PARSHIP > Erfolgsgeschichten > Ehepaar nach vier Wochen

Erfolgsgeschichte

Barbara (42) und Thomas (44)

"Was hältst du vom Heiraten?" Nach vier Wochen schon ein Ehepaar - das sticht unter den Erfolgsberichten bei PARSHIP dann doch heraus und ist auch für uns aufregend. Die beiden schnell Entschlossenen, Barbara (42) und Thomas (44) aus Potsdam, besuchten uns noch am Tag ihrer Hochzeit. Dabei fand auch das folgende Interview mit der Außendienstmitarbeiterin einer Naturkosmetikfirma und dem Marketingleiter statt.

PARSHIP: Sie haben gerade geheiratet, wie war's?

Barbara: Schön! Wir haben uns völlig ohne Beiwerk "zusammenschreiben" lassen, heute früh um neun in Potsdam. Bloß mein Sohn - er ist 17 - war dabei. Der war ganz ergriffen. Jetzt verbringen wir eine Nacht und einen Tag in Hamburg und müssen dann wieder an die Arbeit. Unsere dienstlichen Verpflichtungen sind älter, als wir uns kennen.

PARSHIP: Natürlich interessiert uns sehr, wie es zu Ihrem spontanen Entschluss kam. Wie fing denn alles an?

Thomas: Ich hab bei PARSHIP ja eigentlich nur wegen des Gutachtens mitgemacht (lacht). Aber als dann Kontaktgesuche kamen, wurde ich neugierig.

Barbara: Ich hatte das Tagesspiegel-Kombiangebot, also PARSHIP plus normale Kontaktanzeige. Über die Anzeige hatte ich schon vier Männer getroffen. Dann hab ich meine PARSHIP-Suche stark eingegrenzt - auf Potsdam, Berlin und Umland - und alle Männer auf meiner Liste kontaktet.

Thomas: Dabei hat sie ganz vergessen, nach der Zahl der Kinder zu gucken (lacht). Ich hab nämlich vier aus meiner früheren Ehe, zwischen 16 und 22 Jahre alt. Barbara stand gar nicht auf meiner Liste, weil wir "nur" 68 Matching-Punkte hatten. Ich hab ihr natürlich trotzdem geantwortet. Kurz danach kam eine Mail von einer Frau, mit der ich 82 Punkte hatte. Die war schon zu spät dran ...

Barbara: Wir haben drei oder vier Mails mit Eckdaten ausgetauscht und uns dann verabredet. Und es war ganz seltsam: Ich war sonst vor Dates immer recht cool. Aber als unser Treffen näherrückte - am 7. März -, war ich ganz nervös und konnte den Tag über kaum arbeiten. Ihm ging's ganz ähnlich.

PARSHIP: Wie war das erste Treffen?

Thomas: Wir waren zusammen essen. Komischerweise sind die Details des Abends in unserer Erinnerung ganz verschwommen. Worüber haben wir eigentlich gesprochen? Hinterher fiel mir erst auf, dass ich nicht mal gefragt hab, wann sie Geburtstag hat, wo genau sie wohnt, solche Sachen. Ach, und wir waren beide gerade richtig kaputt. Ich hab sie gleich drauf angesprochen, wie fertig sie aussieht - etwas uncharmant ...

Barbara: Schon, aber irgendwie stimmte es ja. Ich hab gekontert, dass er wohl auch etwas Schlaf bräuchte. Danach haben wir uns gut unterhalten. Ganz natürlich und offen, als ob wir uns schon Jahre kennen. Am Ende hat er mich zum Auto gebracht, und es kam zum ersten Kuss. Da war's endgültig um mich geschehen (lacht). In der Nacht hab ich nur eine Stunde geschlafen.

PARSHIP: Und dann ...?

Thomas: Unser Treffen war am Donnerstag. Für Freitag war sie mit einem anderen zum Kino verabredet. Das gefiel mir gar nicht. Ich rief sie also am Freitagmorgen an, und sie meinte spontan, sie sagt dem ab und wir könnten uns treffen. Dann haben wir das ganze Wochenende zusammen verbracht und Sonntag so halb im Scherz gesagt, eigentlich sind wir schon verheiratet, da brauchen wir gar kein Standesamt.

Barbara: Ich hab dann gemeint, Standesamt würde mich auch nicht stören, und Montag um 8.45 Uhr, drei Tage nach dem ersten Treffen, stand der Entschluss fest: Das mit uns ist es jetzt - wir heiraten.

PARSHIP: Warum so schnell? Was bedeutet Ehe für Sie?

Thomas: Wir haben uns gesagt, was soll die ganze Sucherei. Zwischen uns ist so viel Übereinstimmung, wir sind alt genug, also sind wir konsequent und dokumentieren unsere Liebe auch nach außen. Eigentlich galt ich ja als Ehemuffel, aber - wir brauchen das, das lässt sich schwer erklären. Vielleicht kann man sagen: Man hat die Möglichkeit, die Tür zuzuknallen, man kann sie danach aber auch wieder aufmachen.

Barbara: Genau. Sollte es mal Probleme geben, denkt man, wenn man verheiratet ist, doch einmal mehr drüber nach. Für mich ist die Ehe eine Herausforderung, an der Beziehung zu arbeiten. Jetzt, mit Anfang 40, könnte das etwas sein, was einen bis ans Ende des Lebens begleitet. Es war auch eine romantische Sehnsucht von mir, einmal zu heiraten. Ich wollte mich jemandem voll anvertrauen, einfach dieses Gefühl erleben ... Für dieses Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, etwas an meinem Singledasein zu ändern, und schon gedacht, heiraten wär auch nicht schlecht (lacht).

PARSHIP: Wie haben Sie die letzten Wochen erlebt?

Thomas: Da ist so viel passiert. Wir sagen immer, eine Woche ist für uns wie für andere ein Jahr. Da war der Papierkram für die Hochzeit, wir haben die Ringe in Auftrag gegeben ... Nach einer Woche waren wir bei meiner Mutter, und gestern haben wir Barbaras Eltern besucht.

Barbara: Wobei ich auch immer wieder merke, wie ungewöhnlich unsere Situation ist. Wir haben mit meinen Eltern über New York geredet - und ich musste Thomas erst mal fragen, ob er da schon mal war. Normalerweise weiß man so was ja, einen Tag vor der Hochzeit ... Überrascht hat uns auch, dass in unserem Umfeld niemand negativ reagiert hat. Wir haben unseren Entschluss anscheinend ganz glaubwürdig rübergebracht.

Thomas: Was mir noch einfällt: Ich war starker Raucher - vier bis sechs Packungen am Tag. Seit ich Barbara kenne, rauche ich fast gar nicht mehr. Ein Stück weit war das wohl eine Ersatzhandlung. Die Beziehung tut mir einfach richtig gut. Noch ein Beweis: Ich hab aus Neugierde den PARSHIP-Test noch mal gemacht, und mein Wunsch nach Partnernähe, der vorher schon hoch war, ist noch ein Stück angestiegen.

PARSHIP: Haben Sie sich schon mal gestritten?

Thomas: Es gab schon kleine Kontroversen. Ich denke, es ist wichtig zu wissen, wo man Kompromisse eingehen kann und wovon man nicht abrückt, weil es einfach zu einem gehört. Das war für mich auch Grund, den PARSHIP-Test zu machen. Über vieles kann man reden. Barbara ist zum Beispiel Vegetarierin, und ich esse gern Fleisch. Aber sie muss das ja nicht für mich kochen.

PARSHIP: Was kommt als nächstes?

Thomas: Ende April geben wir eine Party, damit sich unsere Familien und Freunde kennen lernen können. Motto: Interessante Menschen treffen interessante Menschen - und wir gucken zu. Wir suchen jetzt auch eine gemeinsame Wohnung, so was sollte man ja nicht überhasten (lacht). Im Sommer wollen wir in die Toskana und Weihnachten mit ihrem Sohn und meinem ältesten nach Rio. Das wird alles noch richtig spannend.

Barbara: Natürlich wird es Jahre dauern, bis wir uns richtig gut kennen. Trotzdem sind wir sehr zuversichtlich: Die wichtigsten Punkte stimmen einfach, und den Rest kann man aushandeln.

PARSHIP: Zum Abschluss: Wie fanden Sie die Partnersuche mit PARSHIP?

Barbara: Für mich war es ein großer Vorteil zu wissen, der andere sucht auch. Und ich fand es gut, dass man sich bei PARSHIP ein bisschen Mühe geben muss und dazu angeregt wird, zu reflektieren.

Thomas: Der hohe Anspruch hat mir auch gefallen, dadurch werden Leute ausgesiebt, die sich einfach nur einen Spaß machen wollen. Und: Bei anderen Single-Börsen stehen Hobbys, Äußerlichkeiten und so Standardsehnsüchte im Vordergrund. Da hakt man schnell seine Checkliste ab und hat trotzdem noch keine Ahnung, ob's überhaupt passen könnte.

Das Gespräch führte Annemarie Lüning/PARSHIP

Am 3. April 2002 heirateten Barbara und Thomas - das gesamte PARSHIP-Team gratuliert sehr herzlich!