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Fern-Date? Aber sicher!

Fern-Date? Aber sicher!

Wer bei PARSHIP seine Chancen auf die große Liebe erhöhen will, sollte seinen Suchradius erweitern. Doch wie sieht ein Date aus, wenn der oder die Erwählte weit weg wohnt? Gleich ein Wochenende mit Familienanschluss draus machen oder lieber nicht?



Es ist ein Kreuz mit der Liebe: Selten wartet sie da, wo wir gerade herumstehen. Das funktioniert leider nicht nur im "wirklichen Leben" so, sondern auch beim Online-Dating. Der Kandidat hat alles: einen ähnlichen Humor, einen interessanten Beruf, das gleiche Hobby, und die Matching-Punktzahl ist mehr als vielversprechend. Leider wohnt dieser perfekte Mensch ein paar hundert Kilometer weit weg. Da kann man sich doch nicht nur für einen Kaffee treffen. Oder doch?


Date unter Druck

Das fragte sich (und uns) auch Sachbearbeiter Anton: "Wie steht es, wenn ein Treffen in einer weiter entfernten Stadt, nach mehreren Stunden Zugfahrt für zumindest einen Partner, stattfindet? So fernab der Heimatstadt und abhängig vom Zugplan hat man schließlich weniger die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, wenn das Date nicht ganz so angenehm verläuft, sich nach einer halben Stunde schon ausgelutscht anfühlt." Auch wenn im Mailwechsel die Geistesblitze Pingpong spielten, es kann immer passieren, dass die Chemie nicht stimmt. Der Druck, der durch den vergleichsweise großen Aufwand der Organisation eines Fern-Dates aufgebaut wird, tut dann oft sein Übriges.


Mit Leichtigkeit auf Entdeckungsreise

Wer diesen Druck rechtzeitig herausnimmt und stattdessen zwei Portionen Leichtigkeit nachlegt, ist deshalb gut beraten. Nehmen Sie Ihr Fern-Date lieber als günstige Gelegenheit, endlich einmal diese Stadt kennen zu lernen, die Sie sonst vielleicht nie besucht hätten. Wohnt in der Nähe nicht ein alter Studienfreund, den Sie schon längst einmal aufsuchen wollten? Gibt es um die Ecke vielleicht einen Fabrikverkauf, der Sie schon immer gereizt hat? Ein Fern-Date als Entdeckungsreise zu planen, nimmt auch von der Gegenseite die Verantwortung, dass gleich im Anschluss an das Date die Hochzeitsglocken läuten müssen.


Rückzug beim Fern-Date?

Ein Fern-Date birgt jedoch noch andere Fallstricke, wie unser Mitglied Anton weiß. Er nämlich zieht sich auch bei erfolgreichem Fortgang der Verabredung gern erst mal zurück. "Meiner Erfahrung nach kann eine Rückzugstendenz nach einer gewissen Zeit aus dem Bedürfnis kommen, die allerersten Eindrücke sich setzen zu lassen. Rhythmen der Annäherung gibt es ja sicherlich so viele verschiedene, wie es Menschen gibt. Doch kann man den Dating-Partner, der sich in dreieinhalb Stunden Bahnfahrt für ca. 45 EUR mit Bahncard herbemüht hat, sitzenlassen?" Mal abgesehen davon, dass sicherlich die meisten Frauen einen Rückzug nicht in Antons Sinne interpretieren, liegt hier der Teufel im Detail. Während der eine einfach nach Hause geht, fühlt der andere sich nicht nur vor den Kopf gestoßen, sondern verfranzt sich vielleicht noch auf dem Rückweg zum Bahnhof. Keine guten Aussichten, auch wenn von der Gegenseite eigentlich ein Wiedersehen erwünscht ist.


Fern-Date auf halber Strecke

Wer weiß, dass er nach der ersten Begegnung etwas Abstand braucht, sollte sich am besten gleich auf halber Strecke verabreden. Diese Lösung besticht zudem dadurch, dass keiner von beiden einen Heimvorteil hat und beide nicht nur sich, sondern auch den Ort ihrer Begegnung kennen lernen können - für Gesprächsstoff ist damit schon mal gesorgt. Ein weiteres Plus ist die Möglichkeit, auf diese Art und Weise zunächst etwas Anonymität zu wahren. Denn wenn das Date nicht zum erhofften Resultat führt, kann das schnell unangenehme Nebenwirkungen haben. Wer möchte am Ende einen enttäuschten Minnesänger unter seinem Fenster stehen haben, der auf einen Sinneswandel hofft?


Sicherheit oder Gemütlichkeit?

Auch wenn in der Regel besonders Frauen vorsichtig sind bei der Herausgabe ihrer persönlichen Daten, überrascht ihr Wagemut, wenn es an ein Fern-Date geht. Bei einer PARSHIP-Umfrage, an der mehr als 3000 Frauen teilnahmen, hatte immerhin knapp ein Drittel nichts dagegen, das Date bei gegenseitigem Gefallen in den eigenen vier Wänden fortzusetzen. Etwa vierzig Prozent der mehr als 2000 teilnehmenden Männer hätten ebenfalls nichts gegen ein Fern-Date am eigenen Couchtisch einzuwenden. Grundsätzlich gilt jedoch: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Bevor man einen Menschen zu sich einlädt, den man vorher noch nie getroffen hat, sollte man auf jeden Fall genügend Informationen besitzen, um die Begegnung einschätzen zu können.


Organisation einer Bleibe als Alternative

Wer seinem Bauchgefühl vertraut, darf nicht vergessen, dass der Kandidat oder die Kandidatin es vielleicht nicht so angenehm findet, sofort ein Wochenende mit Kontakt zu potenzieller Schwiegermutter, Haustieren und Kegelfreunden als Übernachtungsgast im Gästebett seines PARSHIP-Flirts zu verbringen. Als nette Geste können Sie ja vorschlagen, bei der Buchung einer Bleibe behilflich zu sein. Denn da gibt es doch bestimmt eine günstige Pension in Ihrer Straße, die man als Ortsunkundiger nicht allein finden kann. So sind Sie sich nah und haben doch jeder die Privatsphäre, die jeder Beziehungsstart braucht.


Maya Kristin Schönfelder/PARSHIP


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