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Ein Ständchen zum ersten Treffen

Erfolgsgeschichte

Wolfram (53) und Frederike (49)

Wolfram (53, kaufmännischer Angestellter) traf mit PARSHIP.de Frederike (49, kaufmännische Angestellte). Beide leben in Hamburg. Wolfram hat uns geschrieben (Namen geändert):

"Nachdem meine damalige Frau 2007 nach 22 Jahren ausgezogen war, um 'sich selbst zu verwirklichen', bin ich 2008 per Zufall auf Parship gestoßen und habe damit den Grundstein für meine Rückkehr ins Leben gelegt. Das Angebot der Damenwelt war groß und zu meiner Überraschung auch qualitativ gut, so dass ich eigentlich nur auf die Anfragen reagieren konnte und dies auch eifrig und zugleich neugierig tat.

Nach weit über 50 Kontakten, 12 Dates und zwei 3-monatigen Beziehungen war bei mir Mitte 2009 allerdings 'die Luft raus', wie man so schön sagt. Ich war 'wieder da', hatte erlebt, dass das Leben auch oder gerade nach Tiefschlägen weitergeht, und war dennoch ein wenig müde und desillusioniert ob der letztendlich erfolglosen Suche nach einer längerfristigen Partnerschaft. Es mussten ja nicht gleich wieder Jahrzehnte werden, aber etwas mehr als 3 Monate wären schon wünschenswert gewesen. Vielleicht brauche ich noch meine Zeit, um wieder richtig beziehungsfähig zu werden, dachte ich mir und wollte damit auch vorerst das Kapitel Parship zu den Akten legen.

Es war irgendwann im Juli 2009, als eine verwegene E-Mail quasi als 'last order' auf meinem Computer erschien, die so ganz anders war als alle anderen:

'Hallo, möchte auf Spaß-Match verzichten. Bin über Deine Seite gestolpert und sie gefällt mir. Ehrlichkeit ist unverzichtbar. Bin auch Schütze und Banker! Und nun? F.'

Kurz und knapp, da wollte jemand ohne viele Worte zum Ziel kommen. Obwohl ich meine Auszeit beschlossen hatte, antwortete ich doch auf diese wortkarge, leicht schnoddrige und schnörkellose Ansprache und wollte zumindest wissen, ob denn F. schon der ganze Name sei. Nach insgesamt 6 E-Mails telefonierten wir erstmals, was F. wohl noch sicherer machte, mich live erleben und erobern zu wollen. Sie ließ auf alle Fälle keine Zweifel aufkommen, obwohl wir uns noch nicht einmal gesehen hatten, dass es 'passt'. Ich hatte da so meine Bedenken, denn wie oft hatte ich schon erleben müssen, dass man sich noch so gut verstehen kann und dennoch 'kein Strom fließt'. Ein alter Fußballtrainer sagte einmal: 'Wat is, is auf'm Platz', soll heißen, dass Vorschusslorbeeren und alle Theorien rein gar nichts nützen.

Am 18. Juli 2009 war es dann endlich soweit, Treffpunkt sollte der Großneumarkt, ein in Hamburg bekannter Platz, um 14 Uhr sein. Da mir öfter mal etwas Verrücktes einfällt, verzichtete ich auf Blumen und brachte stattdessen meine Guitarre mit, um der Holden ein Lied darzubringen. Das war eine gute Idee, da ich auf dem Kasten sitzen konnte, während ich wartete. Nach ca. einer halben Stunde war ich kurz davor, eine junge Dame, die mir schon länger nicht nur durch ihr Hin- und Herlaufen aufgefallen war, um ihre Begleitung zu bitten, da F. nicht zu sehen war. Plötzlich kam die 'Läuferin' unversehens auf mich zu, strahlte mich an und gab sich als F. aus. Mir fiel ob dieser Geschichte außer Kopfschütteln gar nichts ein, ich war jedoch auch froh, dass die Fremde und F. ein und dieselbe, durchaus attraktive, Person waren und damit zumindest mein Nachmittag gerettet schien.

Ich fing an zu spielen, und aus den geplanten zwei wurden über 10 Songs, was Passanten durchaus als kostenlose Unterhaltung zu schätzen wussten. Dass wir beide dabei so nahe beieinander gesessen hatten, dass zwischen uns kein Blatt Papier mehr gepasst hätte, merkte ich erst beim Aufstehen. Plötzlich kam F. auf die Idee, mit mir den Michel zu besichtigen, was ich begeistert aufnahm. Voraussetzung war für mich als alten Sportler allerdings, dass die Spitze zu Fuß erklommen werden musste, was F. auch tapfer schaffte. Oben erwartete uns eine steife Brise bei stahlblauem Himmel, was einen wunderschönen Blick weit über unsere Lieblingsstadt Hamburg ermöglichte. Wir wollten jedoch noch höher hinaus und erklommen eine weitere, jedoch nur etwa 5 Meter hohe Wendeltreppe, die ziemlich wenig Platz zum Verweilen bot, so dass wir eng zusammenrücken mussten (durften oder gar wollten?).

Wie auch immer, es floss Strom zwischen uns und tut das seit nunmehr fast 7 Monaten. Zwei 'Schützen', die von Tag zu Tag mehr Gemeinsamkeiten entdecken, haben sich gegenseitig ganz vorsichtig und langsam das Vertrauen in die Menschen und das Leben zurückgegeben. 'Dem anderen viel Raum geben' ist eine gerade bei Parship oft zitierte Absicht, die wir nach wie vor in die Tat umsetzen (müssen), um dem Partner nicht die Luft zum atmen und dem 'Schützen' nicht seinen verbliebenen Rest von Freiheit zu nehmen."

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