"Liebes Parship-Team,
zum Thema Erfolgsstorys kann ich auch ein paar Zeilen beitragen: Mein Abo lag in den letzten Zügen, und ich dachte: 'So, altes Mädel, nun mal hurtig.' Klick noch ein paar Zweite-Wahl-Fälle an. Hab mein Suchgebiet also um alles, was nach meinem damaligen Verständnis 'nahe' Sachsen lag, erweitert. Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Bayern, Berlin. Nicht ahnend, wie groß zum Beispiel Hessen sein kann.
Dann schrieb 'Er'. Aus Darmstadt. Mein Gott, Darmstadt - das ist doch weit! (Anm.: Das ist es auch jetzt noch). Sein Bild war eine Katastrophe. Finster dreinblickender Mann auf Couch. Die Briefe: Dreisätzer. Und trotzdem, liebe Parshiper, ich kann nicht sagen, warum, ich hatte so ein Gefühl ... (oder war es nur die Verzweiflung nach den vorherigen Erfahrungen mit gelegentlich seeehhr seltsamen Kandidaten - romanreif). Wie dem auch sei. Er kam nach Leipzig. Das ist doch schließlich auch der Sinn der Übung, oder?!
Wir haben einfach an dem Wochenende ein paar schöne Dinge unternommen. Es ging alles so wunderbar seltsame Wege. Angefangen von der kleinen Pension in meiner Straße. Nie zuvor war sie mir aufgefallen. (Er musste ja schließlich irgendwo schlafen. Ich warne vor Gästezimmern.) Ich hatte Karten fürs Sommertheater besorgt. Wir saßen direkt neben einer Mandantin von mir! Unvorstellbar! Du gehst am ersten Abend aus, und dann so was. Davon, dass ich haargenau in dem Augenblick, als er an meiner Tür klingelte, gerade noch schnell ein paar Blumen holen war, will ich lieber gar nicht reden. (Mann fährt 400 km, um Frau zu treffen. Frau nicht da.)
Das ist jetzt über ein Jahr her. Wir haben beide in eine Bahncard investiert. Gerhard ist durch mich zum Bahn-Komfort-Kunden geworden (lach). Mein Leben hat eine völlig neue Qualität gewonnen. Nie hab ich mich so wohl gefühlt wie jetzt. Ich hab den wunderbarsten Mann der Welt erwischt. Ist das nicht unglaublich?! Irgendwo auf der Welt hat er auf mich gewartet. Versteckt hinter einer Buchstaben-Zahlen-Kombination.
Petra"
Petra (49), Steuerberaterin