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Single-Leben

2 PARSHIP-Paare sagen Ja

2 PARSHIP-Paare sagen Ja

Wie war's denn nun? Und wie fühlt man sich - frisch verheiratet? Wir haben zwei Paare ein halbes Jahr bei der Organisation des wohl aufwändigsten Festes ihres Lebens begleitet. Bis zum Finale mit Torte und Brautstraußwurf ...



Eine Woche vor der Hochzeit wurde es bei Julia (27, Krankenschwester) und Kai (30, Lehrer) aus Aachen richtig dramatisch - und das war der Braut in ihren zahlreichen Alpträumen vorab nicht eingefallen: Katze Lina hatte Kai in den Daumen gebissen, es kam zu einer bösen Entzündung. Kai musste mit Gipsschiene herumlaufen, sogar von Operation war die Rede. Nervenflattern! Pünktlich zum großen Tag war's aber wieder gut. Am 20. Mai heirateten die beiden zunächst standesamtlich. "Als es ernst wurde, hatte Kai keine Farbe mehr im Gesicht und ich Herzrasen", erinnert sich Julia schmunzelnd. Danach war nicht viel Zeit für Besinnung: schnell umziehen und zur Kirche! Mit einem rotweißen Brautstrauß und in einem wunderschönen Brautkleid mit duftigen Ärmeln schritt Julia neben ihrem Vater zum Altar. Auch Kai gab in Weste und Plastron, zu denen er sich doch noch entschlossen hatte, einen sehr gut aussehenden Hochzeiter ab.


Ein rauschendes Fest

Nach der Trauung wurde in einem Schloss gefeiert. Das Paar durfte sich über tolle Überraschungen freuen: eine Rezeptesammlung, Gutscheine fürs erste Ehejahr, ein Gemälde, auf dem sich jeder mit einem Herz verewigt hatte ... Da fiel es nicht so ins Gewicht, dass aus dem extra geübten Ehrentanz nur ein schlichtes Schwofen wurde - Kais Hand ließ nicht mehr zu. Die 5-stöckige Torte - Maracuja-Himbeer-Quark-Biskuit - war superlecker, und das Brautstraußwerfen wurde zur ... na ja, zur "mittleren Katastrophe", so Julia amüsiert. "Natürlich wollte ihn keiner haben. Meine Schwester hat es dann erwischt, obwohl sie noch zur Seite springen wollte ..." Julia freut sich schon auf die nächste Hochzeit, zu der sie als Gast geht, "weil ich dann nicht mehr zu denen gehöre, die sich für den Strauß aufstellen müssen ..." Und Kai? Der grinst, wenn seine Frau ihn mal wieder aus Jux mit seinem Nachnamen anredet: "Oft erwischt sie den falschen - dabei heiße ich jetzt wie sie."


Zur Hochzeit in die Steiermark

Drei Wochen zuvor war auch für Ulrike (50, Kauffrau) und Heinz (52, Techniker) aus Hessen und Nordrhein-Westfalen der große Tag gekommen, zwei Tage nach den 50. Geburtstag der Braut. Für beide ist es die erste Ehe. "Für mich ist es genau der richtige Zeitpunkt - und natürlich der richtige Mann", sagt Ulrike. "So werden wir in der zweiten Lebenshälfte nicht allein durchs Leben stapfen ..." Zur Feier reisten die zwei mit ihren Familien nach Österreich in Ulrikes Heimat, leider bei miserablem Wetter. Man traf sich im Hotel, wo Ulrike und Heinz am Hochzeitstag mittags gemeinsam "hoheitsvoll die Treppe hinunterschritten" - und den Applaus von dreißig Gästen auf ihrer Seite hatten. Die standesamtliche Trauung war dann sehr persönlich, auch das Kennenlernen der beiden über PARSHIP wurde natürlich erwähnt. Wie bei Julia und Kai schloss sich auch bei Ulrike und Heinz gleich eine kirchliche Trauung an. Ulrike ließ sich von ihrem ältesten Neffen zum Altar führen.


Wunderschön - und anstrengend

Bei der Trauungszeremonie verschlug es Heinz, der zuvor "kein bisschen aufgeregt war", die Sprache. Zum Glück hatte der Pater den Trauspruch zum Ablesen parat. Und beim Ave Maria kamen Ulrike die Tränen. Natürlich gab es später auch eine leckere Torte und ein tolles Buffet, "wirklich so, wie es auf der Karte stand und dabei für kleines Geld", wie Ulrike, die selbst im Gastronomiebereich arbeitet, anerkennend bemerkt. Nach dem Eröffnungswalzer wurde noch bis um 1 Uhr gemütlich geklönt. Das frischgebackene Ehepaar ist sehr glücklich - und auch froh, "den ganzen Rummel" hinter sich zu haben; die Vorbereitungen, das Hin und Her mit der Insolvenz ihrer Festlocation waren stressig. "Wenn ich noch mal vor der Wahl stünde, würde ich vielleicht nur mit zwei Trauzeugen heiraten", überlegt Ulrike. Obwohl, ganz war der Rummel nicht vorbei: Im Büro hatten Ulrikes Kollegen ihren Stuhl mit konfettigefüllten Luftballons und Wasserbechern zugestellt. Und eine Nachfeier für die Freunde in Deutschland gibt's auch noch ...


Annemarie Lüning/PARSHIP


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