PARSHIP > Liebesgeschichten > Es war der Gipfel

Baden-Württemberg

Ulrike (46) und Röbi (49)

Ulrike (46, Assistentin Marketing/Vertrieb) aus dem Breisgau traf mit PARSHIP.de den Schweizer Röbi (49, selbstständig). Sie hat uns geschrieben:

Ulrike und Röbi Ulrike und Röbi  –   © privat

"Eine weltoffene Frau und Freundin von mir (64 J.) riet mir nach schwierigen Zeiten, endlich einen Partner zu finden. Wie, bitte schön, soll das Projekt umgesetzt werden? Sie legte mir recht deutlich nahe, die einzige vernünftige Chance sei ein Internet-Portal. Klasse, super - ich hatte aber keine Lust, mich entsprechend zu präsentieren.

Es brauchte seine Zeit, bis ich anfing, mich auf das 'Finden' über das Internet einzulassen. Die ersten beiden Anbieter von Partnerschafts-Portalen fielen nach kurzer Zeit aus - zu platt, zu einfach empfand ich das. Dann probierte ich es bei parship und war sehr angetan, ich fühlte mich und meine Privatsphäre geschützt. Schließlich brauchte ich nur so viel von mir preiszugeben, wie ich wollte. Den schriftlichen Test gleich zu Beginn habe ich ziemlich cool 'hinter mich gebracht' - das Ergebnis verblüffte mich dann doch, da las ich tatsächlich meine Stärken und Schwächen heraus. So entschloss ich mich - aus gutem Gefühl - gleich zur Premium-Mitgliedschaft, - und nach kürzester Zeit sollte sich mein Leben ändern. Natürlich fing mit Röbi alles ganz locker mit dem Mailen an. Die Interessen zeigten Gemeinsamkeiten, auch unsere Familienverhältnisse schienen geklärt. Interessant fand ich, es mit einem Vater von bereits großen Kindern zu tun zu haben. Neugierig war ich auf so manche Antwort auf die Fragen in seinem Profil.

Ganz schnell fragt mich Röbi nach dem ersten 'Abchecken' per E-Mail, ob ich mit ihm eine gemeinsame Wanderung mit Gipfelbesteigung unternehmen möchte, es bliebe genug Zeit, ihn näher kennen zu lernen. Nanu, dachte ich, ist ganz schön direkt, der Gute - ich weiß nicht, was in mir vorging, ich antwortete cool: Was, wann, wo und wie ... Ob er mein Typ war? Ein bisschen vielleicht ... So ganz? Na ja, ich war für meine Verhältnisse erstaunlich offen ... was bestimmt auch an seiner feinsinnigen Art lag, wie sehr er auf den Inhalt meiner Mails einging und wie gut er mein Parship-Profil studiert hatte. Daraus entspann sich eine Story, wie wir sie aus Rosemunde Pilchers Romanen kennen, mit großartiger Kulisse und Landschaftsaufnahmen ... Eine Verquickung von ungewöhnlichen Momenten, Situationen schenkte uns ein unvergessliches Kennenlern-Wochenende in den Tessiner Alpen: Wir verabredeten uns zu unserem ersten Treffen - wir hatten vorher zweimal telefoniert - in einem kl. Ort vor dem Gotthardtunnel (CH). Mit Herzklopfen fragte ich mich fünf Minuten vor unserer Verabredung kurz, was mich wohl zu dieser mutigen - verrückten - Tat bewog: Es war mein gutes Bauchgefühl, meine Intuition stimmte, ich hatte keine Ansprüche, ich konnte ja schließlich immer noch Nein sagen und den Rückzug antreten. Aber so weit sollte es nicht kommen ...

Am verabredeten Parkplatz, wo wir ein Auto stehen ließen, um dann gemeinsam weiterzufahren, traf ich auf einen lachenden Kerl, der mir sofort sympathisch war. (Ich sms’te meiner Freundin, die eingeweiht war: Alles OK, Chemie stimmt!) Wir begrüßten uns herzlich lachend - vertraut? -, als kannten wir uns schon. Und so ging es die ganze Zeit weiter ... Unsere ursprünglich geplante Wanderung, die zu einer Bergtour mutierte - sie war spontan wetterbedingt einen Tag vorher übers Internet gezogen - führte uns mit 1200 m Höhenanstieg auf eine Hütte, die zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen hatte und nur für Selbstversorger offen war. (Das war uns zu Beginn so nicht bewusst). Und da die Wetterprognosen für Samstag nicht optimal waren, waren wir die einzigen Wanderer, die diese Hütte aufsuchten ...

Es gibt fast keine bessere Aktion, wie sich beim Spazierengehen zu unterhalten - wir hatten die Steigerung gewählt: Mit Rucksack Verpflegung bewegten wir uns zwischen Himmel und Maggiatal. Wir beide waren total hingerissen, von der Landschaft, wir hatten supertolle Gespräche, und wir beide freuten uns über unsere gemeinsame Passion 'Bewegung unter freiem Himmel'. Wir verabschiedeten uns nach dem Wander-Wochenende und waren übervoll von Eindrücken, so dass wir vor lauter Hier-und-Jetzt-Gefühlen und -Eindrücken gar nicht an die Zukunft, geschweige denn an ein weiteres Verabreden dachten. Uns fehlten die Worte ...

Danach war nichts mehr, wie es war. Eine wunderbare Zeit begann. Der räumliche Abstand von zwei Autostunden ist für uns kein Hindernis, jeder geht unter der Woche seiner Arbeit, seinen Hobbys nach. Wir erleben die gemeinsame Zeit als sehr frei und unkompliziert - wir haben uns Freiräume 'reserviert' und sind glücklich."

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