Eberhard:
"Ich hatte ein Halbjahres-Abonnement ab Juni 2006. Bereits 2005 hatte ich einmal ein solches Abo gehabt, das jedoch nicht dauerhaft den gewünschten Erfolg gebracht hatte, und deshalb wollte ich nun einen zweiten Anlauf nehmen. Gleich in den ersten Tagen entwickelte sich eine rege Korrespondenz mit einer ganzen Reihe von Damen. Doch in allen Fällen stellte sich bereits nach wenigen Tagen heraus, dass die Euphorie schnell verebbte, auf beiden Seiten. In einem Fall kam es zwar noch bis zu einem kurzen telefonischen Kontakt, der aber nach wenigen Minuten schon im beiderseitigen Einvernehmen endete. Trotzdem blieb ich zuversichtlich, denn ich konnte sicher nicht darauf hoffen, gleich in den ersten Tagen fündig zu werden.
Nach etwa drei Wochen lief eine Kontaktanfrage bei mir ein, die - trotz ihrer Kürze - irgendwie anders war als all die bislang eingegangenen. Ich konnte nicht sofort antworten, denn ich war eine Woche lang verreist gewesen. Als ich zurück war, lag also diese nette E-Mail in meinem elektronischen Postkästchen. Ich beeilte mich, schnell zu antworten, und entschuldigte mich noch für mein relativ langes Schweigen. Und siehe da: sie antwortete! Nicht nur so kurz mal, sondern es wurde ein richtig langer Brief daraus, der mir da schon am nächsten Tag per elektronischer Post in meinen PC flatterte. Ganz ausführlich schrieb sie darüber, was sie so beruflich macht, dass sie in ihrer Freizeit gern an einen nahegelegenen See radelt und noch so vieles andere mehr ... ja, und so wie sie schrieb, klang das einfach irgendwie nach 'gut drauf' und vor allem sehr sympathisch. Also: schnell geantwortet! So wechselten wir im Laufe der folgenden Tage viele lange Briefe. Dabei stellten wir schnell fest, dass es viele Dinge gibt, die uns gleichermaßen interessieren, die wir gern machen, und dass uns auch sonst einiges an gemeinsamen Überzeugungen verbindet.
Ende Juni machte sie dann den Vorschlag, doch mal miteinander zu telefonieren. Über eine Stunde lang unterhielten wir uns prächtig - dazu ist zu sagen, dass ich eher zu den Menschen gehöre, die sich sehr kurz am Telefon fassen, und dass es schon etwas Besonderes ist, wenn ein Telefongespräch bei mir länger als zehn Minuten dauert. Also, aus dieser Telefonierfaulheit hat sie mich immerhin schon mal herausgerissen! Da mussten wir doch gut zusammenfinden können - wenn so vieles zu bereden war!
Eine Woche später haben wir uns dann beim ersten Treffen in München ausgiebig beschnüffelt. Der Tag war ein bisschen grau, aber Gott sei Dank trocken, als ich sie am Eingang des Englischen Gartens erwartete. Ganz aufgeregt ging ich dort auf und ab, und als sie dann auf mich zukam, hätte ich sie beinahe nicht erkannt. Sie trug ihr Haar nun offen und etwas länger als auf ihrem Foto. Aber wenn jemand so zielgenau auf mich zuläuft? - Das konnte dann ja nur 'sie' sein! Wir machten dann einen langen Spaziergang, und nach zwei, drei Stunden hatten wir immer noch nicht ausgeredet, und so beschlossen wir, noch eine Kleinigkeit bei einem schnuckeligen Italiener essen zu gehen. Dort überreichte ich ihr auch den Blumenstrauß, den ich die ganze Zeit schon in einer Tüte mit mir herumtrug. Vor lauter Aufregung hatte ich irgendwie den richtigen Zeitpunkt verpasst, ihn ihr zu überreichen. Aber dafür war die Freude jetzt umso größer! Lang, lang unterhielten wir uns noch, und es ging schon fast auf Mitternacht zu, als wir wieder auseinandergingen. Natürlich nicht ohne eine Verabredung für das nächste Mal schon wenige Tage später, im Münchener Süden.
Ich hatte mein Rad und Badesachen. So radelten wir gemeinsam durch die oberbayerische Bilderbuchlandschaft, über kleine Straßen und stille Wegerl bis zu einem kleinen Badesee. Ich breitete die rote Decke aus, die ich schon in meinem Parship-Profil erwähnt hatte, dann schwammen wir eine Runde, ratschten wieder auf der Decke in der Sonne, dann wieder eine kleine Schwimmrunde und schließlich ein Abendessen in der nahen Gastwirtschaft vor der langsam niedersinkenden Sonne. Spätestens in diesem Augenblick war ich so ergriffen von meiner neuen 'Bekanntschaft', dass ich mir dachte: die ist es und sonst keine. Und ich glaube, ihr ging.s damals genauso. In inniger Harmonie radelten wir langsam zurück durch diesen lauen Sommerabend.
Am Wochenende darauf folgte eine Bergwanderung nahe dem Tegernsee. Im See selbst nahm ich trotz wenig einladender Temperaturen abends noch ein kurzes erfrischendes Bad, was mir prompt den Namen 'Eisbär' eintrug. Während der nächsten Seentour, diesmal mit dem Rad, schenkte sie mir dann passenderweise gleich einen kleinen Eisbären aus Stoff, der seither als eines der ersten gemeinsamen Erinnerungsstücke bei jedem Zusammensein mit von der Partie ist.
Ende Juli hatten wir uns zu einer Radtour durch die Holledau verabredet. Leichter Nieselregen 'versüßte' unsere Tour, aber das konnte uns nicht abhalten. Unser Durchhalten wurde belohnt: bald kam die Sonne heraus, so dass wir mittags in einem Biergarten rasten und wenig später sogar in einen See hüpfen konnten. Langsam neigte sich der Tag, als wir wieder an unseren Ausgangspunkt nahe Landshut kamen. 'Magst noch was bei mir essen?' fragte ich ... und sie sagte: 'Ja'. Ich gab mir alle Mühe, ein halbwegs ansprechendes Abendessen zu zaubern, und anschließend setzten wir uns noch auf ein Glaserl Wein auf mein supergemütliches Sofa zusammen ... Sie blieb über Nacht, und wir hatten ein wunderbares Frühstück.
Kurze Zeit später durfte ich sie ebenfalls zu Hause besuchen, und dann folgten im Laufe der Monate viele weitere Unternehmungen bis hin zum gemeinsamen Kurzurlaub. Wir haben unsere gemeinsame Leidenschaft für Konzerte und Theateraufführungen entdeckt und belebt, auch für profanere Dinge wie Schokolade, Wellness-Wochenenden, letzt sogar das gemeinsame Stricken und vieles andere mehr. Und wir leben und erleben zusammen diese neu gefundene wunderbare Zweisamkeit und sind glücklich miteinander. Es macht uns viel Spaß und Freude, größere gemeinsame Unternehmungen zu planen: Ski-Urlaub, eine Fahrt nach Paris ... Bei alledem hoffe ich, dass es für immer sein wird, so dass wir uns eines Tages als vielleicht Siebzig- oder Achtzigjährige dankbar an diese Agentur namens Parship zurückerinnern können, die uns beide zusammengeführt hat, die wir uns sonst womöglich nie begegnet wären."
Christine:
"Auch ich hatte schon ein wenig bei Parship 'rumprobiert', mit dem einen oder anderen Mann Mails ausgetauscht oder mich auch getroffen, aber der Richtige war nicht dabei, und so machte sich bei mir bereits ein wenig Enttäuschung breit. Aber dann gab ich mir noch mal einen Schubs und startete eine 'Großoffensive', d.h. ich schickte mehrere Kontaktanfragen auf einmal los. Einer der Kontaktierten schrieb sofort zurück, der zweite meldete sich nach ein paar Tagen, von den anderen habe ich nie gehört.
Während der eine Kontakt kaum über ein paar magere Zeilen hinauskam, vertiefte sich der zweite Briefwechsel ziemlich schnell, wir tauschten uns seitenlang aus übers Radfahren, übers Bergwandern, Lieblingsurlaubsziele, Arbeit, Alltag, Familie, Hobbys und vieles andere mehr; der Schreibstoff ging uns nicht aus. Und dieser Mann schrieb so ausführlich und aufmerksam, dass ich bald das Gefühl hatte, ihn bereits ganz gut zu kennen, und diesen Eindruck wollte ich dann auch bei einem Treffen erproben.
Und tatsächlich, wir machten einen langen Spaziergang und hatten immer noch Gesprächsstoff. Wir gingen zusammen Abendessen zu einem kleinen Italiener in Schwabing und unterhielten uns immer noch angeregt. Als er dort dann einen kleinen Rosenstrauß aus seiner Tasche zog und mir überreichte, war ich total gerührt und berührt und spürte, dass da mehr war als 'nur' gute Unterhaltung. Wir saßen uns gegenüber, hielten Händchen, ich sah ihn an und verliebte mich in seine warmen braunen Augen.
Bei ein paar weiteren Treffen wurde die Atmosphäre immer vertrauter und näher, und es war mir bald klar: dieser Mann ist es, den möchte ich noch besser kennen lernen, mit ihm zusammensein und ganz viel miteinander unternehmen. Das haben wir auch gemacht und machen es weiterhin und merken immer mehr, dass es 'passt' und sich Nähe und Vertraut-Sein weiterentwickeln.
Ich finde, das ist für zwei Menschen im 'reiferen' Alter nicht selbstverständlich; man ist vielleicht ein wenig toleranter und mehr bereit, den anderen so anzunehmen, wie er ist, als in jüngeren Jahren (zumindest beobachte ich das an mir), und so bin ich sehr dankbar und glücklich, dass ich über diesen Weg einen Mann kennen gelernt habe, der mich auch so mag, wie ich bin, und bei dem ich einfach das wunderbare Gefühl habe, ganz gut 'aufgehoben' zu sein."