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Partnersuche und Religion

Partnersuche und Religion

A wie Atheist, B wie Buddhist, C wie Christ ... Z wie Zeuge Jehovas - die Vielfalt der Glaubensrichtungen ist groß. Wir wollten deshalb kürzlich von unseren Mitgliedern wissen: Spielt die Religion bei der Partnerwahl eine Rolle? Die Umfrageergebnisse.



Gretchen: "Nun sag, wie hast du's mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon." - Da Faust ausweicht, fragt sie nach: "Glaubst du an Gott?" und "So glaubst du nicht?" (aus Goethes Faust) Religion spielt heute eine weitaus geringere Rolle bei der Partnerwahl als zu Goethes Zeiten: Lediglich 6 von 100 deutschen Singles wünschen sich ausdrücklich einen Partner mit gleicher Glaubenszugehörigkeit. So das Ergebnis unserer Befragung von rund tausend Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Grundsätzlich scheinen Frauen für die Religionsfrage sensibler als Männer: 25 Prozent (Österreich: 30 Prozent, Schweiz: 18 Prozent) sind zwar nicht auf den eigenen Glauben festgelegt, sagen aber umgekehrt, dass sie bestimmte Religionen bei der Partnersuche ausschließen würden. Lediglich 15 Prozent der Männer (Österreich: 11 Prozent, Schweiz: 17 Prozent) teilen diese Einstellung. Ein Resultat, das mit der als untergeordnet bekannten Rolle der Frau in mancher Religion zusammenhängen dürfte.


... und Gemeinsamkeit verbindet doch

Ein ähnlicher Trend ist beim Thema "Verlieben" auszumachen - 15 Prozent der männlichen Singles geben an, dass die Konfession keine Rolle spielt, wenn sie sich verlieben. Das gleiche behaupten lediglich 8 Prozent der Frauen (Männer: Österreich 7 Prozent, Schweiz 20 Prozent/Frauen: Österreich 8 Prozent, Schweiz 3 Prozent). Insgesamt sagt rund ein Drittel der Befragten, dass ähnliche religiöse Ansichten zwar nicht ausschlaggebend bei der Partnerwahl, aber sehr hilfreich im Beziehungsalltag seien. Unterbewusst wünschen sich eben doch die meisten einen Partner, dessen Glaube und Haltung der eigenen Einstellung ähnelt. Denn gemeinsame kulturelle Wurzeln und Traditionen verbinden.


Annemarie Lüning/PARSHIP