"Es war Anfang Dezember 2006, als ich mich bei Parship anmeldete. Ein knappes Jahr zuvor hatte sich mein Partner von mir getrennt, und ich bin nicht der Typ, der gerne allein ist. Allerdings war mir zu viel Nähe auch nicht recht, und so wünschte ich mir eine Partnerschaft, in der jeder seinen eigenen Freiraum hat und in der ich auch noch genügend Zeit für meine 8-jährige Tochter haben würde. Ich war schon in einer anderen Partnerbörse aktiv gewesen, hatte auch 3 Dates, die allesamt sehr nett, aber auch nicht mehr waren. Irgendwie wollte ich eine speziellere Auswahl, und so kam ich zu Parship.
Erwartungsvoll beantwortete ich dort die zahlreichen Fragen im Vorfeld und erkannte mich in der anschließenden Charakterisierung auch ziemlich wieder. Bald trafen die ersten Partnervorschläge ein. Besonders angenehm fand ich es, dass die Vorschläge mit Zeichenkombinationen versehen waren und nicht wie bei anderen Internetbörsen mit Nicknamen, die einen dann schnell einen falschen Eindruck bekommen lassen. Bei Parship hat man selbst die Möglichkeit, einem Vorschlag einen eigenen Namen zu verpassen, um sich so einen Überblick zu verschaffen.
So hatte ich schnell ein paar nette Kontakte, mit denen ich in Mailverkehr trat. Alles sehr schön, und mit Sicherheit würde ich mich auch mit dem einen oder anderen treffen wollen. Schließlich landete eine Kontaktanfrage in meinem Maileingang, die mich neugierig machte. Michael schrieb: '54% MP, nur eine Brezel bei Persönlichkeit und ein Blitz - wollen wir herausfinden, was dieser Blitz zu bedeuten hat?' Durch eine technische Panne wurde Michael, den ich schon vorher mit einem Favoritenblümchen gekennzeichnet hatte, bei mir allerdings sogar mit 62% MP angezeigt - ein wunderbarer Anknüpfungspunkt (mittlerweile längst korrigiert). Ein bemerkenswerter Mailverkehr begann.
Wir schrieben uns vom 12.12.06 an 10 Tage lang jeden Tag eine Mail, jeden Tag wurde diese länger und ausführlicher, jeden Tag wurde sie vertrauter, und jeden Tag wurde uns flauer im Magen. Ich vertröstete alle anderen Kontakte, um mich ganz auf Michael konzentrieren zu können.
Hatten wir uns noch in den ersten Mails versichert, nicht an Liebe auf den ersten Blick zu glauben, sondern daran, dass man sich langsam kennenlernen muss und dann vielleicht irgendwann einmal aus Zuneigung Liebe werden kann, waren wir nach einer Woche beide davon überzeugt, den Partner fürs Leben gefunden zu haben. Aber natürlich haben wir uns gegenseitig beschwichtigt, weil so was ja gar nicht sein kann. Wir sind schließlich beide über 40, haben jeder eine gescheiterte Ehe hinter uns, und überhaupt wollten wir uns nicht so sehr in diese Sache hineinsteigern. Um uns nicht schon in den Mails unsere Liebe zu gestehen, mussten wir uns also schnellstmöglich treffen, um wieder ein wenig auf den Boden zurückzukommen.
Da Michael quasi aus einem Nachbarort kam, war es kein Problem, einen geeigneten Treffpunkt zu finden. Ein nettes Bistro in einem idyllischen Ort, der von unseren Heimatorten nur jeweils drei Kilometer entfernt war. In unserem 7. Mail haben wir dieses Date ausgemacht und hatten dann noch 3 unendlich lange Tage hinter uns zu bringen. Die Wartezeit füllten wir mit seitenlangen Mails aus. Wir erzählten einander, wie verrückt wir doch waren, dass wir es einfach nicht lassen konnten, uns so wahnsinnig große Hoffnungen zu machen, und versuchten uns immer wieder gegenseitig zu beruhigen, was allerdings überhaupt nicht gelang.
So stand ich dann am 22.12.2006 um 20:00 Uhr mit weichen Knien, zitternden Händen und bis zum Hals klopfendem Herzen vor dem Lokal unserer Wahl und wartete auf ihn. Er kam breit lächelnd über den Parkplatz geschlendert, ich ging auf ihn zu, und es ist tatsächlich passiert, was ich niemals geglaubt hätte, dass es das gibt: Wir haben uns auf den ersten Blick ineinander verliebt. Wir haben uns angesehen, uns umarmt, geküsst und sind anschließend Hand in Hand in das Bistro gegangen. Dort haben wir uns vier Stunden lang ungläubig in die Augen geschaut und über diese wahnsinnigen Gefühle gesprochen. Wir konnten uns kaum trennen und haben uns sofort für den nächsten Tag verabredet, damit unsere Kinder sich kennenlernen können. Wir sind also ins Kino gegangen in einen Familienfilm, Michaels 12-jähriger Sohn und meine 8-jährige Tochter haben sich sofort gut verstanden.
Dann war Weihnachten, und wir mussten 2 Tage aufeinander verzichten, da wir anderweitig verpflichtet waren. Am zweiten Weihnachtstag haben wir uns endlich wiedergesehen, und Michael wurde gleich meiner Mutter vorgestellt. Bereits da sprachen wir vom Zusammenziehen. Wir wussten nur noch nicht genau, wie wir das den Kindern so schnell schmackhaft machen konnten.
Michael lacht heute noch oft über eine SMS, die ich ihm am 3. Tag geschickt habe. Ich schrieb ihm: 'Jetzt planen wir ein gemeinsames Leben und hatten noch nicht einmal Sex, wir sind ein bisschen verrückt, oder?'
Dann kam der Jahreswechsel, und leider hatte ich bereits für Silvester einen Centerparcs-Urlaub gebucht, und Michael war ebenfalls verplant. So mussten wir uns am 29.12. für endlose 5 Tage voneinander verabschieden. Wir haben uns ellenlange SMSse geschickt und auch diese Zeit irgendwie rumgekriegt. Als wir uns endlich wieder in die Arme fielen, war es sonnenklar, dass wir so schnell wie möglich zusammenwohnen wollten. Da bei mir mehr Platz und Michaels Sohn einverstanden war, zogen die zwei am zweiten Januarwochenende bei uns ein. Michael hat seine Doppelhaushälfte verkauft, und wir planen mittlerweile ein Haus auf dem Grundstück, welches ich bereits vorher gekauft hatte. Ursprünglich hatte ich vor, dort ein Haus für meine Tochter und mich zu bauen, aber tief im Innern war mir immer klar, dass ich das eigentlich lieber mit dem passenden Partner tun würde.
Wie passend ein Partner sein kann, das weiß ich allerdings erst jetzt. Und es vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht darüber freue, wie wunderbar mein Leben sich gewendet hat. Wie erfüllend und einfach eine Partnerschaft sein kann. Wir verstehen uns so hervorragend, dass es uns manchmal fast ehrfürchtig macht, und auch wenn wir es fast nicht glauben können, so wird es sogar mit jedem Tag noch ein bisschen wundervoller.
So langsam haben sich auch unsere Freunde und Verwandte von dem Schreck erholt. Gerade ich, die ich immer viel Zeit für mich alleine brauchte und am liebsten ein eigenes Schlafzimmer wollte oder sogar getrennte Wohnungen, hatte mich Hals über Kopf auf eine intensive Nähe eingelassen. Und Michael, der wie ich felsenfest überzeugt war, dass man sich erst langsam kennenlernen muss, hatte alle Bedenken über Bord geworfen. Aber wenn es passt, dann ändert sich vieles. Und es könnte nicht besser sein. Wir waren Ostern zu zweit in Berlin, waren gemeinsam mit den Kindern über Pfingsten im Centerparc, und die gemeinsamen Ferien sind auch schon geplant, da wir auch im Urlaub hervorragend miteinander harmonieren.
Danke Parship für die unterschiedliche Matching-Punktvergabe, die uns neugierig gemacht hat! Was der Blitz zu bedeuten hat, wissen wir beide übrigens inzwischen ganz genau. Er ist die Antwort auf meine Frage in der SMS, die ich Michael am 3. Tag geschrieben habe. Und in dem Bereich ist ein Blitz eine wunderbare Sache ... ;-)"
Carina und Michael haben am 13. Juni 2008 geheiratet - das gesamte PARSHIP-Team gratuliert sehr herzlich!