb in eine ungünstige Phase. Zusätzlich war ich auch mit meinem Umzug in eine größere Wohnung vollauf beschäftigt. Es begann Ende September mit einem Spaß-Match, das ich ihm geschickt hatte, und die ich sehr mochte. Wie so oft lag die Übereinstimmung bei 50%. Ich erinnere mich noch, dass die beiden Fragen, die bei uns nicht übereinstimmten, lauteten: Was machen Sie, wenn Ihr Partner im Fernsehen ein Fußballspiel verfolgt? Wie reagieren Sie, wenn der von ihm vorgeschlagene Kinofilm Sie nicht interessiert? So oder so ähnlich - ich wollte mich nicht beim Fußball dazu setzen und lieber telefonieren oder mich mit einer Freundin treffen, und ich wollte mir auch nicht aus lauter Höflichkeit einen Kinofilm anschauen, der mich nicht interessierte. Ich hätte also meinerseits versucht, ihn in einen Film meiner Wahl zu lotsen. Ich hatte bei den Spaß-Matches übrigens nie eine vollkommene Übereinstimmung. Ich glaube, ich hätte das auch nicht besonders spannend gefunden.

Meine darauf folgende Kontaktanfrage wurde von ihm höflich beantwortet und zeigte seinerseits Interesse. Unsere Mails waren regelmäßig, ansprechend, behutsam und nett. Unsere Fotos fanden gegenseitig Gefallen. Ich war zufrieden, dass ich so eine nette wiener Bekanntschaft gemacht hatte. Wir schrieben uns wochenlang - jeden Tag. Und trotz seiner unaufdringlichen, aber aufrichtigen Einladung, ihn in Wien zu besuchen, schaffte ich den Absprung in die Realität nicht. Dass ich mich nicht traute, ihn anzurufen, tat ich mit einer einfachen Ausrede ab, denn ich hatte in meiner neuen Wohnung lange kein Telefon. Dann wurde ich immer skeptischer, dass diese Entfernung jemals überwunden werden könnte, und was das mit uns werden soll. Ich wurde nach fünf Wochen Mails schreiben auf einmal sehr unsicher, obwohl Christoph mir eindeutig mitteilte, dass er ein richtig gutes Gefühl mit uns beiden hat und mir schrieb: 'Vielleicht kommt ja heuer das Christkind aus Wien', weil es mein größter Weihnachtswunsch war, mich endlich mal wieder mit Gänsehaut zu verlieben. Nichtsdestotrotz unterbrach ich unseren Kontakt und meldete mich eine Woche gar nicht. In der nächsten Mail teilte ich ihm mit, dass ich nicht daran glaube, dass sich unsere zwei Welten miteinander verbinden lassen. Ich hörte zwei Tage gar nichts von ihm. Dann schrieb er mir zurück, dass er meine Entscheidung natürlich respektiert, aber dass er traurig darüber ist, dass es keine Chance gab. Ich war ergriffen und ebenfalls traurig und konnte doch irgendwie nicht aus meiner Haut. Und so wiederholte ich noch einmal ausführlicher meine Abschiedsmail.

Zwei Tage später rief ich ihn an, nachdem mich Freunde gedrängt hatten, meine Entscheidung zu überdenken und endlich mal seine Stimme zu hören. Als ich seine Nummer wählte, die er mir mal in einer Mail geschickt hatte, zitterte ich vor Aufregung: Wie würde seine Stimme klingen? Was soll ich ihm sagen, warum ich auf einmal anrufe? Wie wird er darauf reagieren? - Er nahm sofort ab. Ich war geschockt. Verflixt, was sollte ich denn nun sagen? 'Hallo, hier ist Viktoria ...' Absolute Stille. Ich war mir sicher, dass ich mich nicht verwählt hatte. Er brauchte eine halbe Ewigkeit, seine Stimme wieder zu finden, und sie war mir sofort sympathisch. Dass ich mich auf der Stelle in den Wiener Dialekt verlieben könnte, hatte ich nie bestritten, und es war auch so. Ich kann noch nicht mal mehr sagen, was wir in der kurzen Zeit miteinander sprachen, aber zwischen uns passierte was. Ich denke, ich war auf dem besten Weg, mich am Telefon zu verlieben. Ich war überwältigt und hängte auf. Wir hatten ausgemacht, dass er nun bald nach Freiburg kommen würde, um mich zu besuchen. Wir telefonierten in der darauf folgenden Woche noch zweimal, und unsere Gefühle füreinander waren überwältigend. Wir hingen stundenlang am Telefon, waren aufgeregt und wohl schon verliebt, bevor wir uns das erste Mal trafen. Ich konnte es auf einmal nicht mehr erwarten, nahm mir Urlaub und fuhr für vier Tage nach Wien. Bis zu meiner großen Reise reagierte ich auf alles andere völlig ferngesteuert. Ich war nicht mehr ich selbst, war irre aufgeregt und unheimlich gespannt. Ängstlich waren wir beide nicht, weil wir uns so sicher waren - das ist es! Wir waren uns am Telefon schon so nah gewesen, dass ich ihn am Bahnsteig in Wien auf der Stelle umarmen wollte. Eines Nachts, als mein Ticket schon gebucht war, der Rucksack schon bereit stand, schickte ich ihm eine SMS: Wie begrüßen wir uns eigentlich am Bahnsteig in Wien? Ich hab da so ein Bild im Kopf, und ganz ehrlich scheint mir ein Handschlag unangebracht. Seine Antwort war ein einziges Wort: Bussi. Im Traum hatte ich ihn schon oft geküsst.

Ich saß dann also im Nachtzug und schlief da immer noch besser als er in seinem Bett daheim. Ich kam gegen acht Uhr morgens in Wien Westbahnhof an und ging am Bahnsteig entlang auf ihn zu. Ich erkannte ihn sofort. Ich war aufgeregt und ruhig gleichzeitig. Die letzten Schritte und Sekunden, das Letzte in den Augenschein nehmen - dann die erste Umarmung und der erste Kuss. Dieses erste gemeinsame Wochenende in Wien erfüllte unsere Erwartungen und Vorstellungen. Ich traf einen wunderbaren Mann in einer umwerfend schönen Stadt, mein Traummann in meiner Traumstadt. Wir hatten eine faszinierende innige Zeit miteinander, und wir dankten uns gegenseitig und voller Ehrfurcht, dass wir uns begegnet sind. Wir sind sehr glücklich, auch wenn nicht immer alles einfach ist. Im Augenblick pendeln wir noch wechselseitig. Doch wir planten bereits sehr früh, dass das auf Dauer nicht geht. Deshalb packe ich so kurz nach meinem letzten Umzug schon wieder Kisten und Kartons, um im April zu ihm nach Wien umzusiedeln. Ich freu mich sehr darauf. Denn das ewige Verabschieden ist immer wieder herzzerreißend.

Ich danke Parship sehr für seine Hilfe, mir selbst für meinen Mut, Christoph für seine Hartnäckigkeit und Ausdauer; und Tom, der mir den Tipp gab, Partnersuche über diese Internetadresse zu probieren und mir ganz ernsthaft das Gefühl gab, meine Sehnsucht nach einer Partnerschaft zu verstehen.

PS: Die 50%, die uns beim Spaß-Match fehlten, ergeben sich quasi von selbst. Denn Österreich ist dieses Jahr Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft. Wir wissen alle noch, wie die Stimmung in Deutschland 2006 war, als es hieß: Die Welt zu Gast bei Freunden. So etwas darf man sich nicht entgehen lassen. Und wer geht dann bitte noch ins Kino?"