Fährst du mit mir an den Atlantik?

23.01.2015 Jana Bogatz

Bernd (29, Informatiker) aus Bayern lernte mit Parship.de Liane (34, Assistentin der Geschäftsführung) ebenfalls aus Bayern kennen. Sie hat uns geschrieben.

So verliebten sie sich:

© privat

„‚Ihr Matching-Ergebnis mit PS… ist vielversprechend. Ihre Persönlichkeiten passen gut zueinander …‘ Die Kontaktanfrage von Bernd kam am 17.6.2007. Ich hatte schon länger keine Anfrage mehr beantwortet und auch nicht auf Einladungen zum Spaß-Match reagiert. Bernds Anfrage war eine, die ich meinte, beantworten zu müssen. Nach 5 Tagen schrieb ich ihm und war gespannt auf seine Antwort. Wir mailten täglich. Er erzählte mir von seinem bevorstehenden Amerikaaufenthalt.

Und überraschenderweise schrieb er mir aus Amerika genauso regelmäßig weiter. Ich antwortete fleißig. In diesen Mails erfuhr ich dann auch, dass er in den kommenden Wochen einige Gesangsauftritte haben würde, zu denen er mich einlud. Die Idee, sich auf einer solchen Veranstaltung zum ersten Mal zu sehen, fand ich allerdings nicht sehr überzeugend. Bernd fragte mich schließlich, ob wir uns vor seinen Konzerten treffen wollten. Er war kaum aus Amerika zurückgekommen – es war der einzige mögliche Tag am Wochenende. Und wir waren beide ja sehr gespannt. Wir wollten beide sehen, wem wir da schrieben und wem wir von unserem Leben erzählten.

Der erste Kuss

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche saßen wir am Freitagabend in einer uns beiden bekannten spanischen Cocktailbar in Haidhausen zusammen. Später wechselten wir in eine Bar gleich gegenüber und einigten uns auf einen interessanten letzten Drink aus Prosecco und Calvados. Bernd sagt heute zu mir: ‚Es muss dir ja sehr gefallen haben, sonst hättest du kaum vorgeschlagen, noch einen Absacker mit mir zu trinken.‘ Weil unser Gespräch recht lebhaft war und wir sowohl lustige als auch ernstere Themen angesprochen hatten, verabredeten wir uns für Mittwoch. Der Mittwoch klappte nicht. Aber am Donnerstag trafen wir uns wieder in einer Bar in der Nähe meiner Arbeit. Ich erinnere mich, dass wir an diesem Abend zu Beginn unsere Schwächen ansprachen, und es wurde ein sehr aufrichtiges Gespräch. Wir verweilten auch an diesem Abend recht lange. Der Abschied fiel uns etwas schwer, und es kam zu einem schönen Gute-Nacht-Kuss. War das der Anfang einer gemeinsamen Zukunft? Das kann man natürlich nie nach einem Kuss wissen. Aber wir hatten damit noch einen Grund mehr, uns wieder treffen zu wollen.

Also besuchte ich Bernd bei seinem Konzert in der Heilig-Geist-Kirche in München. Ich hatte Glück, denn ich konnte Bernd trotz der dicken Säulen im Kirchenschiff sehen. Nach dem Konzert erzählte ich Bernd von meinem bevorstehenden Urlaub in Nordspanien. Ich hatte vor, in einem Mietwagen an der Küste entlang zu düsen. Der Atlantik hat für mich eine besondere Bedeutung, und es war natürlich auch kein Zufall, dass ich das in der Woche meines Geburtstages machen wollte. Bernd überlegte, ob er Urlaub bekommen könnte. Er hatte mir damit einen Floh ins Ohr gesetzt. Ich konnte mir gut vorstellen, mit ihm gemeinsam zu reisen. Ich ermunterte ihn zum Mitfahren und hoffte, dass er meine Einladung nicht übertrieben fand. Ich rechnete nicht mit der Zusage, und ich musste auch nicht lange warten, bis er mir sagte, dass es nicht ginge. Aber einen Tag später überraschte er mich mit 2 Mails, in denen er mir mitteilte, dass sein Chef eingewilligt hatte und dass seinem Urlaub nichts mehr im Wege stehen sollte. Bernd hatte sich das nicht 2x sagen lassen. Ich war wahnsinnig happy und wollte es dennoch nicht glauben, bis er gebucht hatte. Es schien ihm wirklich wichtig zu sein, denn kurze Zeit später hatte auch er seinen Flug.

Eine gemeinsame Reise

In der Zwischenzeit waren wir uns auch nähergekommen, und es war eine richtige Vorfreude auf die gemeinsame Reise. Schon ein Wochenende davor merkten wir, dass wir uns ineinander verliebten. Wir verbrachten bereits mehrere Abende in der Woche miteinander. Dennoch sahen wir sahen diesen Urlaub als Test. Wie würden wir die ganzen lieben langen Tage mit dem Mietwagen und der täglichen Hotelsuche miteinander auskommen? Wir wollten ehrlich sein. War dieses neue Glück Traum oder Realität?

Wir planten ein wenig den Urlaub. Wir überlegten, wo wir hinfahren und was wir uns anschauen wollten. Ich machte Bernd den Vorschlag, auch ein paar Tage in den Bergen zu verbringen, weil er die so gerne mochte. Er hatte mich öfter gefragt, wie ich zu Bergwandern stünde. Um ehrlich zu sein, machte ich mir nicht viel draus. Aber ich wollte ihm zeigen, dass ich sportlich war und ich das auch genießen könnte. Und außerdem wollte ich nicht, dass alles nach mir ging.

Mein Geburtstag war um so vieles schöner, weil er dabei war. Wir feierten in einer wunderschönen Bucht und verbrachten den Nachmittag mit Paellaessen. Die gesamte Woche verlief fantastisch: ohne Komplikationen und Missverständnisse. Wir erlebten und unternahmen viel und lernten nach und nach mehr übereinander. Wir erzählten uns gegenseitig von unseren Freunden und planten die Kennenlerntreffen. Zu den anstehenden Hochzeiten wollten wir nicht mehr als Single gehen. Nicht lange nach dem Urlaub lernte ich Bernds Familie kennen. Ich empfand es als wunderbaren Familienkreis und fühlte mich vom ersten Augenblick an wohl. Ich fand es schön, dass ich automatisch mit einbezogen wurde.

Ideen für die Zukunft

Der Alltag in der neuen Beziehung unterschied sich dann aber doch sehr von unserem Urlaub. Wir wussten: dass wir uns gut verstanden und gut miteinander auskamen, war kein Traum. Dennoch hatten wir im Alltag nicht mehr diese optimalen Voraussetzungen, um aufeinander einzugehen. Wir mussten uns mit einem Mal mit vielen anderen Umständen auseinandersetzen. Job, 2 Wohnungen, Hobbys. Es ging daran, sich zu organisieren und abzusprechen. Wir wollten über alles reden. Wir wollten alle Störfaktoren sofort aus dem Weg räumen. Wir versuchten, unseren Rhythmus im Wirrwarr des Alltags zu finden. Und die Gespräche wirkten jedes Mal Wunder. Wir fühlten uns erleichtert. Nach und nach räumten wir Missverständnisse aus dem Weg. Bernd berührte mich wirklich sehr, als ich merkte, wie sehr er darauf bedacht war, dass ich mich wohlfühlte in seiner Umgebung. Es ist wirklich ein so wunderbares Geschenk, diese Gesten von einem Menschen zu erhalten, den man selbst sehr schätzt und liebt.

Heute bin ich sehr froh, dass wir alle diese Orientierungsgespräche – wie ich sie nenne – geführt haben. Auch wenn das eine oder andere etwas unangenehm war, muss ich heute sagen, dass es uns auf jeden Fall weitergebracht hat. Wir vertrauen einander und können uns aufeinander verlassen. In den 3 Monaten, in denen wir nun zusammen sind, haben wir schon sehr viel gemeinsam unternommen. Uns mangelt es auch nicht an Ideen für die Zukunft. Die sammeln wir quasi, und die Liste ist mittlerweile sehr lang. Wir sind überzeugt davon, dass wir uns gefunden haben und dass wir sehr lange miteinander glücklich sein werden. Wir haben dieselbe Vorstellung von Zukunft, und ich fühle mich geehrt, dass Bernd mich dazu eingeladen hat, nächstes Jahr in sein neu gebautes Haus zu ziehen. In der Zwischenzeit werden wir Fliesen, Badezimmerausstattung, Küche gemeinsam auszusuchen. Wir planen bereits die nächste Reise. Das Ziel suchen wir aber nun gemeinsam aus. Die Anmeldung bei Parship hat sich also wirklich ausgezahlt. Es war ein angenehmer und unkomplizierter Weg, sich zu finden.“