Annika:
"Wieder einmal verstand ich die Welt nicht mehr. Nach einem erneuten Versuch, einen Partner zu finden, wurde ich wieder fallen gelassen. Er hatte nur seinen Nutzen daraus gezogen. Also dachte ich mir, was soll es, dann stürze ich mich halt jeden Tag wieder 12 Stunden in die Arbeit. Da komme ich wenigstens nicht ins Grübeln ...
Eines Abends saß ich dann zu Hause vor dem PC und sah meine Nachrichten bei PARSHIP durch: Kontaktgesuch: Hallo Du, wäre bereit, Dir jeden Morgen einen Milchkaffee zu machen, damit wären die Grundvoraussetzungen gegeben ;-) Grüße, Steffen Ich musste schmunzeln und habe geantwortet. In meinem Profil stand nämlich, dass ich auf Milchkaffee niemals verzichten möchte ... Nach jedem langen Arbeitstag freute ich mich schon auf meine Nachrichten von Steffen. Er holte mich immer wieder zurück in die Realität und zeigte mir, dass es noch etwas anderes außer Arbeit gibt.
Dann kam eine Zeit, wo mal wieder super viel los war auf der Arbeit und ich mich wieder drauflos stürzte, um alles andere zu vergessen. Da habe ich es leider nicht geschafft zu antworten. Aber selbst da gab Steffen nicht auf und schrieb: Erde an Annika - er lässt die Enterprise nach mir suchen. Ich antwortete also wieder regelmäßig und arbeitete etwas weniger. Nach dem ersten Telefonat musste ich schon die ganze Zeit an ihn denken und die SMS, die wir austauschten, waren super schön (habe ich heute noch). Dann war es so weit, und das erste Treffen stand vor der Tür. Ich glaube, ich habe mich ungefähr 12 Mal umgezogen, um letztendlich dann doch das anzuziehen, was ich als Erstes schon anhatte.
Und dann war der Moment da. Wir standen uns gegenüber. Mein Herz klopfte wie wild. So sprachlos kannte ich mich gar nicht. Aber nach der anfänglichen Stille hatten wir uns so viel zu erzählen, dass der Abend viel zu schnell vorbei war. Auf dem Weg nach Hause überlegte ich mir, wie es wohl weitergeht, und war etwas enttäuscht, dass wir keinen Termin für das nächste Treffen ausgemacht hatten. Und wieder dachte ich, soll das alles gewesen sein? In dem Moment bekam ich eine SMS: War nett Dich kennen zu lernen. Weiter fragte er, ob ich morgen Abend schon was vorhätte.
Und so fuhr ich, gegen all meine Prinzipien, dass man sich schon beim zweiten Abend bei einem zu Hause trifft, zu ihm, um zusammen Pizza zu machen. Sein Hund begrüßte mich als Erstes. Wie sich herausstellte, war ich die Erste, die er nicht angebellt hatte. Es war ein sehr schöner Abend, und obwohl wir uns beim Pizzateigmachen vertan hatten, war es die leckerste Pizza, die ich je gegessen habe. Nach einem viel zu kurzen Abend (obwohl es schon halb fünf morgens war ) fuhr ich nach Hause und bekam eine SMS, ich hätte die CD bei ihm vergessen, er könne sie mir aber nächste Woche vorbeibringen.
So vergingen ein paar Treffen und in der Nacht zum 1.12. bekam ich einen Adventskalenderkuss. Seit dem Tag sind wir unzertrennlich und haben schon 2 Urlaube miteinander verbracht. Ich habe meinen 12-Stunden-Job gegen einen 8-Stunden-Job eingetauscht, tatsächlich für das gleiche Geld.
Aus mir ist wieder die alte fröhliche Annika geworden, denn die viele Arbeit hatte es geschafft, dass ich ein Burn-out-Syndrom bekommen hatte. Steffen hat mich aufgefangen, und wir genießen unser Glück ab 1.8.2008 in einer ersten gemeinsamen Wohnung. Danke an Parship und danke an Steffen für ein neues Leben. Danke, dass es Dich gibt."
Steffen:
"Eigentlich hatte ich alles andere vor, als mich nach den ganzen Enttäuschungen neu zu verlieben. Aber um auf andere Gedanken zu kommen und aus Frust, habe ich mich doch dazu entschlossen, mich Anfang November bei Parship anzumelden. Ich hatte erst vor ein paar Tagen von Parship gehört, und es hat sich ehrlicher angehört als andere Partneragenturen. Also habe ich mich angemeldet und mein Schicksal nahm seinen Lauf .. Drei Tage später bin ich auf ein interessantes Profil gestoßen und habe im Gegensatz zu den anderen Kontaktanfragen ganz lustig und ohne Zwang mal angefragt.
Es kam eine genauso lustige Nachricht zurück. Zwar mit vielen Rechtschreibfehlern, aber es stellte sich heraus, dass Annika immer zu schnell tippt und Buchstabendreher im Wort hat. Das hat das Ganze natürlich noch interessanter gemacht. Wir hatten viel Mail-Kontakt, wobei ich allerdings das eine Mal darum kämpfen musste, Antwort zu bekommen :-).
Nach 3 Wochen kam es dann nach zig Telefonaten und zig schönen SMS zum 1. Treffen. Eine sehr lustige, aufgeschlossene und etwas aufgedrehte (im positiven Sinne) Person hat mich begrüßt und mich sofort zum Lachen gebracht. Da war sofort etwas Vertrautes. Wir waren beide super nervös, und zwar so sehr, dass wir erst mal 3 Runden durch die Düsseldorfer Altstadt gelaufen sind, bevor wir uns entschlossen haben, ins Irish Pub zu gehen. Das erste Treffen war viel zu schnell vorbei, bzw. die Zeit ist viel zu schnell vergangen.
Aber es folgten noch weitere Treffen. Und da keiner von dem anderen weggehen wollte, sind wir regelmäßig auf der Couch eingeschlafen. Was so geblieben ist, allerdings schlafen wir nun zusammen in einem gemeinsamen Bett und ab dem 1.8.2008 in unserer gemeinsamen Wohnung, für immer."