PARSHIP > Single-Leben > Frauen mögen Haustierhalter

Single-Leben

Frauen mögen Haustierhalter

Frauen mögen Haustierhalter

Knuddelige Freudenspender oder stinkig-sabbernde Monster - bei Haustieren gehen die Meinungen auseinander. Und bei der Partnersuche? Laut unserer Umfrage stehen Frauen Männern mit tierischem Anhang besonders positiv gegenüber.



Als Kinder sind wir noch alle gleich: Wir lieben Tiere! Ob Puschelhase, Kuschelkatze, HundSchafZiegePferd - wer nie davon geträumt hat, in seinem Kinderzimmer einen Privatzoo zu unterhalten, ist entweder als Baby von einer Bulldogge gebissen worden oder hat kein Herz. Doch irgendwo zwischen Pubertät und der ersten gescheiterten Beziehung geht diese eindeutige Prägung verloren. Plötzlich begegnet man immer öfter Leuten, die in einem Häschen nicht mehr nur den lustigen Spielkameraden mit den komischen Ohren sehen - sondern in erster Linie eine leckere Mahlzeit. Die Menschheit spaltet sich auf in Tierhalter und solche, die beim Anblick eines Häufchens auf dem Bordstein die Polizei verständigen.


Mann mit Hund sucht Frau mit Herz

Zugegeben: Grundsätzlich leben diese beiden Spezies in friedlicher Koexistenz. Doch was, wenn ein Vertreter der einen Gruppe sich mit einem der anderen zusammentut, sich gar verliebt? Kommt das in freier Wildbahn überhaupt vor, oder bleibt man lieber unter sich? Und was passiert, wenn ein Leguan-Herrchen für eine Schmetterlingszüchterin entflammt? Welche Rolle die diesbezüglichen Vorlieben bei der Partnersuche spielen, ist erschreckend unerforscht. PARSHIP hat sich dieser Wissenslücke angenommen. Die darauf folgende Umfrage unter fast 8000 Singles aus Deutschland, Österreich und der Schweiz förderte vor allem überraschende Unterschiede zwischen den Geschlechtern zutage.


Ist Tierliebe weiblich?

Insgesamt lässt sich sagen, dass sich unter den Befürwortern gefiederter oder vierbeiniger Gefährten deutlich mehr Frauen als Männer finden: So lassen sich zu der Aussage "Ich lerne gern Tierhalter kennen - mich gibt's schließlich auch nur mit Haustier" nur 8 Prozent der männlichen, aber mehr als 20 Prozent der weiblichen Befragten hinreißen. Ein weiteres Viertel der Frauen findet Tierliebe schlicht sympathisch, gegenüber nur 18 Prozent der Männer. Zu den eindeutigen Gegnern tierischen Anhangs wollen sich folgerichtig dann auch deutlich mehr Männer zählen lassen: "Ich bevorzuge Partner ohne Haustier" erklären 23,5 Prozent von ihnen - und nur 13 Prozent der Frauen. Am weitaus größten war die Gruppe derer, die Tiere beim Partner zwar grundsätzlich akzeptieren, übertriebene Zuwendung (Bernhardiner im Bett) aber als störend empfinden. So äußern sich fast ein Drittel der Frauen und 43,5 Prozent der Männer. Verschwindend gering ist dagegen die Zahl derer, die Tiere aus Angst oder wegen Allergien meiden: Dies erklären jeweils nur zwischen vier und fünf Prozent der Befragten.


Nicht ohne meinen Purzel

Heißt das nun, dass eine Frau mit vier Pudeln und einer Siamkatzenzucht die Hoffnung auf einen gleich gesinnten Mann fahren lassen sollte? Natürlich nicht - die Zahlen lassen sich nämlich auch anders lesen: Fast 60 Prozent der befragten Männer und Frauen haben demnach gegen Tiere grundsätzlich nichts einzuwenden. Ohnehin sind Bedenken gegen Haustiere erfahrungsgemäß meist nur theoretischer Natur. Auch der größte Haustiermuffel wird den Pudel/Papagei des Liebsten über kurz oder lang ins Herz schließen. Denn wie sagte schon Harald Schmidt? "Ich mag keine Tiere - es sei denn, sie lassen sich von mir streicheln."


Lili Totzeck/PARSHIP