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Erfolgsgeschichte

Dietmar (54) und Gabriella (50)

Dietmar (54, Pfarrer) aus Nordwestdeutschland traf mit PARSHIP Gabriella (50, Pflegedienstleitung) aus Bern. Die beiden haben uns geschrieben (Namen geändert):

"Es fing mit einer kleinen Unwahrheit an, nämlich mit Dietmars Profil. Er ist Pfarrer und befürchtete, dass diese Berufsbezeichnung bei der Vorstellung zu unliebsamen Überraschungen führen könnte. Also schrieb er stattdessen 'Orientalist' in die entsprechende Spalte. Schließlich war er auf seinen Studienreisen öfter im Orient gewesen, so dass dies nicht so ganz falsch war.

Und tatsächlich, es dauerte gar nicht lange, da schrieb eine Schweizerin eine kurze Antwort. Sie sei am Orient, nicht aber an einer festen Beziehung interessiert, und an einer Fernbeziehung erst recht nicht. Wenn Dietmar sich darauf einlassen könne, dann würde sie sich über ein paar orientalische Impressionen sehr freuen.

Dietmar packte seinen ganzen Mut zusammen und gestand sofort in der Antwortmail, dass er die Wahrheit ein bisschen zurechtgebogen hatte, nannte die Gründe und bat um Verständnis. Ansonsten sei er aber gerne bereit, zwar nicht gerade die Märchen aus 1001 Nacht fortzuschreiben, aber immerhin von seinen Reisen und Erfahrungen im Orient zu erzählen.

Ihr könnt Euch vorstellen, dass er die Antwort mit großer Spannung erwartete. Um so größer war die Freude, als er lesen durfte, dass Gabriella nichts gegen die Flunkerei einzuwenden hatte. Und so entwickelte sich ein reger Austausch an Berichten und Erzählungen aus verschiedenen orientalischen Ländern. Es dauerte nicht lange, da reichte der Platz im Parship-Briefformular nicht mehr aus. Wir tauschten unsere E-Mail-Adressen aus, und nun gab es kein Halten mehr: immer länger wurden die Briefe, mehr und mehr flochten wir persönliche und alltägliche Erfahrungen ein. Schließlich hielten wir uns mit mehreren Mails am Tag auf dem Laufenden, was wir taten, was wir erlebten, was wir dachten ...

Gabriella war es dann, die als Erste zum Telefonhörer griff. Das war ein besonderer Moment für uns beide: kannten wir bisher voneinander nur Satzbau, Vokabular und eben das, was wir bisher in unseren Mails einander offenbart hatten, so kam nun die Stimme dazu. Es prickelte ganz schön, denn was wir jeweils zu hören bekamen, war überaus angenehm. Ja, wir können sagen, dass wir uns zuerst in die Schreiberin, den Schreiber verliebten und dann in die Stimme.

Kurz vor Weihnachten war es wiederum Gabriella, die die Initiative ergriff und sich kurz entschlossen auf den Weg zu Dietmar machte. Nach zehn Stunden Zugfahrt wurde dann auf dem Bahnsteig aus der Schreiberin, dem Schreiber und der Stimme eine wirkliche Person, liebenswert und liebenswürdig.

Tja, und seitdem sind wir zusammen. Zwar liegen nach wie vor fast 1000 Kilometer zwischen uns. Hauptsächlich telefonieren wir, schreiben Mails und versuchen, so oft es geht, uns gegenseitig zu besuchen. Die Telefon- und Bahngesellschaften machen wegen uns vermutlich seit Dezember 2008 Rekordumsätze. Und die Zukunft? Wir nähern uns an, hoffentlich auch räumlich; ein Umzug ist nicht mehr ausgeschlossen."

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