Ich habe mich überzeugen lassen

"Eigentlich nur gucken", das war die Idee. Ergebnis bei Annemarie (29) und Daniel (32) aus Schleswig-Holstein: glücklich zusammen, verliebt, eine kleine Familie.

Verliebt mit Parship – Erfolgsgeschichte von Daniel und Annemarie
© privat

Beim besten Willen habe ich nicht gedacht, als Mama von Zwillingen im Alter von einem Jahr, einen Partner zu finden, der sich mit mir in dieses Abenteuer stürzen möchte. Deswegen wollte ich eigentlich nur gucken. Bei Tinder war ich mit diesem Gedanken gut aufgehoben. Mir wurde aber schnell klar, dass ich mehr wollte als nur schauen und mir ein Partner an meiner Seite fehlte. Also traf ich den Entschluss, dass eine Seite her musste, wo ernst gemeinte Anfragen kamen, welche nicht nur an mir, sondern an meiner kleinen Familie interessiert waren. Empfehlung von Google war dann Parship. Im Juni 2018 lernte ich meinen jetzigen Partner über Parship kennen. Glaubte ich zunächst, ein solcher Glücksgriff könne nur anderen widerfahren, muss ich meine Vorurteile jetzt revidieren. Meine beste Freundin hatte gerade jemanden gefunden, welche sich auf ihre kleine Familie nicht nur einließ, sondern auch sein Herzblut in die Beziehung und in Ihre Familie steckte.

Ich dachte so jemanden gibt es nur einmal

Im Nachhinein betrachtet, bin ich schlichtweg gefunden worden, obwohl ich überzeugt war, selbst die Zügel in der Hand zu haben. Meine Suchkriterien führten mich zunächst zu anderen potenziellen Partnern, mit denen ich auch nett geschrieben habe, aber ein Treffen wurde daraus nicht. Da ich beim Schreiben einen Funken brauchte für den nächsten Schritt. Dann erhielt ich eine Anfrage von Daniel, der eigentlich gar nicht so richtig in mein Schema passen wollte. Als erstes fiel mir auf, dass er Zeitsoldat ist. Aus meiner Schulzeit kenne ich viele Bundeswehrsoldaten und wusste vor allem eins: Sie sind eigentlich nie da. Mein Papa ist Fliesenleger und in der Woche auf Montage. Ich weiß wie sehr es manchmal meine Mutter belastet hat, die ganze Verantwortung für mich und meinen Bruder allein in der Woche zu haben. Das passte also nicht wirklich zu meinem Bild der Familie. Bei seiner Anfrage hat er gleich seine Fotos freigeschaltet und das, was ich auf den Fotos sah, überzeugte mich, ihm zu antworten. Wir haben erst eine gefühlte Ewigkeit geschrieben und uns aufgrund unseres strammen Tagesprogramms darauf geeinigt zu schreiben, wenn es eben passt. Dadurch sind unsere ersten Nachrichten sehr sporadisch eingegangen, dafür erinnerten sie eher an kleine Briefe als an kurze Mails. Was mich überzeugte.

Unser erstes Treffen war ein einfacher Spaziergang um die Alster

Die Zeit verging wie im Flug und die berühmte peinliche Stille gab es bis zum Abschied nicht. Wir hatten gefühlt tausend Gesprächsthemen und waren direkt auf einer Wellenlänge. Bei dem Gespräch stellte sich dann auch heraus, dass er nicht mehr lange bei der Bundeswehr ist, sondern ab 2019 fest in Hamburg einen Job hat. Mein innerer Jubel war groß. Die folgenden Treffen bestätigten meinen ersten Eindruck und wir blieben weiter dabei uns am Tag ein oder zwei kleine „Briefe“ zu schreiben. Im September kam dann der nächste Schritt und er lernte meine Kinder kennen. Welche direkt auf seinem Schoß krabbelten und wie selbstverständlich mit ihm ein Buch lesen wollten. Somit waren auch meine letzten Zweifel weg und der Tag, an dem er meine Kinder uns somit unsere Familie kennen lernte, wurde unser Jahrestag. Inzwischen leben wir zusammen in einem Haushalt und es fühlt sich an, als wenn wir endlich den Menschen gefunden haben, den wir immer gesucht haben. Verglichen mit den Beziehungen, die ich zuvor geführt hatte, war diese etwas ganz Besonderes. Vielleicht liegt es auch daran, dass er ein Wassermann ist. Denn bekanntlich sollen die Wassermänner etwas herausfordernder sein und verstehen sich da gegenseitig am besten.