Einfach zugreifen und genießen

Lisa (46, Chemikerin) aus Hamburg traf bei Parship Franz (44, Administrator) aus Niedersachsen. Das Paar hat uns geschrieben (Namen geändert):

So verliebten sie sich:

© privat

Lisa erzählt:

„Nach meinem Urlaub im Sommer 2004 wollte ich mir die Ergebnisse der Olympischen Spiele anschauen und bin durch einen Falschklick auf der Parship-Seite gelandet. War ganz interessant, und da ich schon fast 2 Jahre verwitwet war und nicht alleine bleiben wollte, dachte ich mir, schau mal.Mich hat das gehobene Niveau angesprochen, und der Preis schreckt auch schon den einen oder anderen Kandidaten ab, der nur auf billige Abenteuer aus ist.

Ein Jahr war ich dann dabei und habe mit netten Männern gemailt, die u.a. mich mit vielen Buchtipps versorgt und mein Schokolade-Essverhalten stark beeinflusst haben (früher kannte ich nur Vollmilch und Zartbitter …). Mit vier Männern habe ich mich getroffen, war schon nett, aber das war’s auch. Und ich habe über Parship einen Arbeitskollegen kennen gelernt, der mittlerweile ein guter Freund geworden ist, und einen Studienkollegen nach langen Jahren wiedergetroffen. Alles in allem meist sehr erfreulich, aber – es wollte kein Funke springen, und so habe ich mich im Sommer 2005 wieder ausgeklinkt. Aber ich habe die ganze Zeit die Parship-Erfolgsgeschichten verfolgt und dann im Februar 2006 angefangen, die Situation für mich zu analysieren. Dann habe ich mein Profil überarbeitet und besonders in den Rankingbereichen zwischen 75 und 70 geschaut, denn da waren bei den von mir gelesenen Erfolgsgeschichten auch die meisten Treffer.

Der Erste war „Er“

Und siehe da, der erste, den ich anschrieb, hat geantwortet, obwohl mein Anschreiben eher nach dem Motto ‚Nimm den Text und werde glücklich damit‘ abgefasst war. Aber er antwortete so nett, noch am selben Abend, und eine muntere Mailerei ging los über Kommunikation und Körpersprache. Geflirtet haben wir überhaupt nicht, das war mehr ein sachlicher Austausch, obwohl immer ganz viel Gefühl mit durchklang bei ihm. Nach drei Tagen ging die Telefoniererei los, kein Abend unter 3 Stunden. Gemailt wurde trotzdem. Meine Güte, wie habe ich bloß meine Arbeit und meinen Haushalt erledigt – das lief wohl irgendwie unter ‚ferner liefen‘ …

Und dann haben wir uns getroffen. Da stieg er – ein baumlanger Kerl – aus dem Zug aus, und ich dachte nur: ‚Ja, ich komme nach Hause‘. Franz war mir überhaupt nicht fremd, und wir hatten von Anfang an ein Gesprächsthema. Die Fotoausstellung war zwar interessant, aber das weitaus interessantere Objekt lächelte die ganze Zeit auf mich herab (und mit 175 cm bin ich auch nicht gerade klein). Abends war irgendwie klar – das kann etwas werden.

Zwei Wochen später kam Franz auf ein Wochenende zu mir – ohne Rückfahrkarte, weil ja nicht ganz klar war, ob Franz nicht vielleicht am Samstag früh wieder für immer nach Hause muss. Aber nein, ich war komplett vergrippt mit roter Nase und Fieber, und dieser unglaubliche Mann hat drei Tage für mich Tee gekocht, eingekauft, mir vorgelesen und überhaupt … Ich konnte mich nur heftigst verlieben, ich hatte gar keine andere Wahl. Drei Wochen nach dem ersten Kennenlernen haben wir unsere Parship-Profile gelöscht und pendeln seitdem zwischen Hamburg und Hannover. Ich suche gerade eine Stelle in Hannover, da mein Vertrag ausläuft, und dann wird alles seinen wunderbaren Weg gehen. Ich bin sehr glücklich.“

Mein Resümee

Parship funktioniert wirklich, man darf nur nicht aufgeben. Ich habe mich in 1,5 Jahren nur mit 5 Männern getroffen, und aus Nummer 5 ist dann die absolute Nummer 1 geworden. Man sollte auch ruhig ein bisschen mehr Leben im Postfach haben als ich (aber ich hatte vielfach auch keine Lust, jemanden anzuschreiben, weil ich damals einfach für eine Beziehung noch nicht bereit war, und habe deshalb auch vielen sicherlich netten Herren geschrieben, dass ich sie nicht kennen lernen möchte), aber – irgendwann steht Mr. oder Mrs. Right vor einem, und dann braucht man nur zuzugreifen und zu genießen. Das Leben ist einfach wunderbar!“

Franz erinnert sich:

„Ich bin im November 2005 zu Parship gekommen, einfach aus Neugierde. Als ich dann binnen kürzester Zeit eine Zuschrift bekam, wurde mein Interesse geweckt und ich meldete mich als Premium-Mitglied an. Ich hatte eine Reihe von Kontakten und durchlebte streckenweise ein Wechselbad der Gefühle. Als Selbsterfahrung war das sehr interessant.

Nach relativ kurzer Zeit hatte ich einen Kontakt mit sehr intensivem gegenseitigen Austausch, und nach unserem ersten Telefonat beschlossen wir – ohne gegenseitige Absprache -, uns die Freundschaft anzubieten, aber das Thema Beziehung nicht weiter zu verfolgen. Das war enorm interessant, sich im weiteren Verlauf mit einem weiblichen Parship-Mitglied über seine Erlebnisse austauschen zu können.

Ende Januar habe ich nach allerlei Erlebnissen mein Profil neu überarbeitet und damit die Messlatte für neue Kontakte sehr hoch gelegt. Insbesondere habe ich die Freitext-Möglichkeiten extensiv genutzt, um mich und meine Erwartungen zu beschreiben. Am liebsten hätte ich mich zu der Zeit auf Pause gestellt, weil mein Umzug Mitte März immer näher rückte und ich eigentlich überhaupt keine Gelegenheit für andere Aktivitäten mehr sah. Glücklicherweise habe ich die Verbergen-Funktion im Löschmenü zu der Zeit nicht gefunden.

Am 18.2. bekam ich dann einen langen Brief von einer Teilnehmerin aus Hamburg, die sich als Lisa vorstellte. Dieser Brief hat mich vor allem deshalb beeindruckt, weil er trotz des leichten Stils zwischen den Zeilen eine Menge Tiefgang erkennen ließ. Innerhalb kürzester Zeit wurden unsere Briefe so lang, dass wir Word als Editor sowie Zwischenüberschriften verwenden mussten. Wir haben dann nach drei Tagen das erste Telefonat geführt, und ich war für meinen Teil schwer beeindruckt.

Die Telefonate wurden immer häufiger und länger, und wir entdeckten eine Menge gemeinsamer Lebenserfahrungen. Das ‚echte‘ Leben trat ziemlich in den Hintergrund. Eigentlich stand inzwischen mein Umzug unmittelbar vor der Tür. Ich habe dann noch mal meine Planung überarbeitet und so einen Sonntag freimachen können.

Ich war kein Stück nervös vorm ersten Treffen

Wir verständigten uns darauf, uns in Hamburg am Hauptbahnhof zu treffen und eine Foto-Ausstellung zu besuchen, alles Weitere wollten wir auf uns zukommen lassen. Ich war nicht im Mindesten aufgeregt, als ich im Zug saß, völlig im Gegensatz zu vorangegangenen Treffen. Als ich aus dem Zug stieg, brauchte ich gar nicht lange, um Lisa trotz Winter-Vermummung zu finden. Sie lächelte mich so nett an, dass ich sie spontan in den Arm nahm.

Während der Ausstellung hatte ich eigentlich eher nur Augen für sie. Wir haben uns so gut verstanden, dass wir uns nach dem verspäteten Mittagessen für den Rest des Tages zu einem langen Gespräch in Lisas Wohnung zurückgezogen haben. Als es an der Zeit war, den letzten Zug nach Hannover zu erreichen, ging es schon gar nicht mehr darum, ob wir uns wiedersehen, sondern wann.

Als ich dann zwei Wochen später wieder in Hamburg war und Lisa kränkelnd vorfand, war es für mich völlig selbstverständlich, mich um sie zu kümmern. An diesem Wochenende haben sich dann irgendwie die Ereignisse überschlagen, erst die ‚Grundsatzentscheidung‘, dass wir schauen wollen, wohin der gemeinsame Weg führt, danach schlug Lisa dann spontan einen ‚Antrittsbesuch‘ bei ihren Eltern vor, der zunächst herzlich, aber steif und dann sehr ungezwungen verlief.

Am kommenden Wochenende kam Lisa nach Hannover, und wir haben meine Mutter besucht. Wir beide haben den ‚Mama-Tüv-Stempel‘ von beiden Seiten sofort bekommen.

Jetzt bemühen wir uns, unsere Leben aneinander anzupassen, und freuen uns schon auf unsere gemeinsamen Wochenenden. Es war für mich eine Riesenüberraschung und große Freude, als Lisa mir ihre Überlegungen offenbarte, vielleicht nach Hannover überzusiedeln.

Wir haben, als wir unsere Postfächer sicherten (immerhin eine Datei mit 140 Seiten) und die Profile löschten, die wohlmeinenden Ratschläge gelesen, die Parship für die Kennenlern-Phase gibt, und festgestellt, dass es für uns gut war, auf unser Gefühl zu hören und unser eigenes Tempo zu gehen. Fest steht jedenfalls eines: die Plattform Parship funktioniert. Das Leben ist schön!“