Frank (40, Ingenieur) aus Darmstadt traf mit PARSHIP.de Christina (42, Reiseverkehrskauffrau) aus Bad Homburg. Beide haben uns geschrieben, was ihnen während ihrer ersten Kontaktaufnahmen durch den Kopf ging:
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Christina: "Nun halte ich mich hier bei Parship schon so lange auf. Ich lasse den Monat noch auslaufen und gebe die Suche auf diesem Weg dann endgültig auf. Es hat einfach nicht sollen sein. Frank: Jetzt bin ich 40 geworden und hab immer noch nicht die Richtige gefunden. Die Ratschläge meiner Freunde, doch mal übers Internet zu suchen, hab ich als Höchststrafe empfunden und bisher ausgeschlagen.
Aber wenn ich meinen Zustand wirklich ändern will, muss ich etwas tun. Als Ziel hab ich mir ‚Planungssicherheit‘ gesetzt: Innerhalb eines halben Jahres entweder die Richtige zu finden oder ganz klar mein restliches Leben als Single zu akzeptieren. Also probiere ich es doch mal bei Parship: Ein halbes Jahr – entweder es klappt oder das war's! Kaum angemeldet, werde ich mit Kontaktanfragen überschüttet, obwohl ich noch nicht mal mein Profil vervollständigt habe. Seltsam, aber doch logisch; die Datenbank hat ein neues Mitglied und informiert unzählige mögliche Partner über einen neuen Kandidaten. Und einige von denen reagieren eben sofort. Egal, ruhig bleiben, erst mal mein Profil vervollständigen; es soll ja aussagekräftig sein und auch als Filter dazu dienen, unpassende Damen ‚abzuschrecken‘, um keine Zeit mit der Falschen zu verschwenden. Einen Tag später bin ich soweit und gehe auf die Suche. Zahlreiche Profile finde ich sehr enttäuschend, da sie recht lieblose Einträge enthalten, wie z. B. ‚Was Du über mich wissen solltest: Das finde mal selbst heraus...‘. Danke, die Nächste bitte. Oder die erste Kontaktaufnahme aus dem Nichts mit ‚Hi, hier meine Fotos, gefallen sie Dir?‘. Doch dann ist da ein Profil mit einer extrem ausführlichen ‚Ich reagiere allergisch auf‘-Liste. Auch das restliche Profil ist sehr aussagekräftig gestaltet und ich muss einfach Kontakt aufnehmen. Also schicke ich ein Lächeln mit einem kleinen Text und hoffe auf eine Antwort...
Christina: Ein ‚Lächeln‘ mit einigen netten Zeilen in Bezug auf meine ‚Allergien‘ erreicht mich. Profil klingt sympathisch, jedoch, des Schreibens müde – anscheinend habe ich mich bei vorherigen Kontakten inzwischen ‚verausgabt‘ -, lächle ich, entgegen meiner sonstigen Prinzipien, ohne einen Text zurück. Soll er sich doch nochmal melden oder es halt bleiben lassen... Frank: Einen Tag warte ich jetzt schon. Was mache ich eigentlich mit den ganzen Anfragen, die ich bekomme? Soll ich mehrere Kontaktversuche parallel starten? Würde ja niemand mitbekommen. Irgendwie komisch, trotz der Anonymität, hätte ich da das Gefühl, fremd zu gehen. Ich warte also weiter... und werde mit einem Lächeln belohnt. Ein Lächeln, kein Text? Das soll alles sein? Etwas mehr Mühe hätte ich mir schon erhofft. Ich schau mir ihr Profil nochmals an und weiß, dass ich sie Kennen lernen möchte. Also schreibe ich noch eine Nachricht; diesmal mit einer konkreten Frage. Ja genau, da muss sie dann antworten. Das war mein Plan. Nach einer Stunde intensiven Überlegens, war sie dann da, die ‚perfekte‘ Frage an einem Montagabend: ‚Wie war Dein Start in die Woche?‘
Christina: ‚War bescheiden. Deiner?‘ Immer noch kein Interesse, ausführlicher zu schreiben. Hat ja sicherlich eh wieder keinen Sinn. Einfach mal ein bisschen Smalltalk und noch dazu die Frage, will ich das hier eigentlich alles. Dennoch schalte ich ihm mal meine Fotos frei. Vielleicht hat es sich damit dann ja eh erledigt und ich muss nicht enttäuscht sein, wieder einen halben Roman geschrieben zu haben.
Frank: ‚Es spricht...‘. Das kann sie aber sicherlich noch besser, oder jemand anderes hat ihr Profil geschrieben. Oh, ihre Fotos darf ich jetzt auch anschauen. Wow, ob sie tatsächlich jemand ist, deren innere Werte passen und trotzdem gut aussieht? Ich hake nach und berichte ihr von meinem Montag; außerdem gebe ich ihr meine Bilder auch frei. Christina/ Frank: Um es kurz zu machen. Ab diesem Zeitpunkt haben wir uns 20 ausführliche Emails, 205 SMS und 1.169 (!) Whatsapp gesandt - innerhalb von 8 Tagen, was entsprechende Müdigkeit und Verschleißerscheinungen verursachte (‚Zombiemodus‘). Danach täglich stundenlange Telefonate. Und beim ersten Treffen war quasi alles klar. Kurzzeitig kleine Aufregung, die sich dann aber verflüchtigte, da der Wohlfühleffekt Überhand gewann. Topf hat nun doch Deckel gefunden.
Fazit Christina: Das Beste, was mir passieren konnte! Fazit Frank: Anmeldung für sechs Monate, zwei Tage haben gereicht. Ergo, die beste Fehlinvestition meines Lebens.“