Die Harmonie ist riesig groß

09.03.2015 Jana Bogatz

Susanne* (48, Sekretärin) aus Flieden lernte mit Parship Helmut* (56, Steinmetzmeister) aus Flieden kennen. Sie hat uns geschrieben.
*Namen geändert

So verliebten sie sich:

Sechs lange Jahre habe ich nur wenig unversucht gelassen, um einen „Seelenverwandten“ zu finden, dessen Liebe mein Leben lebenswerter macht und dem ich meine Liebe schenken kann. Dazu nutzte ich Kontaktanzeigen, eine Partnervermittlung „der alten Schule“, Speeddatings, Singlewanderungen, bis hin zu intensivem Ausgehen. Denn Initiative ist notwendig im Leben – „auch Rapunzel musste handeln“. Hätte sie nicht ihr langes Haar vom Turm heruntergelassen, so wäre sie allein geblieben.  Da der berühmte Prinz auf dem Schimmel bis dato jedoch nicht an meiner Tür um Einlass gebeten hatte, gab ich die Suche, die bald in Fleißarbeit mündete, all die Jahre hindurch nicht auf. Insbesondere liierte Freunde und Freundinnen rieten mir, mich doch endlich mit dem Alleinsein abzufinden. Schließlich solle ich die vielen Vorteile des Singledaseins erkennen. Anscheinend beneidete mich der eine oder andere sogar um meine vermeintlichen Freiheiten, doch mich bedrückte die Einsamkeit schwer. Dass sich Geduld lohnt, das möchte ich hiermit allen Partnersuchenden ans Herz legen. Da ich meinen letzten Partner bereits über Parship kennengelernt hatte, kam ich schließlich wieder auf die Idee, dieses Portal zu nutzen. Ich finde das Niveau der meisten Mitglieder, sowie die vielfältigen Möglichkeiten, die die Plattform bietet, sehr gut. Bei meinem „neuen“ Partner Helmut erhielt es sich hinsichtlich des „Durchhaltevermögens“ fast umgekehrt.

Bei ihm war Geduld nicht vonnöten

Erst als er meine Zuschrift bekam, wurde er Premium-Mitglied, da er weiteren Kontakt zu mir aufnehmen wollte. Bei mir hingegen war der Vertrag fast abgelaufen; einige interessante Treffen waren leider im Sand verlaufen. Oft hatte ich Pech, indem ich Männern mit (meiner Ansicht nach) sehr hohen konkreten Erwartungen begegnete, die für mich schier unerfüllbar waren. Manchmal dachte ich, die meisten haben in frühester Kindheit wohl zu viele Märchen vorgelesen bekommen. Mal war ich in ihren Augen leider nicht mit Modelmaßen gesegnet, mal war ich leider nicht 20 Jahre jünger. Nach einigen Selbstzweifeln und durchweinten nächtlichen Stunden gelangte ich glücklicherweise zu dem Schluss, dass ich mein „Beuteschema“ dringend ändern musste. Ich wollte endlich nach einem bodenständigen Mann Ausschau halten, dessen Profil nicht (wie bislang) durch „Extravaganz“ aus der Masse herausstach, sondern auf den ersten Blick eher bieder war. Bisher sprachen mich nur besondere Formulierungen an, nun wollte ich endlich versuchen, mal einen „braven Typ von Nebenan“ kennenzulernen, der dennoch nicht langweilig sein durfte. Da stieß ich auf das Profil eines Handwerksmeisters, der sein Haupt noch dazu in weniger als 20 km Entfernung bettet. Außerdem zog ich unser gutes Matchingergebnis in Betracht, sowie die Tatsache, dass er sich nach eigener Beschreibung nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Das hörte sich für mich quirliges Wesen, die einen Ruhepol suchte, vielversprechend an. Seriosität gepaart mit guten Nerven, dazu ähnliche Hobbies und Interessen, wie z.B. Wandern. Obzwar ich schon fast die Suche auf Parship einstellen wollte, sagte mir eine „innere Stimme“:

„Diesen Versuch wagst Du noch.“

Die Feder war schon gespitzt, um ihm zu schreiben. Nach der ersten Kommunikation stellte sich heraus, dass uns keine 20, sondern lediglich etwas mehr als 2 km trennen! Oft betrugen die räumlichen Distanzen 100 km und mehr. Nun frage ich mich: „Warum in die Ferne schweifen…“ Da „ER“ als selbständiger Handwerksmeister ortsgebunden ist und ich auch über etwas eigenen Besitz verfüge, freuten wir uns sehr, dass nicht nur die räumliche Nähe so gut mit dem Beruf zu verbinden war, sondern vor allem die Sympathie des ersten Augenblicks sich rasch in heftige Verliebtheit verwandelt hat! Schon beim ersten gemeinsamen Abendessen war mir Helmut mit seiner zurückhaltenden, zuweilen schüchternen Art sehr sympathisch und ich war ihm trotz meiner langen Ausführungen nicht zu aufgedreht. In Ermangelung anderer Ausgehmöglichkeiten um Mitternacht (wir wohnen in ländlicher Idylle) lud er mich noch auf ein Getränk zu sich nach Hause ein. Dort begrüßten uns freudig seine beiden großen Hunde, die auch ich mittlerweile ins Herz geschlossen habe, was erstaunlich ist, da ich aufgrund schlechter Erfahrung in der Kindheit meist Angst habe. Später sagte er mir, dass es für ihn ein entscheidendes Kriterium gewesen sei, ob ich auch mit den Hunden zurechtkomme. Unsere gegenseitige Sympathie stimmte einfach, daran gab es nichts zu deuteln; wir konnten stundenlang miteinander reden, die Chemie stimmte.

Irgendwie schien es keine Hindernisse zu geben

Verliebt mit Parship - Erfolgsgeschichte von Susanne und HelmutDaher wagten wir es bereits ab dem dritten Treffen, eine Beziehung miteinander einzugehen. Helmut möchte nun die Sonnenseiten des Lebens genießen, für die er als selbständiger Handwerker bisher nicht genügend Freizeit hatte. So besuchen wir gemeinsam gerne Konzerte, bei denen er sich in seine „Jugendjahre“ zurückversetzt fühlt. Er war Sänger in einer Rockband und lebt bei Livemusik auf. Es ist für uns beide im Nachhinein kaum zu glauben, dass wir uns (er 55, ich 47) in der gemeinsamen Großgemeinde „auf dem Land“ noch nie beim Einkaufen, an der Tankstelle, beim Arzt oder bei ähnlichen Erledigungen getroffen haben! Aufgrund der räumlichen Nähe lernen wir uns sehr schnell in verschiedenen Facetten des Lebens kennen, so haben wir bereits Weihnachtsplätzchen gebacken und gehen auch zusammen einkaufen. Auch bei Regenwetter mit den Hunden Gassi gehen, solche banalen Alltagsdinge, sind es, die unsere Verliebtheit vertiefen. Nun haben wir bereits eine Silvesterreise nach Paris gebucht, um u.a. die romantische Beleuchtung der Champs Elysées zu genießen. Nach reichlich Lebenserfahrung sind wir auch bereit, Beziehungsarbeit zu leisten, ohne die das Glück allein bekanntlich nicht auskommt.  Bisher mussten wir nichts ausdiskutieren oder gar streiten, doch wollen wir die Realität nicht verkennen, die auch uns früher oder später einholen wird. Die Harmonie ist riesig groß und macht uns beide überglücklich! Nun hoffen wir auf das „berühmte Quäntchen Glück“, dass unsere starke Verliebtheit in eine lange innige Liebe mündet.