Zwei Gleichgesinnte auf ihrem größten Abenteuer

04.12.2014 André Martens

Marie (36) und Karsten (38) aus Hessen lernten sich mit Parship.de kennen und erzählen uns ihre Geschichte vom ersten Kennenlernen bis zu den Heiratsplänen und dem ersten gemeinsamen Nachwuchs (Namen geändert):

So verliebten sie sich:

© privat

Ich habe mich im Herbst 2010 bei Parship angemeldet. Damals lebte ich in der Westschweiz in der Nähe des Genfer Sees. Alltagssprache Französisch, Sprache auf der Arbeit Englisch. Dazu war ich viel auf Dienstreisen unterwegs und hatte daher wenig Gelegenheit auf „herkömmliche“ Art und Weise eine Partnerin kennen zu lernen, die Deutsch als Muttersprache spricht.

Letzteres war mir wichtig, da in einer Liebesbeziehung viel Kommunikation über Zwischentöne und Nicht-Gesagtes läuft, was in einer anderen Sprache als der eigenen viel schwieriger ist, zumindest langfristig. Zum Zeitpunkt der Anmeldung war ich 34 Jahre alt und an einer kurzfristigen Beziehung einfach nicht mehr interessiert. Die Idee, sich bei einer Online-Partnerbörse anzumelden stammte aus dem Freundeskreis – mindestens 3 Paare in meiner direkten Umgebung hatten sich so kennengelernt (wenn auch alle über französische Seiten) und mir diese Variante empfohlen.

Auch die deutschsprachige Schweiz!

Ich gab als Suchkriterium „im Umkreis von 200 km“ ein, um auch die deutschsprachige Schweiz abzudecken. In den ersten Monaten bekam ich gleich mehrere Zuschriften, witzigerweise hauptsächlich von in der Schweiz lebenden Deutschen. Nur eine Schweizerin war darunter. Die Kontakte waren alle sehr nett, und es ergaben sich auch Treffen.

Aber dann … eines Abends tauchte ein neuer möglicher Kontakt auf. Mit 180 km Entfernung lag sie im Grenzbereich meiner Suche, aber gerade noch darin. Als Beruf hatte sie nur „Ingenieurin“ eingetragen, das machte mich als erstes neugierig. Die Selbstbeschreibung war dann so witzig, dass ich lachen musste. Außerdem lautete ihr Status „Endlich alle Formulare für den Umzug in die Schweiz ausgefüllt!!“. Da wusste ich gleich, dass ich eine „Gleichgesinnte“ vor mir hatte.

Sie hatte den Stichtag verpasst

Wie ich heute weiß, war meine zukünftige Frau damals schon einige Zeit bei Parship und hatte eigentlich ihre Mitgliedschaft beenden wollen. Zum Glück für uns hatte sie aber den Stichtag verpasst und war daher noch für ein paar Monate Mitglied geblieben. Und diese Monate wollte sie nun auch ausnutzen, nachdem es sie beruflich in die Schweiz verschlagen hatte.

Wir schrieben uns in den ersten Tagen sehr oft und telefonierten auch mehrmals. Durch die Distanz kam es nicht sehr schnell zu einem persönlichen Treffen, eher entspann sich eine Telefonfreundschaft. Wir waren uns gleich sympathisch.

Abends fuhr sie nicht zurück

Spannend wurde nach ein paar Wochen – Anfang Dezember 2010. Wir wollten uns endlich kennenlernen. Marie kam für einen Nachmittagsbesuch per Bahn in die Westschweiz zu mir.
Am Bahnhof konnte ich sie sofort erkennen: sie war noch viel kleiner, als ich es mir vorgestellt hatte 🙂 Der Nachmittag verging wie im Flug und schließlich fuhr sie doch nicht wie geplant abends wieder zurück, sondern blieb. Am WE danach fuhr ich zu ihr, dann sie zu mir … und bald darauf war uns klar, dass wir Parship nicht mehr brauchten. Marie hatte ihre Mitgliedschaft ja bereits gekündigt, ich tat dass dann Anfang Januar 2011 auch. Insgesamt war ich nur ein halbes Jahr Mitglied, Marie ein paar Jahre.

Nach 2 Jahren Fern-/Wochenendbeziehung beschlossen wir Ende 2012, unser Auslandsabenteuer in der Schweiz zu beenden und nach Deutschland zurückzugehen. Seit Anfang 2013 leben wir gemeinsam in Wiesbaden. Im Urlaub auf Bali im Oktober 2013 habe ich ihr den Heiratsantrag gemacht, und während wir unsere Hochzeit planten kündigte sich parallel auch schon unser Nachwuchs an. Die gemeinsame Zukunft steht also auf festen Beinen!

Schönen Gruß aus Wiesbaden,
Karsten