"Ein paar Monate nach der Trennung von meinem Mann meldete ich (damals 34 Jahre) mich im November 2003 bei Parship an. Mein Ziel stand fest: Nun finde ich ganz schnell und effektiv einen 'Neuen'. Kein 'Besser-als-nichts'-Typ sollte es sein und auch kein 'Er-liebt-sie-halt-auf-seine-Weise'-Mann. Ich wollte den 'Richtigen' finden. Die Auswahl schien groß, und ich ging frohgemut zu Werke. Jede Woche ein Treffen, nahm ich mir vor. Dann bist du bestimmt bald fündig geworden, war ich mir sicher.
Pustekuchen. Das mit den Treffen war kein Problem - das mit den Männern schon. Da war zum Beispiel 'Das-nehme-ich-auch'-J., mit dem ich mich mehrmals traf: beim Essengehen bestellte er jedes Mal genau dasselbe wie ich. Eigentlich ja ganz lustig. Aber diese Erfahrung habe ich bei meinen Blind Dates gemacht: oft verbirgt sich hinter kleinen Macken dann doch ein großes Problem. Über kuriose Internet-Bekanntschaften wurde hier schon viel geschrieben, aber das Online-Dating unter die Überschrift 'Wunderliche Geschichten aus meinem Leben' zu stellen, würde den Menschen, die man über Parship treffen kann, einfach nicht gerecht. Es waren viele interessante Männer dabei, vom Prinzen bis zum Versicherungskaufmann, vom Schönheitschirurgen bis zum Seelenklempner. Keiner mehr Anfang 20, alle hatten - wie ich auch - ihr Päckchen dabei.
Ich bin sechs Monate Parship-Mitglied gewesen. Nach einem Monat Pause bin ich für weitere sechs Monate in die Verlängerung gegangen. Ich habe mich wirklich sehr oft getroffen, manchmal sogar zwei- bis dreimal die Woche, und manche Männer auch mehr als zwei- bis dreimal. Ab und zu hat sich jemand in mich verliebt - aber bei mir hat sich nie etwas getan. Nachdem ich im '12. Monat' war, war ich im Grunde überzeugt davon, dass mit mir etwas nicht stimmt. So viele tolle Männer - warum konnte ich mich einfach nicht in einen davon verlieben?! In wenigen Tagen würde mein Parship-Abo auslaufen, und ich wollte mit Sicherheit nicht noch ein weiteres Mal verlängern. Ich kaufte mir Bücher über die 'Kunst des Alleinseins' für das Leben nach Parship. Ich stellte mich auf viele freie Wochenenden mit ausgiebig Zeit zum Lesen ein.
Anfang Dezember 2004 verschickte ich dann - müde gedatet - mein letztes Kontaktgesuch - ohne ein einziges Wort. Der Zufall sollte mir bei der Auswahl behilflich sein, und so klickte ich auf gut Glück irgendeine Chiffre an, ohne auf Matching-Punkte oder Auswahlkriterien zu achten. Und landete bei einem glatzköpfigen, dicklichen Kettenraucher (ich bin überzeugte Nichtraucherin), der auch noch im Vertrieb (etwa ein Vertreter?!) arbeitete. Egal, alles egal. Pummelchen schrieb zurück, voller Elan, dass er ganz neu dabei sei und dies sein erstes Blind Date; er sei schon ganz aufgeregt. Ich lächelte abgeklärt vor meinem Bildschirm, sagte mir 'Na ja, dann!' und schleppte mich lustlos zur Verabredung mit T. Und habe mich endlich verliebt. In T., das kettenrauchende, glatzköpfige Pummelchen aus dem Vertrieb ... der vielleicht der beste Mann der Welt ist, denn seine Liebe ist großzügig, und das Leben mit ihm macht Spaß.
Wir sind sehr glücklich. Nach drei Monaten sind wir zusammengezogen. Nun, zwei Jahre nach der Trennung von meinem Mann, bin ich endlich geschieden, so dass T. und ich am 10. Dezember - ein Jahr nach unserem ersten Treffen - heiraten werden."
Barbara (36), Rechtsanwältin
Barbara und Tobias haben ihre Heiratspläne verwirklicht und sich am 10. Dezember 2005 das Jawort gegeben. Das gesamte PARSHIP-Team gratuliert herzlich!