"Ich bin im Februar 2002 beim Surfen über PARSHIP gestolpert und habe zunächst eher halbherzig den Test gemacht, mir noch nicht mal die Testergebnisse angesehen. Im Juli bin ich dann mehr oder weniger zufällig abermals auf PARSHIP gestoßen und doch wieder auf die Seite gegangen. Ich habe dann den Test noch mal bewusster und ehrlicher ausgefüllt, denn beim Nachlesen meines ersten Persönlichkeitsprofils hatte ich festgestellt, dass mein Wunsch nach Partnernähe mit nur 72 überhaupt nicht meinem tatsächlichen Gefühl entsprach. Auch wenn natürlich in dem neuen Test nicht alles hundertprozentig hinkam, so hatte sich doch gerade beim Wunsch nach Partnernähe eine erhebliche Änderung ergeben, nämlich ein Wert von nunmehr 114, der meinem tatsächlichen Empfinden eher entsprach: Das ergab schon ein erstaunlich stimmiges Bild. Ich hatte bis dahin mehrere Partnervorschläge mit bis zu 86 Matching-Punkten in meiner Match-Box - und das Faszinierende war, dass mir fast nur Lehrerinnen, Ärztinnen und Psychotherapeutinnen vorgeschlagen wurden. Kontakte aber haben sich trotz der hohen Punktzahl vorerst nicht ergeben.
Mitte August bekam ich dann ein Kontaktgesuch, das mich neugierig machte. Obwohl nur 58 Matching-Punkte angezeigt wurden, hatte ich gleich ein gutes Gefühl. Ihre Einträge in der Rubrik 'Ich über mich' haben mir einfach gefallen. Besonders, dass sie so großen Wert auf Freunde und Familie und eine aktive Freizeitgestaltung zu legen schien.
Die Antwort auf meine Nachricht kam sehr schnell, wir mailten hin und her und stießen dabei auf einen merkwürdigen Zufall nach dem anderen: Wir sind beide Grundschullehrer, ich habe drei Söhne und Helga - so heißt sie - drei Töchter, ihre Älteste ist genauso alt wie mein Mittlerer ... Wir sind beide von Anfang an sehr offen mit unserer familiären Situation umgegangen - Helga hatte ihren Mann erst zwei Jahre zuvor verloren, und meine Frau ist 1996 gestorben.
Eine Woche nach der ersten Kontaktaufnahme, am 25. August, ergab es sich, dass ich zufällig in Köln zu tun hatte. Ich wollte mir dort unbedingt die noch letztmalig geöffnete Matthew-Barney-Ausstellung ansehen, und da Helga ganz in der Nähe von Köln wohnt, haben wir uns natürlich verabredet - obwohl sie nach eigener Aussage für 'so etwas Modernes' nicht viel übrig zu haben glaubte. Wir trafen uns am Kölner Hauptbahnhof. Merkwürdigerweise erkannten wir uns gleich, sie kam auf mich zu, nahm mich in den Arm - der Funke ist eigentlich schon beim ersten Blickkontakt übergesprungen. Wir besuchten dann die Ausstellung, die sie im Nachhinein auch sehr angesprochen hat - und das war's! Wir haben das beide von Anfang an als sehr intensiv empfunden. Bereits nach kurzer Zeit war klar, dass wir uns auf jeden Fall wieder sehen wollten, und so trafen wir uns schon am darauf folgenden Mittwoch - diesmal bei ihr u. a. zum Schwimmen in einem nahe gelegenen Baggersee. Seitdem sehen wir uns so oft wie möglich, das heißt, fast jeden Mittwoch und fast jedes Wochenende, besuchen uns abwechselnd und unternehmen kurze Reisen in den Schwarzwald oder nach Berlin.
Schnell stellte sie mir ihre Töchter vor und ich ihr meine Söhne, inzwischen haben sich die Kinder sogar untereinander kennen gelernt. Ihre Töchter hatten zunächst Probleme damit, dass Helga - wie sie fanden - so kurz nach dem Tod ihres Mannes eine neue Beziehung eingegangen ist, aber unsere Liebe hat darunter nicht gelitten. Wir beide wissen, dass die Zeit für uns arbeitet. Natürlich denken wir auch darüber nach, irgendwann zusammenzuziehen und die 150 Kilometer, die uns derzeit trennen, auf Null zu verkürzen. Aber wir wollen das in Ruhe angehen und nichts überstürzen. Obwohl, vom Gefühl her spräche wirklich nichts dagegen - es brennt zur Zeit!"
Friedhelm (59), Grundschulleiter
Friedhelm und Helga baten uns einige Tage nach dem Interview, auch folgende Botschaft an die PARSHIP-Nutzer zu veröffentlichen:
"Wir möchten mit diesen Zeilen allen PARSHIP-Mitgliedern Hoffnung machen, dass nicht unbedingt die Anzahl der gemeinsamen Matching-Punkte entscheidend ist. Wie unser Fall zeigt, waren es trotz niedriger Punktzahl die persönlichen Empfindungen, die bei unseren anfänglichen Mails beeindruckt und letztendlich den entscheidenden Hinweis auf eine möglicherweise positive Zukunft gegeben haben. Gerade aus diesem Grund möchten wir PARSHIP danken, das wir als eine sehr seriöse Einrichtung wahrgenommen haben und nur positiv weiterempfehlen können.
Viele Grüße
Friedhelm und Helga"