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Erfolgsgeschichte

Betty (35) und Lars (40)

Betty (35, Fotografin) aus Hessen traf mit PARSHIP.de Lars (40, Publizist) aus Nordrhein-Westfalen. Sie hat uns geschrieben (Namen geändert):

"Eigentlich passte gar nichts zusammen. Ich in Frankfurt, er im Ruhrgebiet. Allzu viele Matching-Punkte waren es auch nicht. Nur die Berufe wiesen Ähnlichkeiten auf: beide selbstständig, im kreativen Medienbereich tätig. Und irgendwie war sein Portrait nett und ungewöhnlich, und was sollte schon passieren? Ich hatte schon andere Kontakte, Mails flogen im weiten www hin und her, also entschloss ich mich, ihn anzuschreiben. Unverbindlich, just to say: 'Hello'. Man sollte gerade diesen ersten Schritt ernst, aber halt nicht zu ernst nehmen. Es geht keine Welt unter, wenn keine Antwort erfolgt.

Aber Bedenken dieser Art waren in diesem Fall gar nicht vonnöten. Es kam eine Antwort, die der Beginn von weiteren Fragen und Antworten war. Ein Abtasten, ein Annähern, Ausloten. Irgendwann kam der Vorschlag von ihm, zu telefonieren. Die Mails ließen nach, die Abendstunden am Telefon nahmen zu. Selbst meine Lieblingsfernsehserie ließ ich dafür sausen. Stimme ist etwas Wichtiges, verbindlicher als bloß ein elektronisch regeneriertes Wort auf einem flackernden Bildschirm. Und wir mochten unsere Stimmen sofort, kann ich heute sagen. Wir redeten, erzählten, räsonierten, brachten uns zum Lachen, scherzten, lamentierten, flüsterten und fabulierten. Die Stimme sagte 'Guten Morgen' und 'Gute Nacht'. Sie war so konkret und Bestandteil eines neuen euphorischen Lebensgefühls, dass der nächste Schritt fast etwas ängstlich angegangen wurde. Von uns beiden. Sollten wir uns sehen? Wann und wo?

Die Lösung entstand diplomatisch: Wir trafen uns auf der Hälfte des Weges auf einer Raststätte an der A5: Raststätte Siegerland. Nicht unbedingt ein Ort für romantische Treffen. Und so changierte das erste Treffen zwischen einem geheimen Treffen in einem Spionage-Thriller und einer kuriosen Situation aus einem kleinen amerikanischen Independent-Film. Im Raststätten-Gasthof tranken wir einen Kaffee und vermieden, uns anzusehen. Gegenüber saß eine Familie mit Kindern und stopfte sich lustlos mit Pommes und Currywurst voll, die Töne der Tischdecke waren beige und das Ambiente seltsam. War das die Stimme neben mir? Und warum gehörte da plötzlich ein Mensch zu? Wir verließen den Ort, fuhren durch das Siegerland und gingen spazieren im Grünen. Langsam wich die Fremdheit dem Vertrauen und Vertrauten. Wir fanden unseren Rhythmus wieder, schlenderten durch den Tag. Es war nichts verloren, nichts zu Ende, sondern ein Beginn. Das war uns klar, als wir an diesem Abend noch einmal in getrennten Richtungen mit unseren Autos davonfuhren.

Am nächsten Tag beendete ich meine Parship-Tätigkeit. Eine Woche später fuhr ich ihn besuchen, danach kam er zu mir. Seitdem sind einige Wochen vergangen, und es fühlt sich gut an."