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Erfolgsgeschichte

Daniela und Steve

Sein Anruf erwischte sie heiß-kalt - in der Sauna: Dem ersten, unter so ungewöhnlichen Umständen geführten Telefonat von Daniela (34, Vertriebsleiterin) und Steve (33, Unternehmensberater) aus Hamburg folgte eine schöne Liebesgeschichte. Daniela hat uns gemailt:

"www.abendblatt.de - die Auto-Anzeigen ... da ist ein Hinweis: PARSHIP - Partnersuche mit Persönlichkeitstest. PARSHIP? Gehört hatte ich schon davon. Trotz mitternächtlicher Stunde - eigentlich wollte ich doch nur schnell nach einem Auto schauen - packte mich die Neugier. Schnell war ich mit dem Persönlichkeitstest beschäftigt. Die anfängliche Müdigkeit war verflogen. Die Partnervorschläge waren dann so ansprechend, dass ich kurzerhand beschloss, Mitglied zu werden. Investieren wollte ich sowieso; zwar ursprünglich in ein neues Auto, aber nun gut ... Außerdem war ich dabei, mein Privatleben neu zu organisieren. Berufsbedingt hatte es mich als Hamburgerin nach Berlin verschlagen, und nach über einem Jahr 'fünf Tage Berlin und zwei Tage Hamburg' konnte ich Anfang des Jahres 'drei Tage Berlin und vier Tage Hamburg' daraus machen. Eine Chance, endlich wieder auch eine Partnerschaft ins Auge zu fassen. Ein glücklicher Zeitpunkt für PARSHIP also.

Die erste Anfrage kam von einem 26 Jahre älteren Schweizer. Huuch!!! Obwohl Auto- und Bahncard-Besitzerin, hatte ich keine Lust auf Beziehungs-Tourismus, Hamburg-Berlin wöchentlich reicht. Meine eigene Suche begrenzte ich schnell auf Hamburg und Schleswig-Holstein. Auch ein Alterslimit habe ich eingegeben. Hinter den Chiffren verbargen sich ganz, ganz viele sehr interessante Steckbriefe. Und - viel wichtiger - sehr aussagekräftige Mitteilungen unter 'Er über sich'. Schade, dass diese Rubrik nicht Pflicht ist, sie sagt einiges mehr aus als Balken und Matching-Punkte.

Einen Tag später dann eine Anfrage von Chiffre (...). Auch nicht schlecht, dachte ich. Leider wurde diese Chiffre zunächst Opfer der Technik, verursacht durch einen IT-Zusammenbruch seinerseits, was mich zu der Vermutung veranlasst hat, dass ihn meine Mail verschreckt hat, und mir genug Zeit gab, anderen netten Mails nette Treffen folgen zu lassen. Nach neun Tagen kam doch noch eine Nachricht von ihm - Steve. In Anbetracht der Tücken, die die neue Technik mit sich bringen kann, haben wir vorsorglich auf die steinzeitliche Methode des Telefonnummernaustauschs zurückgegriffen. Sein Anruf hat mich dann - im wahrsten Sinne des Wortes - heiß-kalt erwischt. Ich war auf Dienstreise und hatte mir gerade einen Entspannungsabend in der Hotelsauna gegönnt. Da tut sich natürlich die Frage auf, warum nimmt die ein Handy mit in die Sauna? Nun ja, jeder, der irgendwie im PARSHIP-Fieber ist und Nummern ausgetauscht hat, wird nachvollziehen können, dass man nichts versäumen möchte :-) Nein, ich musste zu einem bestimmten Zeitpunkt noch einen Anruf erledigen und wollte deshalb nicht extra wieder aufs Zimmer. Im Nachhinein glaube ich, war das eine glückliche Fügung, dass Steve an genau diesem Abend angerufen hat. Denn nun kommt wieder die Komponente 'heiß-kalt', die uns wohl auf ewig begleiten wird: Kalt war mir inzwischen, weil ich gerade aus dem Tauchbecken kam, heiß wurde mir, als ich seine Stimme hörte. Und heiß wurde wohl auch ihm, als ich eine Beschreibung meines Aufenthaltsortes und des momentanen Outfits gab :-)

Ein Treffen für den darauf folgenden Sonnabend war schnell ausgemacht. Leider war ich kleidertechnisch nicht auf den Spaziergang hinterher eingestellt. Bei zirka zwölf Grad musste mir mein PARSHIP-Date seinen Mantel umhängen - ich hoffe, Schatz, du hast nicht allzu sehr gefroren. Wir verabredeten uns auch für den nächsten Sonnabend. Dazwischen lagen bei mir zwei weitere PARSHIP-Treffen, zu denen ich aber eher halbherzig gegangen bin. Bei unserem zweiten Treffen hat er mich dann mit der Mitteilung überrascht, dass wir noch zu einer Geburtstagsfeier eingeladen sind. Ups - das passte mir eigentlich nicht so recht, doch auf der anderen Seite - welch großartige Chance, ihn gleich in 'seiner Umgebung' kennen zu lernen ... Nach dem Abend mit Fluchtgedanken habe ich ihm angeboten, ob wir nicht einfach nur eine nette Freundschaft aufbauen wollen (die irgendwann im Sande verläuft). Ich hatte nicht mit seiner Hartnäckigkeit gerechnet. Dank eines Berlin-Termins in der Woche seinerseits und dem Annehmen seines netten Angebots zur gemeinsamen Rückfahrt nach Hamburg meinerseits konnte ich Steve auch von einer ganz anderen Seite kennen lernen. Bei 150 auf der Autobahn musste ich mir über Fluchtversuche gar keine Gedanken machen. Außerdem war ich schon in dem Moment verloren, als er unerwartet und mit umwerfendem Lächeln in meinem Büro stand.

Von da ab ging es recht schnell. Ein fürs Wochenende geplantes 'Gala-Dinner' bei mir wurde spontan auf den Abend unserer Berlin-Rückkehr vorgezogen und durch ein schnell dahingekochtes Mirácoli ersetzt. Und am Wochenende ist er dann ganz bei mir geblieben. Dieses Wochenende liegt jetzt drei Monate zurück. Mittlerweile sind wir zusammengezogen, denn wir wissen, dass wir zusammengehören. Und wie sagte doch Harry so schön zu Sally: 'Wenn man weiß, dass man den Rest seines Lebens zusammenbleiben will, möchte man auch, dass der Rest des Lebens so schnell wie möglich beginnt!' Übrigens: Einen flotten Zweisitzer habe ich noch immer nicht - doch wenn wir in dem Tempo weiterfahren, werden wir wohl bald gemeinsam nach einem Kombi gucken müssen ... Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle nicht nur bei PARSHIP, sondern auch bei all den Männern und Frauen, die uns deaktiviert oder für eine Partnerschaft als nicht in Frage kommend gesehen haben - wir wären uns sonst nicht begegnet ...

Daniela & Steve"

Daniela (34), Vertriebsleiterin