"Ich habe alle ca. 400 Partnervorschläge gelesen und bin dann über einen Mann gestolpert, der - wie ich - glaubt, auf seinen Tennisschläger nicht verzichten zu können. Nach zwei Wochen Mailing haben wir uns auf ein Match verabredet. Wir haben dann zwei Stunden Tennis gespielt; für mich war es das erste Date, bei dem ich mich - vom Druck des Verlieben-Müssens befreit - wirklich amüsiert habe, obwohl er mich in drei Sätzen geschlagen hat. Da wir beide Mannschaftsspieler für unsere Vereine sind, hatten wir auch beim anschließenden Kaffeetrinken ein lockeres Gesprächsthema und sind beide unverkrampft geblieben.
Wir haben uns dann sehr häufig für gemeinsame Unternehmungen wie Bergwanderungen, Chiemseeschifffahrten und natürlich immer wieder Tennis verabredet. Bei mir war es nicht die Liebe auf den ersten Blick wie bei ihm (muss an meinem engen Tennis-Top gelegen haben), sondern nach Wochen das Gefühl, ohne ihn nicht mehr leben zu wollen.
Er macht meinen Alltag und meine Feiertage schöner, wir haben sehr, sehr viele Gemeinsamkeiten und Vorlieben. Jetzt fahren wir innerhalb von sechs Monaten schon das zweite Mal gemeinsam in ein Tennis-Trainings-Camp, aber das Wichtigste ist: Ich ziehe im Frühjahr zu ihm und werde dann mit ihm im gleichen Verein meine Bälle schlagen.
Wenn sich das Ganze jetzt nach Profi-Sportlern anhört: Wir sind beide nur tennisverrückt, und einen Aufstieg aus der Kreisklasse heraus werden wir wohl nur schaffen, wenn wir irgendwann mal in der Altersgruppe Ü(ber)70 spielen.
Als glückliches Mixed grüßen Anette und Karl-Heinz"