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Niedersachsen

Schweben auf Wolke 9

weiße Luftballons am Wolkenhimmel

Marie (67, Pensionärin) traf mit PARSHIP.de Frederic (70, ehemals technischer Leiter eines Theaters, jetzt ebenfalls Pensionär), der wie sie in Niedersachsen wohnt. Marie schreibt uns hier ihre Kennenlerngeschichte (Namen geändert):

„‚Wolke 9‘ ist ein Film über Liebe und Sex im Alter. Ungeschönt und doch sehr ergreifend zeigt er die unkonventionelle Liebesbeziehung zwischen einer 65-Jährigen und einem 76-Jährigen. Dieser Film hat mich beeindruckt, zeigt er doch , wie das Alter voller Möglichkeiten, voller Neuanfänge und voller Liebeserlebnisse sein kann, jenseits gesellschaftlicher Tabus und Vorurteile.


Dass es so etwas nicht nur im Film, sondern auch im wahren Leben gibt, durfte und darf ich - dank Parship – am eigenen Leibe erfahren.


Zur Vorgeschichte:


Im Jahre 2009 wurde ich Parshipmitglied und genoss während dieser halbjährigen Mitgliedschaft den regen Mailkontakt mit verschiedensten ‚Anwärtern‘ - mal lustig, mal tiefgründig, mal locker, mal ernsthaft, aber immer interessant. Es erschlossen sich mir dabei unterschiedlichste Charaktere, Lebenseinstellungen und Umfelder, die mir in solch komprimierter Form im normalen Alltag kaum begegnet wären. Insofern war dieses halbe Jahr eine fruchtbare Zeit, auch wenn ich dabei nicht den gesuchten Partner ‚gleich um die Ecke‘ für spontane Unternehmungen fand.


Ich gab meine Suche endgültig auf, registrierte aber halbherzig aus Neugierde die, trotz Kündigung, weiterhin eingehenden Partnervorschläge. Da geschah es! Im Januar 2010 sah ich den Film ‚Wolke 9‘. Unmittelbar danach stach mir ein Partnervorschlag ins Auge ‚Ich habe den Film Wolke 9 gesehen, er macht Mut.‘,  hatte Frederic geschrieben unter der Rubrik ‚Was ich gerade denke‘.


Spontan habe ich ihm darauf geantwortet, es begann ein intensiver, spannender und zunehmend inniger Mailwechsel. Voraussetzung war allerdings eine erneute Premiummitgliedschaft, bei deren Abschluss mir Parship mit einem Sonderangebot entgegenkam. Von daher war Frederic in jeder Beziehung ein echtes ‚Schnäppchen‘ - und was für ein wunderbares Schnäppchen ich mir da an Land gezogen hatte, würde sich in der Zukunft noch zeigen.


Logisch betrachtet stimmte nichts bei uns: Ich aus einem relativ konservativen Beamtenmilieu, er aus der Theater- und Künstlerszene - meine Biografie in eher geordneten Bahnen, seine Vergangenheit mit Irrungen und Wirrungen. Ich eher hektisch, er ruhig und gelassen. Ich eher bunt, er dezent einfarbig. Ich Nordseefan, er Südtirol-Liebhaber. Ich reise gern, er hat Heimweh. Ich radle, er wandert. Es sind 70 km zwischen uns und keiner bereit für endgültige räumliche Veränderungen…


Und dennoch, schon die ersten Mails zeigten, dass wir den richtigen Draht hatten, die richtigen Worte füreinander fanden. Sein phantasievoller Umgang mit Sprache, seine Sensibilität im Ausdruck von Gefühlen, seine Fröhlichkeit und Originalität gefielen mir. Es verband uns die Sehnsucht nach emotionaler Nähe. Zuneigung und Neugierde wuchsen mit jeder Mail, ein Treffen war unumgänglich.


Unser erstes Rendezvous stand unter einem ungünstigen Stern: Wir hatten einen Ort auf halber Strecke zwischen unseren Wohnorten gewählt, ein ödes Nest, wie sich herausstellte, ohne Cafés und Restaurants. Nach einem feuchtkalten Spaziergang landeten wir schließlich frierend in einem schnöden Eiscafé (im Februar!).


Und dann der erste Schock für mich: ‚Damit Du gleich Bescheid weißt‘, sagte Frederic und zog seinen Hemdsärmel hoch. Eine Tätowierung kam zum Vorschein, eine sehr schöne zwar, künstlerisch anspruchsvoll, aber eben doch ein Tattoo, für meine unbedarfte Beamtenseele ein Hinweis auf ausschweifendes Matrosenleben und Rotlichtmilieu. Und noch nicht mal eine Jugendsünde, sondern frisch erworben! Was für einen Exoten hatte ich mir da bloß geangelt??


Natürlich war ich schon viel zu verliebt, um mich ernsthaft daran zu stören. Ganze zwei Jahre ist dieses erste Treffen nun her. Am dritten Februar feierten wir unser zweijähriges Jubiläum, den Beginn einer wunderbaren lebendigen Liebesbeziehung.


 Am Anfang gab es viele Höhen und Tiefen: Wir erlebten traumhaft schöne Stunden voller Übereinstimmung, voller inniger Gespräche, voller Zärtlichkeit und erfüllendem Sex. Aber Frederic konnte zu viel Nähe nicht lange ertragen; ich musste lernen, seine panikartigen Fluchtversuche auszuhalten. Je euphorischer die Höhenflüge waren desto extremer und schmerzhafter die Abstürze.


Inzwischen leben wir nicht mehr auf Wolke 9 sondern haben uns mehr im Hier und Jetzt eingerichtet, spontane Abstecher zu den Sternen nicht ausgeschlossen. Unsere Beziehung hat sich stabilisiert, wir wissen, wir gehören zusammen, wir sind glücklich miteinander.


Manchmal benehmen wir uns wie die Teenager, gehen Hand in Hand und küssen uns mitten auf der Straße – sehr zum Erstaunen der Umwelt. Wir selbst kommen aus dem Staunen nicht heraus darüber, dass Verliebtheit und Liebe in unserem Alter noch in einer Intensität möglich sind, von der wir bisher noch nicht einmal geträumt hatten.


 Ich danke Parship für mein ‚Schnäppchen‘ - es ist mit das Wundervollste, was mir in meinem Leben begegnet ist. “

 

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