Sie sind auf Arbeitssuche und wollen sich neu verlieben? Diese Konstellation kann eine Gratwanderung sein. Wer eine Freundin sucht, obwohl er gerade keinen Job hat, fühlt sich oft doppelt gehandicapt. Gerade Männer haben es diesbezüglich bei der Partnersuche schwer: Nach einer PARSHIP-Umfrage können sich nur 6,5 Prozent der Frauen vorstellen, die Freundin eines Arbeitslosen zu werden. Umgekehrt haben 23 Prozent der Männer kein Problem mit einer Frau an ihrer Seite, die sich beruflich gerade neu orientiert.
Die erste Hürde bei der Partnersuche im Internet ist der Initialkontakt. Im Profil die Arbeitslosigkeit zu erwähnen, wirkt bei vielen potenziellen Freundinnen wohl eher abschreckend. Die ökonomische Belastung ist das eine, stärker wirkt die tradierte Rolle des Mannes, einer Freundin durch Arbeit zu Sicherheit und Status zu verhelfen. Auch die mentale Verfassung, die viele vielleicht sogar aus eigener Erfahrung mit der Zeit der Jobsuche verbinden, verleitet viele dazu, diesen Kandidaten "wegzuklicken". Besser ist deshalb, die eigene Situation als Chance zu begreifen und auch im Profil Optimismus auszustrahlen. Unter Beruf ruhig den alten Job angeben - schließlich werden Sie in absehbarer Zeit diesen wieder erfolgreich ausüben.
Wer eine neue Freundin kennen lernt, will in der Regel viel unternehmen. Kino, Theater, Essen gehen: In der Zeit der Jobsuche eine Frage von Zeit und Finanzen gleichermaßen. Am besten hilft hier Ehrlichkeit. Es nützt nichts, schöne Träume von einer Kreuzfahrt oder einer Safari zu spinnen, wenn es am Ende höchstens für den Zeltplatz reicht. Doch mit der Tür ins Haus zu fallen ist ebenfalls nicht ratsam. Wer bereits in der ersten Mail von Geldsorgen oder den allgemeinen Frustrationen der Arbeitssuche schreibt, bringt es höchstwahrscheinlich nie zu mehr als einer Brieffreundin.
Versuchen Sie stattdessen, mit Ihren Stärken zu punkten. Dazu gehört beispielsweise auch Ihre räumliche Flexibilität. Wenn in der Beziehung alles stimmt, ist es für Sie ein Leichtes, sich in der Region Ihrer Freundin nach neuen beruflichen Herausforderungen umzusehen.
Maya Kristin Schönfelder/PARSHIP