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Noch 6 Monate bis zum Ja

Hochzeit

Noch 6 Monate bis zum Ja

Die Ringe haben sie schon: Ulrike (49) und Heinz (52), bislang ledig und seit einem Jahr sehr verliebt, wollen am 29.04.06 heiraten. Wir begleiten das Paar mit einer Beitragsreihe bis zur Hochzeit.

Von der Anmeldung beim Standesamt bis zur Dekoration der Torte - Heiratswillige haben tausend Dinge zu planen und zu erledigen. Ulrike und Heinz gehören nicht zur Sparte der Blitzhochzeiter, die uns mitunter binnen weniger Wochen nach ihrem ersten PARSHIP-Date schon die Heirat melden. Bis zum Tag aller Tage hat das Paar, das jetzt ein gutes Jahr lang liiert ist, noch knapp sechs Monate Zeit.


Erst das Lokal, dann der Bräutigam

Etliches ist bereits geregelt: "Bei einem Stadtbummel sind wir zufällig über 'unsere' Ringe gestolpert", erzählt Ulrike (Kauffrau). Auch das Lokal für die Feier ist schon fest gebucht, ein altes Herrenhaus in Seckau in der Steiermark, das sich die jetzt in Hessen lebende Österreicherin schon früher ausgeguckt hat: "Mein Neffe geht in Seckau zur Schule. Meine Mutter und ich haben ihn da mal abgeholt und waren in diesem Hotel zum Essen. Heinz war damals überhaupt noch nicht bekannt, als ich zu meiner Mutter sagte: Sollte ich einmal heiraten, dann hier." Heinz, Techniker aus Nordrhein-Westfalen, war von Ulrikes Wahl gleich angetan. Die beiden werden in der Seckauer Stiftskirche getraut, "ein wunderschöner Platz mit sehr guter Energie."


Die Vorgeschichte

Ulrike und Heinz kamen im Oktober 2004 zusammen, wobei eine tückische Thermoskanne die Rolle eines Eisbrechers spielte. Obwohl 250 Kilometer zwischen den Liebenden liegen und ein neuer Job zur Verkürzung der Distanz bis heute nicht gefunden ist, beschlossen sie schon nach kurzer Zeit, zu heiraten. "Dabei wollte ich das früher nie ...", gesteht Ulrike. Ostersonntag machte Heinz ihr dann noch einen offiziellen Antrag. Zunächst spielten beide mit dem Gedanken an eine heimliche Hochzeit mit anschließender Nachfeier in Deutschland. Aber: "Unsere Eltern warten schon so lange, dass wir endlich 'unter die Haube kommen', sie wären sehr enttäuscht gewesen." So wird es nun das volle Programm: Feier mit beiden Familien in Österreich und Nachfeier mit Freunden in Deutschland.


Demnächst Pfarrer-Gespräche

Nur Ulrikes Patentante reagierte erst mal skeptisch: "Sie meinte, dass ich doch mein gutes Auskommen hätte und nicht versorgt werden müsste ..." Und der Freundeskreis? "Obwohl wir niemanden informiert haben, gehen bei Heinz alle davon aus, dass wir bald heiraten", erzählt Ulrike. "Meine Freunde dagegen werden wohl aus allen Wolken fallen ..." Zu Weihnachten sollen die Einladungen an die Hochzeitsgäste verschickt werden. Außerdem stehen Gespräche mit einem katholischen Pfarrer an, die in Deutschland geführt werden dürfen. "Ich bin zwar aus der Kirche ausgetreten, aber Heinzs Mutter wollte nicht zur Hochzeit kommen, wenn wir nicht kirchlich heiraten." Noch auf dem Programm: das Braut-Outfit ("Ganz bestimmt nicht in Weiß!") und und und ... "Je mehr ich mich mit diesem Event beschäftige, um so kribbeliger werde ich", sagt Ulrike. "Aber ganz sicher weiß ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe."


Unsere Redakteurin Annemarie Meister arbeitet zur Zeit auch an ihrem ganz privaten Hochzeits-Countdown.


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