Der Seelenverwandte

26.07.2016 Jana Bogatz

Manuel (33, Mitarbeiter in einer Fahrzeugspedition) aus Sachsen-Anhalt hat bei Parship.de Anja (37, Verkäuferin) aus Sachsen kennengelernt. Hier erzählt Anja ihre Liebesgeschichte.

So verliebten sie sich:

© privat

Hallo,

mein Name ist Anja, ich bin 37 Jahre alt und aus der Nähe von Dresden.
Hier ist meine Liebesgeschichte.
Also bevor ich mich bei Parship angemeldet habe, war ich zwei Jahre Single.

Eigentlich ging es mir damit gar nicht so schlecht. Doch es brach gerade der Herbst herein und irgendwie dachte ich mir, bald ist Winter und das ist ja auch Kuschelzeit und so fasste ich den Beschluss, dass ich diesen Winter jemanden an meiner Seite haben wollte. Außerdem ging mir durch den Kopf, dass es doch nun mal endlich Zeit für „den Mann für´s Leben“ wird, denn „alleine alt werden“ will ich auf keinen Fall. Ich dachte mir, also wenn das jetzt mit Parship nicht klappt, dann soll es vielleicht nicht sein. Also meldete ich mich an, denn ich dachte mir, hier sind meine Chancen vielleicht um einiges größer als bisher, denn wer sich hier anmeldet, sucht auch wirklich eine Partnerin, denn die Mitgliedschaft kostet ja Geld. Und wer „nur“ ein Abenteuer sucht, wird ja wohl kaum dafür Geld ausgeben und sich hier anmelden. Naja, jedenfalls waren das so meine Gedankengänge.

Genug abgeschweift, jetzt zu unserem Kennenlernen…

Ich war gerade mal 3 Tage hier angemeldet, als ich Manuel kennenlernte. Das fing damit an, dass ich mich auf seinem Profil umgesehen hatte, da er einer meiner Partnervorschläge war. Sein Profil sagte mir auf Anhieb zu. Auch das Foto, was am Anfang zwar noch verschwommen, was aber irgendwie doch schon interessant aussah, obwohl man nicht viel erkennen konnte. Jedenfalls hinterließ ich ihm ein paar Likes auf die er dann 2 Tage später antwortete. Das war an einem Sonntagmorgen. Normalerweise bin ich ja Langschläfer, erst recht am Wochenende, aber irgendwie konnte ich da nicht besonders gut schlafen, so dass ich schon sehr zeitig munter war. Wahrscheinlich hatte ich das schon irgendwie innerlich gespürt oder so, ich weiß es nicht. Hihi…
Als ich dann an dem Morgen meinen Computer anmachte und mich einloggte, sah ich dass er online war und mich angeschrieben hatte. Er bedankte sich für die Likes und sagte mir, dass er mein Profil auch interessant findet. Er gab dann sein Profilbild frei und da fing auf einmal mein Herz ganz schön an zu klopfen. Es gefiel mir natürlich. Nun bat er mich darum, meins auch freizugeben. Da ich noch gar kein Foto eingestellt hatte, dauerte es eine Weile, bis er es sehen konnte. Bis dahin schrieben wir noch ein bißchen hin und her. Plötzlich kam eine Nachricht, da er inzwischen mein Foto sehen konnte.

Seine Antwort darauf war gleich „wow, du bist ja wirklich bildschön“.

Ich wurde erstmal rot und sagte ihm dann, dass das Foto von einem Profifotografen gemacht wurde und dass er nicht allzu viel da reininterpretieren sollte, denn auf solchen Fotos sieht ja meistens jeder „Hammer“ aus. Er sagte aber gleich, „na viel anders wirst du ja in Wirklichkeit wohl nicht aussehen“. Das schmeichelte mir natürlich sehr, da mein Selbstbewusstsein nicht gerade das beste war, aber er schaffte es irgenwie gleich, dass ich ihm das glaubte. Und das sollte was heißen, denn so schnell glaubte ich das in letzter Zeit keinem so richtig. Naja, jedenfalls dauerte es nicht lange, da fragte er mich, ob ich whatsapp habe und wir unsere Telefonnummern austauschen wollen, da er nur über sein Handy ins Netz gehen konnte und es für ihn etwas umständlich war dort zu schreiben. Dabei war er überhaupt nicht aufdringlich, wie manch andere. Er sagte: „natürlich nur, wenn du willst“. Das fand ich gut. Er gab mir seine Nummer und ich schrieb ihm dann auch gleich. Ab da schrieben wir dann nur noch auf whatsapp. Es folgte eine Nachricht auf die andere. Das ging den ganzen Tag so. Dieses Gefühl, für jemanden interessant zu sein, so dass er mir ununterbrochen schreibt, war wunderschön und unbeschreiblich. Man muss bedenken, ich hasste es eigentlich Nachrichten zu schreiben.

Aber bei ihm war alles anders

Gut, am Anfang ist ja eh immer alles anders. Aber trotzdem, bei ihm war einiges anders als sonst, irgendwie einfach schön, obwohl wir uns noch gar nicht so lange schrieben. Wir entdeckten an dem Tag wahnsinnig viele Gemeinsamkeiten. Am Anfang hab ich mal mitgezählt, aber irgendwann habe ich dann aufgehört zu zählen, weil es immer mehr wurden. Das war irgendwie unheimlich. Sowas hatte ich noch nie vorher erlebt und ihm schien es genauso zu gehen. Auch wenn das vielleicht jetzt ein bisschen kitschig klingt, aber irgendwann hatte ich dann das Gefühl, dass wir Seelenverwandte sein müssen, da wir uns in fast allem einig waren und so viele Gemeinsamkeiten hatten. Sogar da stimmte er mir zu. So jemanden zu finden, hatte ich nicht erwartet. Das war ein unbeschreiblich schönes Gefühl.

So ein Glück hat ja auch nicht jeder, seinen Seelenverwandten zu finden

Mittlerweile wurde es Abend und wir wurden uns immer vertrauter. Plötzlich hatte ich auf einmal das Verlangen, in seinen großen, starken Armen liegen zu wollen und ihm ging es genauso. Er hätte mich am liebsten auch gleich in seine Arme nehmen wollen. Aber das war nicht so einfach, denn uns trennten 150 Kilometer. Also schmachteten wir uns weiter über Handy an. Irgendwann hielt ich es aber nicht mehr aus und fragte ihn, was er davon halten würde, wenn wir uns doch noch an diesem Abend treffen würden. Man müsste ja nicht so lange machen, denn schließlich mussten wir ja am nächsten Tag wieder arbeiten. Er war ganz erstaunt, denn er hatte damit nicht gerechnet, dass ich ihn trotz der vielen Kilometer Entfernung noch an diesem Abend treffen wollte. Er tat sich erst ein bisschen schwer, da er damals nur ein Firmenfahrzeug hatte, und damit eigentlich privat nicht so weit fahren durfte, aber ich machte ihm dann den Vorschlag, dass wir uns ja auf halber Strecke irgendwo treffen könnten. Ich konnte ja nicht gleich erwarten, dass er die ganze Strecke bis zu mir fährt, schließlich war es ja mein Vorschlag. Die Idee fand er gut, also machten wir es so. Wir trafen uns dann auf der Hälfte an einer Autobahnabfahrt. Leider war dort weit und breit nichts, wo man sich hätte mal reinsetzen können. Dort hat sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ gesagt und es war viel zu dunkel.

So dunkel, dass er erstmal an mir vorbeigefahren ist, denn ich war etwas eher da

Da musste ich schmunzeln, denn ich hatte ihn vorbeifahren sehen. Zugegeben stand ich aber auch ein bisschen versteckt. Da gab es aber auch nicht viele Parkmöglichkeiten. Aber wie abgemacht hatte ich das Licht an meinem Auto angelassen, so dass er wusste, dass ich es bin. Schließlich kehrte er um und kam noch mal in meine Richtung, nachdem ich ihm geschrieben hatte: „ich glaube du bist gerade an mir vorbeigefahren“. Beim 2. Mal sah er mich dann. Mein Herz schlug mir bis zum Hals als er auf mich zukam. Ich stieg aus meinem Auto und er aus seinem und wir begrüßten uns mit einer kurzen Umarmung. Dann mussten wir uns erstmal einen Ort überlegen, wo wir es uns gemütlich machen und unterhalten konnten, denn dort konnten wir nicht bleiben. Und im Auto war es auch ein bisschen ungemütlich, denn es war ja Herbst. Wir schauten zusammen in sein Navi. Das einzige was wir fanden, war Mc Donalds, denn es war inzwischen schon etwas später und nix hatte mehr offen. Also beschlossen wir dorthin zu fahren. Wir gingen rein, er hielt mir natürlich die Tür auf, wir bestellten uns jeder einen Milchshake und suchten uns einen Tisch in einer gemütlichen Ecke. Schnell kamen wir ins Gespräch.

Wir hatten uns so viel zu erzählen, dass die Zeit wie im Flug verging

Irgendwann machte dann Mc Donalds zu und wir mussten raus. Machte aber nix, wir unterhielten uns einfach auf dem Parkplatz weiter. Wieder ging die Zeit rum wie nix, und es ging mittlerweile auf 3 Uhr zu. Um die Zeit hätte Manuel eigentlich schon fast aufstehen müssen, da er halb 5 wieder auf die Autobahn musste, denn er arbeitete damals noch auf Montage. Also nix mehr mit schlafen. Dann kam die Zeit, als wir uns das erste Mal verabschieden mussten. Ich wollte ihn irgendwie gar nicht wirklich gehen lassen, wir hatten uns so gut verstanden. Aber es musste sein. Wir umarmten uns und ich gab ihm zum Abschied einen kurzen, zaghaften Kuss auf den Mund. Ich war selbst erschrocken über mich. Später entschuldigte ich mich dann noch dafür, dass ich ihn so damit überrumpelt hatte (was er allerdings gar nicht so schlimm fand, …klar). Am nächsten Tag schrieben wir uns dann wieder den ganzen Tag lang und so ging das Tag für Tag und Woche für Woche. Soviel hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht geschrieben wie mit ihm. Das machte sich auch an meinem Datenvolumen bemerkbar, welches immer weniger wurde. Das war ich ja gar nicht gewohnt. Er fragte mich dann am nächsten Tag auch gleich, ob ich denn an diesem Wochenende wieder Zeit und Lust auf ein nächstes Treffen hätte. Klar hatte ich und wir trafen uns dann abends in Dresden, wo wir einen ausgedehnten Spaziergang machten und ich ihm einige Sehenswürdigkeiten zeigte. Wir hatten Glück, denn nachdem es den ganzen Tag geregnet hatte, wurde der Abend immer schöner und angenehm mild. Ab und zu kehrten wir in einige kleine Bars ein, schlürften ein paar Cocktails und gönnten unseren Füßen eine kleine Pause. Wieder hatten wir uns viel zu erzählen und schauten uns dabei öfters mal etwas tiefer in die Augen.

Ein gewisses Prickeln war da schon da

Ich hatte auch irgendwie das Gefühl von Geborgenheit und fühlte mich einfach wohl in seiner Nähe. Dieses Date hatte was. Es war einfach ein toller Abend. Inzwischen war es schon wieder sehr spät geworden und die letzten Bars begannen zu schließen. Also machten wir uns auf den Weg zu unseren Autos. Als wir so zurückliefen, nahm er plötzlich, ganz ohne Vorwarnung, meine Hand und wir liefen dann „Hand in Hand“ weiter. Mir wurde ganz warm ums Herz und obwohl ich mir geschworen hatte, es langsam angehen zu lassen, ließ ich es zu. Es fühlte sich eben gut an. Dennoch sagte ich mir „du nimmst ihn heute noch nicht mit zu dir nach hause“. Ich wollte mir damit Zeit lassen. Es tat mir zwar leid, dass er jetzt mitten in der Nacht noch 150 Kilometer nach Hause fahren musste, aber es ging nun mal nicht anders. Ich wollte es noch nicht. Da musste er durch. Und er bedrängte mich auch nicht, bei mir übernachten zu dürfen. Das gefiel mir. Am darauffolgenden Wochenende entschloß ich mich dann aber doch, ihn zu mir einzuladen. Wir machten uns einen gemütlichen DVD-Abend mit Kerzen und ein paar leckeren Cocktails und dann irgendwann passierte es. Wir kamen uns näher. Die Stimmung war echt romantisch und ich ließ mich einfach mitreißen. Wir sahen uns tief in die Augen und küssten uns. Seine Küsse waren der Wahnsinn. Ich schmolz regelrecht dahin. Wir küssten und kuschelten dann noch die ganze Zeit so weiter und im Laufe des Abends entschied ich mich dann, ihn doch bei mir übernachten zu lassen. Damit hatte er nicht gerechnet und freute sich natürlich um so mehr über meine Entscheidung. Naja, viel geschlafen haben wir in dieser Nacht dann natürlich nicht, was ja zu erwarten war. Ich glaube, von da an habe ich wahrscheinlich irgendwie schon innerlich gewußt, dass „ER“ „der Richtige“ sein könnte.

Das hatte ich irgendwie im Gefühl

Den Sonntag dann haben wir den ganzen Tag im Bett verbracht. Als er dann abends wieder heimfahren mußte, fiel uns beiden der Abschied wahnsinnig schwer. 3 Tage später gestand ich ihm dann, dass ich mich in ihn verliebt hatte. Er war erstmal sprachlos, aber nachdem er mein Geständnis dann ein wenig verdaut hatte, gab er zu, dass seinerseits auch schon Gefühle für mich da waren. Es dauerte nicht lange und wir waren uns einig, dass wir es miteinander versuchen wollen. Mein Herz klopfte wie wild, als er mir gestand, dass er genauso dachte. Endlich kein Single mehr. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, aber von diesem Tag an war mein Leben auf einen Schlag schöner. Alles lief einfach besser. Ich hatte endlich meinen Traummann gefunden. Das ist jetzt genau ein Jahr her und wir sind immernoch glücklich wie am Anfang. Ich bin so froh, dass ich meinen MANU gefunden hab und ich geb ihn auch nicht mehr her. Hätte ich mich damals nicht dazu entschieden, mich hier anzumelden, hätte ich mein Glück verpasst. Und das alles habe ich nur Parship zu verdanken.

DANKE!!! DANKE!!! DANKE !!!