Den Traum leben

Nach fünf Wochen der Heiratsantrag, nach drei Monaten das Ja-Wort - warum nicht, wenn es sich richtig anfühlt? Da kann man dann auch mal die Flitterwochen vor der Hochzeit verbringen. So passierte es bei Mike* (52) und Marie* (50) aus Hessen... *Namen geändert

Verliebt mit Parship – Erfolgsgeschichte von Mike und Marie
© privat

Mike und ich starten mit unserer Geschichte ganz hinten: Seit 4 Wochen sind wir verheiratet, kennengelernt haben wir uns dieses Jahr in der Woche vor Ostern, zusammen gekommen sind wir Ostersonntag, den 21. April… Jetzt aber mal der Reihenfolge nach, was sich Unglaubliches in dieser Zeit für Mike und mich abgespielt hat: Dass wir uns bei Parship anmeldeten lag daran, dass wir beide das Gefühl hatten bei einer großen Partnerplattform höhere Chancen zu haben, jemanden kennen zu lernen. Die Kontaktaufnahme über unser Profil gestaltete sich recht witzig, da Mike mir schrieb: „Liebe Unbekannte, aufgrund unserer hohen Anzahl an Matching Points (127) müssen wir uns eigentlich gar nicht erst kennenlernen, du kannst auch direkt bei mir einziehen.“

Er fragte spaßeshalber auch, für wann er denn den Möbelwagen bestellen solle

Nun wollten wir uns natürlich persönlich kennenlernen. Für uns beide war es so ungefähr die fünfte Person, die wir trafen, nachdem wir uns bei Parship angemeldet haben. Wie alle wissen, geht so einem Date nicht nur die reine Freude voraus. Eine gewisse Nervosität stellt sich kurz davor ein, man überlegt was man anzieht und ob sich der Zeitaufwand überhaupt lohnt etc. …. Wir trafen uns in der Woche vor Ostern dieses Jahres, in einer entspannten Gastwirtschaft. Was uns beiden sofort auffiel war, dass wir, mit Sicherheit auch aufgrund der hohen Matching Point Anzahl, unglaublich viele Themen hatten, über die wir ins Gespräch kamen. Außerdem hatten wir beide keine große Lust lange über Hobbys zu reden, sondern sprachen direkt spannende Dinge an wie z. B. was wir bei unserer nächsten Beziehung besser machen würden, was wir uns aufrichtig von einem Partner wünschen oder welche berühmte Persönlichkeit wir gerne einen Abend zu uns nach Hause einladen würden. Als ich zwischendurch die Toilette besuchte war mir klar, dass ich diesen spannenden Mann wiedersehen wollte… Für Karfreitag verabredeten wir uns für einen Spaziergang mit meinem Hund.

Ich war unglaublich erkältet und eigentlich gar nicht in der Lage das Haus zu verlassen

Aber Ibuprofen und Kaffee im Vorfeld machten es möglich – und als wir uns sahen war alle Krankheit war sofort vergessen… Sieben Stunden liefen wir über Wiesen, setzten uns am Waldrand auf eine Bank und kehrten später irgendwo ein. Dass er meinen Hund so liebte und so gut mit ihm umging war natürlich (das können alle Hundebesitzer nachvollziehen) zusätzlich unglaublich gut😊 Und von da an ging alles wie im Film, nur noch viel schöner, weil es tatsächlich passierte: Wir wohnen ca. 45 Autominuten voneinander entfernt und wir versuchten uns dennoch alle paar Tage zu sehen. Es wurde immer erstaunlicher, was uns miteinander verbindet. Ob es der Sport ist, unsere Lebenslust und so vieles mehr. Nach fünf Wochen Bekanntschaft verbrachten wir unser erstes gemeinsames Wochenende in Hamburg, als Mike mich in der Nähe der Reeperbahn, auf der Straße, in Höhe eines etwas heruntergekommenen Tattoo Studios fragte, ob ich ihn nicht heiraten wolle.

Völlig selbstverständlich bejahte ich die Frage

Wir machten noch ein Selfie von uns vor dem Studio… und für uns beide war das alles ganz „normal“, da wir spürten und wussten, dass wir für immer zusammenbleiben wollten und natürlich heiraten würden. Für den Sommerurlaub planten wir etwas gemeinsam, wovon wir beide jeder für sich schon immer geträumt hatten: mit dem Mountainbike die Alpen zu überqueren. Da wir beruflich recht eingespannt sind buchte ich uns eine Alpenüberquerung über eine Agentur. Im Spaß sagten wir uns, dass wenn wir es gemeinsam schaffen würden die Alpen zu überqueren, uns nachher nichts mehr im Wege stehen könne, unsere Leben gemeinsam zu verbringen… Die Agentur hatte noch genau zwei Plätze für den infrage kommenden Zeitraum frei, und zwar mit Startpunkt ab Füssen. Als ich Mike davon erzählte sagte er prompt, dass er in Füssen schon immer gerne Urlaub gemacht habe und er sich vorstellen könne, dort zu heiraten.

Spaßeshalber antwortete ich, dass ich am nächsten Tag unverbindlich das Füssener Standesamt kontaktieren könne

Ich erzählte telefonisch dem freundlichen Füssener Standesbeamten von unseren Plänen die Alpen ab Füssen zu überqueren und unserem Wunsch nach unserer Rückkehr dort zu heiraten. Für den in Frage kommenden Zeitraum hatte er, aufgrund der Kurzfristigkeit, noch genau einen Termin frei. Der Standesbeamte gab aber zu bedenken, dass wir die vielen Papiere, die es benötigt, um in einem wohnortfernen Standesamt so zeitnah zu heiraten, mit Sicherheit nicht mehr zusammen bekommen würden. Mit dieser Aussage war unser sportlicher Eifer erst recht geweckt 😊 und in „Nacht- und Nebelaktionen“ brachten wir die Papiere zusammen. Da unser Hochzeitstermin just auch der 56. Hochzeitstag von Mikes Eltern war, beschlossen wir, unsere engsten Familienangehörigen einzuladen. Vorher aber überquerten wir auf unseren Mountainbikes die Alpen. Die vielen Menschen die wir dabei trafen und denen wir von unseren Hochzeitsplänen erzählten, waren begeistert und wir wurden überall herzlich willkommen geheißen, da wir die ersten „Flitterwöchler“ waren, die vor der Hochzeit die Flitterwochen verbrachten. Am 09.08.19 kehrten wir von unserer Alpenüberquerung nach Füssen zurück und wir feierten dort das schönste Hochzeitsfest im Kreis unserer Liebsten, was man sich vorstellen könnte.

Mike und ich kannten uns zu diesem Zeitpunkt dreieinhalb Monate…

Im nächsten Jahr werden wir ein großes Fest mit unseren Freunden feiern! Für wenige Menschen in unserem Umkreis war unsere kurzfristige Entscheidung zu heiraten nicht nachvollziehbar, der weitaus größte Teil freute sich mit uns. Immer wieder hörten wir die Worte: „Ihr macht es so richtig, lebt euren Traum!“ Wir sind unendlich dankbar!