Beruf und Beziehung

Beruf und Beziehung: So klappt’s

Wenn ein Partner sehr viel arbeitet und der andere zuhause ist, reicht die Zeit oft nur für einen flüchtigen Kuss am Tag. Wie geht man damit um, wenn der Partner so viel arbeitet, dass für die Liebe keine Zeit mehr bleibt und welche Berufe stehen bei Männern und Frauen überhaupt ganz oben auf der Beliebtheitsskala?

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Was Liebe und Job verbindet

Viele Menschen befinden sich in einem Spagat zwischen Beruf und Beziehung. Denn um erfolgreich zu sein und sich im Job zu behaupten, reibt sich so manch einer auf und geht auch Arbeiten nach, die ihn unglücklich machen. Nicht ohne Grund leben wir in einer Zeit, in der Burnout und Depressionen vor allem im Arbeitsbereich große Themen sind. Existenzängste, Herzrhythmus- und Schlafstörungen fordern ihren Tribut und Leichtigkeit und Lebensfreude gehen verloren. Und das ist schließlich vor allem in der Partnerschaft spürbar.

Das Problem …

… liegt in der fehlenden Ausgewogenheit. Wer viel arbeitet, seinen Job nicht liebt, spät nach Hause kommt, und selbst dann noch mit den Gedanken im Büro ist, wird auf Dauer seine Beziehung riskieren. Nähe und Zuwendung kommen zu kurz, der Partner fühlt sich vernachlässigt, Streitereien häufen sich – und im schlimmsten Fall hat man sich nichts mehr zu sagen.

Aber auch das Gegenteil wäre fatal: Wer nur auf Liebe gepolt ist, sich im Moment verliert und ständig unter dem Tisch verliebte SMS schreibt, anstatt sich auf die Arbeit zu konzentrieren, wird bei der nächsten Personalkürzung mit bösen Überraschungen rechnen müssen.

Eine Frage der Balance

Ein Gleichgewicht gibt es nur zwischen zwei Polen. Sie müssen sich also nicht für das Eine und gegen das Andere entscheiden. Deutlich leichter wird es aber in dem Moment, wenn Sie nicht nur Ihren Partner lieben, sondern auch Ihren Job. Denn wenn der Job Freude macht und man mit einem erfüllten Gefühl in den Feierabend geht, dann nimmt man diese Zufriedenheit mit nach Hause. Von heute auf morgen lässt sich das nicht einrichten, aber Beratungsstellen und Coaching-Angebote können Ihnen helfen, wichtige Schritte auf dem Weg zum Traumjob zu unternehmen.

Beziehung ist immer auch Arbeit – und wer diese nicht „erledigt“, wird mit den Konsequenzen rechnen müssen. Hilfreich für eine Ausgewogenheit neben dem Job sind dabei kleine gemeinsame Rituale. Gemeinsames Joggen am Morgen, der erste Kaffee des Tages zu zweit, ein Tänzchen zum Abend oder ein Spaziergang. Rituale helfen dabei, einander im Trubel des Alltags nicht aus den Augen zu verlieren, sondern sich wieder zu begegnen. Sie stärken für die Strapazen im Berufsleben.

Diese Zeiten, in denen es nicht um den Job geht, sondern einzig und allein um Sie als Paar, sind sehr elementar. Denken Sie für diese Zeiten über eine Art „Medien-Verbot“ nach: Keine Mails, kein Handy, kein TV sollen Sie daran erinnern, dass es neben Luft und Liebe noch einen kräftezehrenden Job gibt, der Ihnen (noch) keinen Spaß macht.

Wenn Partner zusammen arbeiten …

Für die einen ist es der Traum schlechthin, die anderen verdrehen schon bei der Vorstellung die Augen – gemeinsam mit dem Partner arbeiten. Niemals voneinander getrennt sein, zusammen einschlafen und aufwachen und selbst auf der Arbeit nicht aus den Augen verlieren, was man am meisten liebt. Für frisch Verliebte sicher eine schöne Sache, für viele andere Paare undenkbar.

Aber nicht immer kann man es sich aussuchen. Wer seinen Partner auf der Arbeit kennenlernt, wird sich – zumindest temporär – damit arrangieren müssen, diesen auch mal in der Mittagspause zu sehen oder vielleicht gemeinsam an schwierigen und stressigen Projekten zu arbeiten. Ob es sich deshalb lohnt, den Job zu wechseln, hängt davon ab, wie gut beide Partner mit der Situation umgehen können. Denn die Probleme, die sich einstellen können, wenn sich Berufliches und Privates überschneiden, lauten „Nähe“ und „Distanz“.

Gleicher Aufgabenbereich = Problem?

Besonders die Distanz hat dabei eine Schlüsselrolle. Distanz zum Beruf und Distanz zum Partner – beides ist von immenser Bedeutung, um in dem einen leistungsfähig zu sein und sich in dem anderen nicht zu verlieren. Überschneidet sich dieser andere große Lebensbereich neben der Partnerschaft mit eben dieser, kann es schwierig werden. Wohnen die Partner auch noch zusammen, kann sich dann das Gefühl einstellen, keinen eigenen Raum mehr für sich zu haben und auf eine Art Symbiose zuzusteuern. Darunter leidet dann wiederum das Privatleben, denn den Partner auch bei freizeitlichen Unternehmungen noch zu sehen, ist vielen dann zu viel.

Arbeiten beide in verschiedenen Abteilungen, lässt es sich leichter aus dem Weg gehen. Der Arbeitsweg muss nicht gemeinsam gegangen werden und auch die Pausen lassen sich getrennt voneinander verbringen. Heikel wird es jedoch, wenn die Partner sich in einem Untergebenen-Verhältnis zueinander befinden, sprich, der eine der Chef vom anderen ist. Beziehungsprobleme können hier leicht in Entscheidungen und Konfliktsituationen einfließen und es wäre sicher eine gute Idee, hier um eine Versetzung zu bitten.

Der Showdown nach der Arbeit

Eine weitere Gefahr ist der Feierabend. Dieser dient ja eigentlich dazu, den Berufsalltag hinter sich zu lassen und zu entspannen. Die meisten Paare tauschen sich am Abend noch über ihren Tag aus und berichten von Neuigkeiten und Vorkommnissen auf der Arbeit. Gerade die Distanz, die der andere normalerweise zur eigenen Arbeit hat, relativiert die eigene Sicht auf die Dinge. Dies ist nicht gegeben, wenn der Partner die Firma, die Umstände und auch die Kollegen kennt, über die gesprochen wird. Es besteht das Risiko, dass nicht mehr abgeschaltet wird.

Aber nicht immer muss die Situation des gemeinsamen Arbeitens schwierig sein. Denn es macht einen großen Unterschied, ob sich das Paar im Unternehmen kennengelernt hat oder sich dazu entschlossen hat, gemeinsam in die Selbständigkeit zu gehen. Neben der freien Entscheidung mit dem Partner zu arbeiten, kommt hier nämlich ein ganz anderer Punkt hinzu, der eine partnerschaftliche Zusammenarbeit sogar recht erfolgreich machen kann: Eine gemeinsame Leidenschaft oder Idee. Dies kann nicht nur die Liebenden zusammenschweißen, sondern auch beruflich zu ungeahnten Höhen beflügeln.

Wie eventuell auftretende Probleme bewältigt werden, ob einer von beiden besser den Job wechselt oder eine gemeinsame Existenzgründung zur einem risikobehafteten Unterfangen wird, müssen die Partner letztlich selbst entscheiden. In jedem Fall ist große Umsicht anzuraten.

Frauen lieben Architekten, Männer bevorzugen Ärztinnen

Halbgott mit Helm und jeder Menge Ahnung vom Nestbau, kreativ und doch geerdet: Jede vierte Frau träumt nach einer städterepräsentativen Studie von Parship und dem Marktforschungsinstitut Innofact von einem Architekten als dem Mann an ihrer Seite. Ebenso gut kamen bei der Befragung, an der über 2.500 Singles und Nicht-Singles teilnahmen, nur noch die Juristen weg (Mehrfachnennungen waren möglich).

Männer stehen auf Ärztinnen

Auf den nächsten Plätzen der „Traummann-Hitparade“: Ingenieure (24 Prozent), Ärzte (22 Prozent), Handwerker (19 Prozent), Künstler und Wissenschaftler (jeweils 18 Prozent). Und was wollen die Männer? 25 Prozent wären gern mit einer Ärztin zusammen. Auf Platz 2 rangieren bei ihnen Pädagoginnen und – Überraschung -Künstlerinnen (jeweils 23 Prozent). Platz 3 geht an Marketing-Beraterinnen. Auch Journalistinnen (20 Prozent) und Wissenschaftlerinnen (19 Prozent) sind beliebt. Verkäuferin und Hausfrau sprechen immerhin noch 14 bzw. 11 Prozent der Männer an, während nur 5 bzw. 2 Prozent der Frauen sich einen Verkäufer bzw. Hausmann als Partner wünschen. Schlusslicht bei den Männern: die Kfz-Mechatronikerin (2 Prozent).

Hausfrauen: Eher Frankfurt als Berlin

Die Studie erbrachte auch spannende regionale Besonderheiten. So erobert frau Berliner Singles besonders mit Kreativität: Künstlerinnen sprechen hier sogar 30 Prozent der Teilnehmer an. Eher unattraktiv scheinen in der Hauptstadt hingegen hauptberufliche Hausfrauen (7 Prozent). In München haben kreative Frauen weit weniger Chancen bei der Männerwelt (17 Prozent). Handwerker liegen bei den Hamburger Single-Frauen hoch im Kurs (27 Prozent). Ebenfalls durchaus beliebt: Polizisten (17 Prozent – gegenüber 13 Prozent im Gesamtergebnis). Weibliche Singles aus Köln haben eine Schwäche für Journalisten (31 Prozent – gesamt 17 Prozent). Und in der Finanz-Metropole Frankfurt schließlich ist Konventionalität gefragt: Ganze 17 Prozent der Männer wünschen sich eine Hausfrau als Partnerin.

Bitte kein Job-Kauderwelsch

wenn Ihr Beruf nicht zu den (bei der Masse) beliebtesten zählt? Tragen Sie es mit Fassung. Sie haben viele Möglichkeiten, in Ihrem Online-Profil Akzente zu setzen. Da der Beruf bei der Online-Partnersuche aber meist recht prominent angegeben ist: Denken Sie kurz über Ihre Wortwahl nach. „Selbstständig“ oder „Angestellte“ wirken leicht langweilig. Unbedingt meiden sollten Sie Insider-Kauderwelsch. Denn wer hat schon Lust, zu googeln, was mit ÜJ?H-Berater oder L*T@-Manager gemeint sein könnte …

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