Die Liebe zwischen Ost und West ist heute längst Normalität, auch unter den PARSHIP-Paaren. Doch muss die Anziehung zwischen Ost- und Westdeutschen vielleicht gegenüber Differenzen, etwa in der Mentalität oder bei den Geschlechterrollen, behaupten? PARSHIP hat dazu im August 2009 gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact AG rund 2.000 Personen in einer unabhängigen, repräsentativen Online-Erhebung ausgehorcht und Spannendes herausgefunden.
• Ostdeutsche Paare haben mehr Spaß im Bett? Falsch. Lediglich 57 Prozent der Ost-Paare geben an, mit ihrem Sexualleben vollauf zufrieden zu sein. Damit herrscht in Ost-Betten genauso viel Lust und Frust wie in West-Betten.
• Verklemmtheit ist ein gesamtdeutsches Phänomen: In jeder vierten Beziehung ist Sex ein Tabuthema. Das gilt für den Osten wie für den Westen.
• Auffällig allerdings: Der Westen spricht kein "Sexisch". 31 Prozent der West-Paare, für die Sex ein Tabuthema ist, geben als Begründung dafür an, dass sie ihre sexuellen Wünsche nicht richtig artikulieren können. Dieses Problem kann nur jeder zehnte Ostdeutsche nachempfinden.
• Ostdeutsche Männer haben keine Angst vor starken Frauen: 75 Prozent von ihnen suchen nach einer Partnerin mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein. Im Westen finden das jedoch nur 63 Prozent der Single-Männer sexy.
• Ohne Moos im Westen nix los: Jede zweite Frau im Westen schaut bei der Suche nach der großen Liebe auch auf den Geldbeutel des Mannes. Im Osten spielen die Finanzen bei der Partnersuche nur für 35 Prozent der Frauen eine Rolle.
• Shoppen oder Fußball? Für 61 Prozent der Single-Männer im Osten sind die Hobbys der Frau bei der Partnerwahl wichtig. Dies sehen jedoch nur 48 Prozent der männlichen West-Singles so.
• Der Osten tut was für sichere Renten: In Westdeutschland gibt jeder vierte Kinderlose an, sich auch zukünftig keine Kinder zu wünschen. In Ostdeutschland wollen dagegen lediglich 15 Prozent der Kinderlosen generell auf Nachwuchs verzichten.
• Finanzielle Sorgen beinträchtigen Westdeutsche weniger: Für 40 Prozent der Kinderlosen in Ostdeutschland spielen finanzielle Sorgen bei der Familienplanung die Hauptrolle. Im Westen geben nur 30 Prozent der Befragten ohne Kind an, aus finanziellen Gründen auf Nachwuchs zu verzichten.
• Streitpunkt Kind: Jedes fünfte Ost-Paar zankt regelmäßig über die Kindererziehung. Im Westen bestätigen dies nur 13 Prozent der Paare.
• Im Osten haben Lügen kürzere Beine - jeder zweite Ostdeutsche würde eine Trennung in Erwägung ziehen, wenn der Partner lügt. Das sehen die Westdeutschen etwas entspannter (43 Prozent).
Gerade sehr selbstbewusste West-Frauen müssten demnach unbedingt auch bei Ost-Männern anklopfen. Es könnte sich lohnen! In Ost-West-Beziehungen wiederum sollten sich beide von gewissen Unterschieden nicht befremden lassen, sondern sich einfach das Beste aus beiden Welten herauspicken, etwa zum Stichwort Offenheit bei sexuellen Wünschen, wo viele Westler vermutlich noch manches zu lernen haben. "Zwischen Ost und West sind hier und da noch immer kleine Unterschiede im Sex- und Partnerschaftsverhalten auszumachen", kommentiert Dr. Sandra Spreemann, Director Scientific Research & Development bei PARSHIP. "Entgegen vieler Klischees wird jedoch ebenfalls deutlich, dass Deutschland auch in Sachen Liebe immer weiter zusammengewachsen ist."
Annemarie Lüning/PARSHIP