Der "Kleine Prinz" hat es auf den Punkt gebracht: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Warum sich also beim ersten Date nicht mal auf sein Herz verlassen? Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie Ihren Date-Partner mit verbundenen Augen treffen sollen - da könnte schließlich gemogelt werden. Nein, unser Dating-Tipp heißt: Dinner in the Dark.
Inzwischen gibt es fast in jeder größeren Stadt in Deutschland sogenannte Dunkelrestaurants, deren Adressen sich ganz leicht im Internet finden lassen. Das Besondere beim Dinner in the Dark: Sie können nicht sehen, was Sie essen - aber Sie werden es dafür umso intensiver riechen und schmecken. Mit derart geschärften Sinnen wird auch das erste Date zu einem ganz neuen Erlebnis. Denn wo optische Reize wegfallen, können Sie mit inneren Werten punkten.
Der große Vorteil: Beim Dinner in the Dark brauchen Sie sich nicht vor Peinlichkeiten beim Essen zu fürchten. Schließlich kann Sie der andere nicht sehen. Und kleine Missgeschicke brechen schnell das Eis und sorgen für erste herzhafte Lacher. Ihnen ist die Kartoffel auf den Tisch gepurzelt? Keine Sorge, die Soßenflecken sieht niemand und vielleicht kommen Sie sich beim gemeinsamen Tasten nach dem verlorenen Gut ganz zufällig ein bisschen näher. Sie können dem Zufall auch nachhelfen: Sind Ihnen Berührungsängste fremd, ist es durchaus reizvoll, dem Tastsinn bewusst eine Chance zu geben - das Einverständnis Ihres Date-Partners natürlich vorausgesetzt. Wie fühlen sich die Hände an? Ist die Nase groß oder klein? Und die Ohren? Das Ergebnis bei Licht betrachtet wird sicher für neuen Gesprächsstoff sorgen.
Da Sie sich im Dunkeln auf Ihr Bauchgefühl verlassen müssen, ist eine anfängliche Unsicherheit ganz normal. Schließlich ist es gewöhnungsbedürftig, seinen Gesprächspartner nicht sehen zu können. Machen Sie sich also keine Sorgen, wenn Sie nervös sind. Thematisieren Sie ruhig, dass Ihnen die Nerven flattern. Schließlich ist es auch Ihr erstes Dinner in the Dark. Ihr Date-Partner wird sicher erleichtert sein, dass es Ihnen ähnlich geht.
Sollte das Eis danach immer noch nicht gebrochen sein, fragen Sie einfach nach den Dingen, die Sie nicht sehen können. Selbst wenn Sie bereits Fotos ausgetauscht haben: Eine optische Beschreibung hilft, sich ein Bild zu machen, und bietet Ihnen die Gelegenheit, Ihr Interesse zu zeigen. Sobald das gewählte Dinner vor Ihnen auf dem Tisch steht, ergeben sich die Gesprächsthemen von ganz alleine. Denn der Geschmacksinn wird Ihnen im Dunkeln gewiss den einen oder anderen Streich spielen.
Fazit: Ein Dinner in the Dark ist etwas für mutige Menschen, die gerne über ihren eigenen Schatten springen. Als Belohnung erhalten Sie dafür ein unvergessliches Dating-Erlebnis, selbst dann, wenn die große Liebe ausbleibt.
Nora Hespers/PARSHIP