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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Jaja, die Mäuse, ein sexfreudiges Völkchen. Die Mäuse auf meinem Konto vermehren sich rasant. Schön, wenn man nicht selber arbeiten muss, sondern das Geld von selber kommt. Der Wasserbüffel-Sonnenblumenöl-Joghurt, welchen ich mit einem Dinkellöffel zu mir nahm, war klasse und der Hanfsamenwein schädelt jetzt...diese blöde dekadente Gesellschaft...
     
    15.05.2019 #61
  2. Xeshra
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    Ach Nein, Dekadenz ist nicht "die Liebe zur Qualität", es ist etwas ganz anderes. Es ist der Punkt wo eine Gesellschaft nicht mehr miteinander harmoniert, wo nicht mehr miteinander geredet wird, wo man kritische Sachverhalte ignoriert, kein Miteinander mehr kennt. Sich nicht mehr mit bestimmten Bestandteilen der Gesellschaft abgibt. Nicht mehr Liebe geben möchte ausser der eigenen zugedachten Gruppierung. Da wo man radikal zugunsten eines höheren Ideals, sei es Wirtschaft oder die Überbevorteilung von bereits Bevorteilten, sich Bereiche rauspickt, dadurch am ausgrenzen ist. Sowas kommt nie gut denn der Spalt wird immer grösser werden, vernichtet irgendwann auch die Solidarität. So eine Gesellschaft möchte niemand, das darf mir jeder glauben.

    Ich denke, ich bin einfach viel zu lieb und könnte manipulativ etwas bewegen. Sehe ich jedoch nicht als Option, ich möchte nunmal für das geliebt werden was ich wirklich bin, nicht für irgendetwas anderes. Es gibt keine Abkürzung, kein Trick, bei dem wie ich geliebt werden möchte. Zwar unbarmherzig, aber keiner weiss wo die Reise endet: Es kann sich plötzlich alles dem Segen zuwenden, braucht nur ein Tropfen einer Träne in diesem Becken des Schicksals, welche bis zum Boden versenkt wird.

    Das wollte ich mal alles erklären, wie manche Leute zu ihrer Liebe fanden und dass nur weil jemand möglichst viele Gemeinsamkeiten hat noch lange nicht bewiesen ist dass es zu einer glücklichen Beziehung führt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.05.2019
    15.05.2019 #62
  3. creolo
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    Was hast du gegen Sonnenblumenöl? Beste Öl was gibt. Und Sonnenblumen sind toll.
     
    15.05.2019 #63
  4. Snipes
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    Die Sonnenblume ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 1 bis 2, seltener 3 Metern[1] erreicht. Sie bildet keine Knollen. Der Stängel ist rau behaart.

    Die fast alle wechselständigen am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von bis 40 Zentimetern und einer Breite von bis zu 35 Zentimetern breit-herzförmig mit gesägtem Rand.

    Generative Merkmale
    Die nickenden Blütenkörbe weisen einen Durchmesser von 10 bis 40 Zentimetern auf. Die meist gelben Zungenblüten sind 6 bis 10 Zentimeter lang und die Röhrenblüten sind braun.

    Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 34.[2]

    [​IMG]
    Knospiger Blütenkorb
    [​IMG]
    Blütenkorb
    Ökologie
    Die Sonnenblume ist eine bis zu 2 Meter tief wurzelnde einjährige kultivierte Pflanze. Sie ist sehr photosyntheseaktiv; eine große Pflanze bindet pro Tag das in einem Raum von 100 Kubikmetern vorhandene Kohlenstoffdioxid. Allerdings sind die Pflanzen sehr lichtabhängig d. h., die Netto-Photosyntheserate steht in direktem Verhältnis zum Logarithmus der Lichtintensität, deshalb bleiben bereits geringfügig schlechter besonnte Pflanzen wesentlich kleiner. Sie ist eine typische Pflanze warmer Standorte, d. h., sie ist ein Wärmekeimer, sie hat ihr maximales Wachstum bei 20 Grad Celsius und ihre Keimblätter legen sich nachts zusammen.

    Blütenökologisch sind die Scheinblüten (Pseudanthium) große „Körbchenblumen“, die oft aus über 15.000 Einzelblüten bestehen. Die Blüten sind vormännlich. Die zungenförmigen Randblüten sind steril und haben eine hohe UV-Reflexion. Die Scheibenblüten sind zwittrig. Die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten. Der Nektar hat zur Zeit der Hauptproduktion zwischen 10 und 14 Uhr auch den höchsten Zuckergehalt von 35 %. Die Blütenkörbe richten sich fast immer auf „Mittag“ ein; die Sonnenblumen sind also Kompasspflanzen. Die Eigenart der Pflanze, sich immer dem Sonnenlicht zuzuwenden, nennt man Heliotropismus. An sonnigen Tagen verfolgt die Knospe die Sonne von Ost nach West, während sie sich nachts oder in der Morgendämmerung nach Osten zurückdreht. Auch wenn dies für die reifende Pflanze angenommen wird, so drehen sich nur die Blätter und Knospen zur Sonne, nicht jedoch die Fruchtstände. Diese weisen in der Regel nach Osten. Der Stamm verhärtet am Ende der Knospenstufe seine östliche Ausrichtung und, wenn die Überstrahlungsstufe erreicht wird, „friert“ der Stamm sie gewissermaßen ein. Blühende Sonnenblumen sind nicht mehr heliotrop, und die meisten Köpfe zeigen in Richtung des Sonnenaufgangs.

    Blütezeit reicht von Ende Juni/Juli bis September[3][4][5].

    Die Früchte sind Achänen ohne Pappus, dafür befinden sich auf dem Korbboden viele harte Spreublätter als Tragblätter der Einzelblüten; diese dienen der katapultartigen Ausbreitung der Früchte, besonders bei der Bearbeitung durch Vögel. Dazu kommt eine Versteckausbreitung z. B. durch Mäuse. Außerdem breiten sich die Früchte als Regenschwemmlinge aus. Die Achänen sind Licht- und Wärmekeimer.

    Die Laubblätter werden vom Sonnenblumenrost befallen.[6]

    Vorkommen
    Die Sonnenblume gilt als ursprünglich im südlichen Kanada (Alberta, British Columbia, Manitoba, Saskatchewan), in allen US-Bundesstaaten und in den mexikanischen Bundesstaaten Baja California, Chihuahua, Coahuila, Durango, Nuevo León, Sonora und Tamaulipas.[7] In den übrigen Bundesstaaten oder Provinzen Kanadas, in New Brunswick, Nova Scotia, Ontario, Prince Edward Island, Québec und Nordwest-Territorien ist sie ein Neophyt.[7]
     
    15.05.2019 #64
  5. creolo
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    Sonnenblumenöl ist ein aus den Achänen (Früchte) der Sonnenblume gewonnenes Pflanzenöl, mit hellgelber Farbe und mildem Geschmack. Es ist reich an ungesättigten Fettsäuren und wird hauptsächlich in der Ernährung verwendet. Daneben wird Sonnenblumenöl zur Erzeugung von Biodieselund für pharmazeutische und technische Zwecke benutzt. Sonnenblumenöl ist das Pflanzenöl mit der vierthöchsten Produktionsmenge weltweit.

    Sonnenblumenöl
    [​IMG]
    Rohstoffpflanze(n)
    Sonnenblume (Helianthus annuus)

    Herkunft
    Achäne (Früchte)

    Farbe
    hellgelb

    Inhaltsstoffe
    Ölsäure 14–39 %[1] (HO: 70–92 %)[2]
    Linolsäure 48–74 % (HO:2–17 %)[1]
    Linolensäure 0–0,3 %[1]
    Palmitinsäure 5–8 % (HO: 3–5 %)[1]
    Weitere Fettsäuren 3–6 % Stearinsäure[1]
    Σ gesättigte Fettsäuren 8 %
    Σ einfach ungesättigte Fettsäuren 27 %
    Σ mehrfach ungesättigte Fettsäuren 65 %
    Weitere Inhaltsstoffe Tocopherol 500–800 mg/kg[3]
    Eigenschaften
    Dichte 0,92 kg/l bei 15 °C[4]
    Viskosität {\displaystyle \nu }[​IMG] = 69 mm2·s−1 bei 20 °C[4]
    Oxidationsstabilität 1,5–2,5 h (raffiniert)[5]
    Schmelzpunkt −16 bis −18 °C[2]
    Rauchpunkt 209–213 °C (raffiniert)[3]
    107 °C (unraffiniert)[6]

    Flammpunkt 316 °C (raffiniert)[4]
    274 °C (unraffiniert)[7]

    Iodzahl 118–144[4]
    Brennwert 39,4 MJ/kg[8]
    Cetanzahl 36[4]
    Herstellung und Verbrauch
    Produktion weltweit 10,0 Mio. Tonnen (2007/08)[9];
    15 Mio. Tonnen (2014)[10]
    Wichtigste Produktionsländer Russland, Europäische Union, Argentinien, Ukraine[9]
    Verwendung Speiseöl, Futtermittel, Bioenergie, Industrie
     
    15.05.2019 #65
  6. Snipes
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    Bitte immer daran denken, auf jeden Fall die Chromosomenzahl anzugeben!

    Karyotyp: Die Chromosomen eines Individuums
    Alle verschiedenen Chromosomen, die in einem Individuum vorkommen, bilden zusammen den Karyotyp. In vielen Fällen (auch bei Säugern), finden sich im Karyotyp, abgesehen von den Geschlechtschromosomen im hemizygoten Geschlecht, immer zwei homologe Chromosomen, nämlich solche, die die gleichen Gene tragen. Man spricht in diesen Fällen von einem doppelten oder diploiden Chromosomensatz, der mit 2n abgekürzt wird. Bei sich geschlechtlich vermehrenden Organismen wurde von beiden Elternteilen je einer vererbt.



    Weitergabe der Chromosomen an die nächste Generation
    Um eine Zunahme der Chromosomenanzahl von Generation zu Generation zu verhindern, muss vor der Ausbildung der Keimzellen eine Reduktionsteilung stattfinden. Diese ist Bestandteil der Meiose. Während der Meiose kommt es durch Crossing over auch zu einer Rekombination der homologen Chromosomen. Dadurch entstehen genetisch neu zusammengesetzte Chromosomen, die sich von denen der Elternorganismen unterscheiden. Es unterliegt dem Zufall, welche der rekombinierten Chromosomen zusammen in den resultierenden Zellen mit einem Chromosomensatz (haploide Zellen) enden, also welche väterlichen und mütterlichen Abschnitte im neuen haploiden Chromosomensatz der Keimzellen (Eizellen und Spermien) zusammenkommen.

    Bei diploiden Tieren werden haploide Keimzellen (Eizellen und Spermien) erzeugt. Eine in wenigen Tierarten gefundene Abweichung von einer zufälligen Verteilung der Chromosomen tritt bei der Hybridogenese auf. Die Keimzellen können wieder zur ersten Zelle eines neuen Lebewesens verschmelzen, der Zygote.

    Bei Pflanzen und Einzellern können sich haploide und diploide Generationen abwechseln (siehe Generationswechsel). Manchmal ist dabei die haploide Generation die dominante und der diploide Status ist nur sehr kurz.

    Nicht-diploide Zahl von Chromosomensätzen
    Gelegentlich findet sich die Auffassung, dass alle höheren Tiere und Pflanzen zwei Chromosomensätze hätten, also diploid seien. Dies ist jedoch nicht der Fall. Zwar sind die Mehrzahl der Tiere und viele Pflanzen diploid, es gibt jedoch auch etliche mit anderen Ploidiegraden.

    Haploide Individuen kommen beispielsweise wie gerade beschrieben beim Generationswechsel der Pflanzen vor. Außerdem kommen haploide Männchen bei etlichen Insektenarten (Haplodiploidie, siehe auch oben, Geschlechtsbestimmung) und wohl auch bei einigen Milben vor. Es ist ein Fall von haploiden weiblichen Tieren bekannt: Die Milbenart Brevipalpus phoenicis, ein Schädling tropischer Nutzpflanzen, besteht nur aus haploiden Weibchen, die sich parthenogenetisch vermehren. Einer Untersuchung zufolge handelt es sich eigentlich um genetische Männchen, die durch eine Infektion mit Bakterien zu Weibchen verändert werden.[14] Verweiblichung durch Bakterieninfektion ist auch bei anderen Gliederfüßern bekannt, meist durch Wolbachia.

    Bei manchen Arten kommen mehr als zwei Chromosomensätze und somit höhere Ploidiegrade vor. Diese werden als triploid = 3n, tetraploid = 4n, hexaploid = 6n oder allgemein als polyploid bezeichnet. Bei Pflanzen wird in der Regel die haploide Chromosomenzahl eines Organismus mit x (Grundzahl) bezeichnet. Diploide Pflanzen haben dann 2x Chromosomen, tetraploide 4x usw. Das Genom einer tetraploiden Pflanze mit der Grundzahl x = 7 wird dann als 2n = 4x = 28 beschrieben.[15]

    Tetraploidie ist nach Diploidie wohl der zweithäufigste Ploidiegrad. Er wurde bei vielen Blütenpflanzen, Insekten und auch bei Amphibien beobachtet. Tetraploidie kann zustande kommen, indem eine Zellteilung nach Chromosomenverdopplung verhindert wird. Viele Nutzpflanzen, z. B. bei den Getreidesorten, entstanden durch Polyploidisierung aus diploiden Wildformen.

    Bei Pflanzen kommen auch noch höhere Ploidiegrade vor. Sie können beispielsweise entstehen, wenn zwei Arten gekreuzt werden und die Kinder alle Chromosomen der Eltern behalten. Man spricht dann von Additionsbastarden. Hexaploid ist beispielsweise der moderne Saatweizen.

    Triploide Individuen können entstehen, wenn sich diploide und tetraploide Individuen paaren. Dies ist möglich, wenn beide zu nahe verwandten Arten gehören. In der Regel werden triploide Individuen jedoch steril sein, da eine ungerade Anzahl von Chromosomensätzen zu Schwierigkeiten bei der Paarung der Chromosomen während der Meiose führt. Ausnahmen, also fortpflanzungsfähige triploide Individuen, wurden bei den Amphibien entdeckt. Hier kommen manchmal Diploidie, Tetraploidie und auch Triploidie in nahe verwandten Arten oder in der gleichen Art nebeneinander vor. Beim Wasserfrosch wird einer der Chromosomensätze vor der Meiose gezielt eliminiert (siehe Hybridogenese). In Pakistan wurde eine lokal begrenzte, triploide Population der Wechselkröte gefunden, bei der ebenfalls ein Chromosomensatz vor der Meiose gezielt eliminiert wird.[16]

    Zumindest theoretisch kann ein fließender Übergang beispielsweise von tetraploid zu diploid bestehen. In einem tetraploiden Lebewesen sind wie oben beschrieben alle Chromosomenpaare doppelt vorhanden. Veränderungen an einem der beiden Paare, zum Beispiel der Verlust einzelner Gene, können daher toleriert werden. Auch können sich die Genkopien auf den beiden Paaren während der weiteren Evolution auseinanderentwickeln und verschiedene Funktionen übernehmen. Chromosomenmutationen (siehe unten) an nur einem der beiden Paare sind ebenfalls möglich. Kommen viele solche Veränderungen im Lauf der Zeit zusammen, so haben sich schließlich die ursprünglich identischen Chromosomenpaare so weit auseinanderentwickelt, dass nicht mehr von vierfachen Chromosomensätzen gesprochen werden kann: Es liegt wieder Diploidie vor. Zwei Runden (daher „2R-Hypothese“) solcher Genomduplikationen sind für die frühe Entstehungsgeschichte der Wirbeltiere vorgeschlagen worden, so dass sich die heutigen diploiden Wirbeltiere aus ursprünglich oktaploiden (= 8n) Lebewesen entwickelt hätten.[17] Dies würde erklären, warum beispielsweise die Hox-Gen-Cluster pro haploidem Genom der Wirbeltiere viermal vorkommen, bei anderen Tieren aber nur einmal.
     
    15.05.2019 #66
    Obeserver gefällt das.
  7. Ach, alles egozentriertes Papperlapapp.
    Das mit dem Sandkuchen gestaltet sich schwieriger wie gedacht. Weder Obi, noch Hornbach verkaufen Sand in handelsüblichen Mengen für Sandkuchen.
    Vielleicht ein Baumkuchen…Bäume gibt’s ja genug. Aber in Österreich heisst das Prügeltorte…Ich bin gegen Gewalt…So langsam geht mir die Puste aus…dann wird’s ein Pustekuchen.
    Der genaue Zeitpunkt der Erfindung des Baumkuchens ist nicht bekannt, im Mittelalter gab es jedoch auch Brote, bei denen der Teig um einen Spieß gewickelt und über dem Feuer geröstet wurde (heute noch bekannt als Stockbrot oder Knüppelteig).Es wird von einigen Historikern angenommen dass der Baumkuchen ungarischen Ursprungs ist. Er sei eine Art Hochzeitskuchen gewesen und fand einen schnellen Einzug in die Deutsche Küche.[3] Andere behaupten aber dass eine ähnliche Form bereits den alten Griechen bekannt war.Erste Rezepturen für den Kuchen gibt es in einem italienischen Kochbuch von 1426. Die Bezeichnung „Baumkuchen“ (lateinisch placentae cylindricae) wurde erstmals 1682 in einem diätetischen Kochbuch[5] von Johann Sigismund Elsholtz verwendet, dem Leibarzt Kurfürst Friedrich Wilhelms von Brandenburg.[6] Wegen seiner ähnlichen Form wird oft auch der Baumstriezel irrtümlich Baumkuchen genannt. Das älteste überlieferte deutschsprachige Rezept erschien um 1450 in einer Heidelberger Handschrift. In Nürnberg und Frankfurt am Main war Baumkuchen schon im 15. Jahrhundert ein bekanntes Hochzeitsgebäck der Patrizier. Im 16. Jahrhundert veränderte sich die Herstellungsmethode, der Kuchenteig wurde nun nicht mehr ringförmig um eine rotierende Holzwalze gelegt, sondern als ganzes Stück um die Walze gelegt und mit Schnüren festgebunden. Durch das Abbinden entstanden die typischen Einkerbungen des Baumkuchens. Im 17. Jahrhundert kam eine weitere neue Fertigungsmethode auf, bei der dünnflüssiger Teig schichtweise auf die sich drehende Walze aufgegossen wurde. Zu dieser Zeit wurde es auch üblich, eine Glasur aus Zucker und Rosenwasser aufzutragen. Zucker wurde bei der Teigzubereitung zu dieser Zeit aber noch eher sparsam verwendet, man benutzte zum Würzen Muskat, Zimt und Kardamom. Die heute übliche Rezeptur entstand erst im 18. Jahrhundert. Eines der ersten bekannten Rezepte dieser neuen Art ist in der 7. Auflage des Nieder-Sächsischen Koch-Buchs von 1769 enthalten (siehe auch 10. Auflage von 1776[7]). Zu dieser Zeit wurde der fertige Baumkuchen mit geraspelter Schokolade bestreut oder ganz mit Kuvertüre bestrichen. Seit etwa 1800 wurden diese Kuchen kaum noch in privaten Haushalten hergestellt, sondern fast ausschließlich von Konditoren. Schwerpunkte der Baumkuchenherstellung entstanden in Dresden, Cottbus und Salzwedel.[6][8] Salzwedeler Baumkuchen besitzt seit 2010 das EU-Gütezeichen geschützte geografische Angabe In Japan, wohin er von dem deutschen Konditor Karl Joseph Wilhelm Juchheim gebracht wurde, ist der Baumkuchen (バウムクーヘン Baumukūhen oder バームクーヘン Bāmukūhen) eine der beliebtesten Backwaren überhaupt und trotz seines relativ hohen Preises zumindest abgepackt in fast jedem Lebensmittelgeschäft erhältlich.
    Prügeltorte, in Österreich verbreitet
    Die Zutaten einer Baumkuchen-Masse sind Butter, Eier, Zucker, Vanille, Salz und Mehl. Backpulver darf nicht verwendet werden. Das Verhältnis von Mehl, Butter und Eiern muss mindestens 1:1:2 sein, das heißt auf 100 g Mehl müssen mindestens 100 g Butter und 200 g Vollei kommen.[9] Honig und Alkohol (zum Beispiel Rum) können als Aromen hinzugegeben werden, ebenso Nüsse, Marzipan und Nougat. Die Grundrezeptur ist aber immer gleich. Ein echter Baumkuchen wird schichtweise an einem sich drehenden Spieß, der sogenannten Walze, gebacken. Früher geschah das über Holzfeuer, heute gibt es dafür speziell konstruierte Backapparate, die elektrisch oder mit Gas beheizt werden. Die Teigmasse wird in circa 10 bis 20 einzelnen Schichten aufgetragen, meist durch einen Tauchvorgang, und schichtweise gebacken. Dadurch ähneln die Schichten im fertigen Kuchen den Jahresringen eines Baumes. Durch eine besondere Technik beim Auftragen der einzelnen Teigschichten (Formung etwa mit einem Holzkamm[10]) erhält der Kuchen eine wellenförmige Kontur, es bilden sich Ringe. Nach Entfernen des Spießes kann die Kuchenrolle in Portionen geschnitten werden, dabei sind ein bis zu fünf Ringe üblich. Diese erhalten eine Glasur aus Fondant oder Kuvertüre (entweder Bitterschokolade oder Vollmilchschokolade). Die lange Backzeit macht den Baumkuchen sehr haltbar und ermöglicht dadurch den Export auch nach Japan und in die USA. Dies ist allerdings nur als Rohling möglich, denn eine Glasur kann die Haltbarkeit unter Umständen stark verkürzen, da sie Feuchtigkeit anzieht. Zum Verzehr wird Baumkuchen traditionell mit etwa spiralförmig geführten Schnitten in „Schollen“ von höchstens ein viertel Rippe Dicke, immer im Kreis herum allmählich von oben nach unten abgetragen. Eine andere Schnittart besteht darin, einzelne Ringe abzuschneiden und diese dann, je nach Größe der Ringe, zu vierteln oder zu achteln. Dabei sind die einzeln gebackenen Schichten sichtbar. Das bei anderen Kuchenarten übliche Anschneiden mit senkrechten Schnitten ist bei Baumkuchen unüblich. Für die Herstellung der Baumkuchenspitzen wird ein Ring in trapezförmige Stücke geschnitten, die einzeln mit Glasur überzogen werden. Nach einem anderen Verfahren, welches verbreiteter ist, wird die Masse schichtweise auf einem Backblech verteilt, gebacken und nach dem Abkühlen geschnitten. Damit sind große Mengen schnell zu produzieren. Der Spitzkuchen weist keine Wölbung auf und ist daher gleichmäßiger.
     
    15.05.2019 #67
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  8. creolo
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    Das ist doch schön... alle verstehen sich :rolleyes:
     
    15.05.2019 #68
  9. Snipes
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    Ja und hier muss explizit auf den Wasserfrosch hingewiesen werden:

    Als Wasserfrösche, auch Grünfrösche, werden vorwiegend halbaquatisch lebende Vertreter der Familie der Echten Frösche (Ranidae) zusammengefasst. Viele Autoren führen diese neuerdings in einer eigenen Gattung Pelophylax und trennen sie damit taxonomisch deutlicher von anderen Echten Fröschen der Gattung Rana ab, zu der auch die Wasserfrösche traditionell gezählt werden. Alternativ wird Pelophylax weiterhin nur als Untergattung innerhalb von Rana behandelt. Darüber hinaus wird die Bezeichnung „Wasserfrosch“ gelegentlich als Synonym für die Hybride Teichfrosch (Pelophylax „esculentus“) verwendet. Ferner kann sich der unscharfe Trivialname „Wasserfrosch“ auch auf andere ganzjährig in Gewässernähe lebende Froschlurche beziehen.

    Die unter dem Begriff hier verstandenen Frösche der Gattung bzw. Untergattung Pelophylax sind in Europa, Nordafrika und Asien verbreitet. Sie zeichnen sich typischerweise, aber nicht obligat durch eine grüne Färbung und eine eng an Gewässerufer gebundene Lebensweise aus. Es handelt sich um einen systematisch sehr „schwierigen“ Formenkomplex mit noch nicht abschließend erforschten Verwandtschaftsbeziehungen und diversen Hybridisierungen untereinander. Dabei ist das Phänomen der Entstehung von hybridogenetischen Hybriden, die sich auch unabhängig von ihren beiden Elternarten reproduzieren können, besonders bemerkenswert.

    Inhaltsverzeichnis
    Merkmale
    [​IMG]
    Kopf eines Teichfrosches im Profil
    [​IMG]
    Wasserfrösche haben eine relativ lange, spitz zulaufende Schnauze und eng beieinanderstehende bzw. leicht nach oben gerichtete Augen
    [​IMG]
    Der Fersenhöcker (auch: „Metatarsaltuberkel“ oder „Callus internus“) an der Basis der ersten Zehe kann zur genaueren Artbestimmung der Wasserfrösche dienen; hier der Fuß eines Teichfrosches
    [​IMG]
    Ein Seefrosch, Pelophylax ridibundus, in seinem Element; zwischen Kanadischer Wasserpest
    [​IMG]
    Wasserfrosch aus Nordfrankreich
    Erwachsene Wasserfrösche erreichen je nach Art, Geschlecht und Alter eine Kopf-Rumpf-Länge zwischen 4,5 und 14 (in sehr seltenen Fällen: 18) Zentimetern, wobei die Weibchen oft etwas größer werden als die Männchen. Es kann eine auch innerartlich sehr starke Variabilität der Färbung und Zeichnung vorhanden sein. Häufig dominiert eine grüne Grundfärbung der Oberseite und der Extremitäten, jedoch sind unter anderem auch Braun- und Grautöne möglich. Der Rücken ist oft unregelmäßig mit dunklen Punkten oder Flecken versehen; bei vielen Individuen mehrerer Arten ist außerdem eine helle Linie von der Schnauze bis zur Kloake ausgeprägt. Entlang des seitlichen Rückens verläuft beiderseits je eine erhabene Rückendrüsenleiste. Die Schnauze ist in der Regel recht lang und zugespitzt. Die Augen stehen etwas enger zusammen als bei den Braunfröschen und sind mehr nach oben gerichtet als bei diesen. Die im ruhenden Zustand an den Rumpf angelegten, „eingeklappten“ Hinterbeine sind sehr muskulös und ermöglichen den Tieren weite Sprünge oder auch kräftige Schwimm- und Tauchbewegungen, unterstützt durch gut ausgebildete Schwimmhäute zwischen den Zehen. Charakteristisch bei den Männchen sind paarige seitliche Schallblasen unter den Mundwinkeln, die sie zum Erzeugen verschiedener Rufe hervorstülpen und als Resonanzverstärker einsetzen.

    Für die äußere Unterscheidung der einzelnen Arten sind auch bestimmte Körperproportionen und biometrische Indizes von Bedeutung, etwa das rechnerische Verhältnis der Kopf-Rumpf- zur Unterschenkellänge, das Verhältnis der Unterschenkellänge zur Breite des Fersenhöckers auf der Fußsohle sowie die Form und Größe des Fersenhöckers in Relation zur Länge der ersten (inneren) Zehe des Hinterfußes. Trotzdem ist wegen komplizierter genetischer Sachverhalte innerhalb des Wasserfroschkomplexes (stark verkürzt und vereinfacht: siehe unten) nicht in allen Fällen eine phänotypisch sichere Artbestimmung möglich, zumal häufig Mischpopulationen auftreten.

    Hybridisierung
    Mitte der 1960er-Jahre entdeckte zuerst der polnische Herpetologe Leszek Berger, dass der bis dahin als normale Art behandelte Teichfrosch eigentlich eine aus natürlichen Kreuzungen zwischen dem Seefrosch und dem Kleinen Wasserfrosch hervorgegangene Bastardform (Hybride) darstellt. Zahlreiche Kreuzungsexperimente sowie biochemische Untersuchungen bestätigten diese Hypothese. Später wurden weitere Hybridformen unter den europäischen Wasserfröschen identifiziert. Experimentell konnte sogar gezeigt werden, dass sämtliche Wasserfroscharten miteinander kreuzbar sind und fertile Nachkommen hervorbringen können. Dies wird auf die Tatsache zurückgeführt, dass es sich durchweg um evolutionär betrachtet relativ junge Arten handelt, die noch über keine ausreichenden reproduktiven Isolationsmechanismen verfügen. Damit erfüllen die Vertreter der Wasserfrösche nicht alle Kriterien einer biologischen Art.[1]

    Besonders aus dem Rahmen fallen aber die drei bisher bekannten hybridogenetischen Hybriden, die sich auch dauerhaft ohne die Anwesenheit beider Elternarten fortpflanzen können. Dies gelingt ihnen, weil während der Keimzellenbildung ein vollständiger elterlicher Chromosomensatz eliminiert und nur der andere (hemi-)klonal an die nächste Generation vererbt wird. Dadurch enthalten die Keimzellen dieser Tiere lediglich die Erbinformationen einer Elternart (beispielsweise die des Seefrosches; P. ridibundus), aus Paarungen mit einem Vertreter der anderen Elternart (hier: Kleiner Wasserfrosch; P. lessonae) gehen folglich wiederum hybride Formen (hier: Teichfrösche) hervor.
     
    15.05.2019 #69
  10. creolo
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    Das ist bei Frauen auch ein Merkmal für innere Schönheit.
     
    15.05.2019 #70
  11. übel, was die Meiose sich da rausnimmt...gleich ganze Chromosomensätze eliminieren...die Krötenwelt ist ganz schön grausam...
     
    15.05.2019 #71
  12. „Nicht überall, wo Wasser ist, sind Frösche, aber wo Frösche quaken, ist Wasser nicht fern.“

    Johann Wolfgang von Goethe
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.05.2019
    15.05.2019 #72
  13. sy-alexa
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    “Also wenn jemand mich fragt "Wann erstes Treffen, erstes Telefonat", dann lege ich sofort auf und Treffe mich bestimmt nicht. Es gibt kein Wann noch ein benötigtes Telefonat, müssen tut überhaupt nichts. Treffen ist treffen, egal wie.”

    Mit “Also” beginnt man keinen Satz, der Rest spricht ob der Rechtschreibfehler für einen geringer gebildeten Menschen.

    “Daran wars beim neusten Kontakt leider gescheitert. Ich habe zwar Freundschaft angeboten aber selbst dafür fand sie uns zu "unterschiedlich". Bei Freunden kenne ich das eigentlich nicht, solange es zwischenmenschlich klappt könnte jeder mein Freund werden. Wichtig sind da andere Werte, sicher aber müssen wir da keine Gleichheit haben, sofern es sowas überhaupt gibt.”

    Parship ist eine Partnerbörse und keine Freunschaftsbörse!
     
    15.05.2019 #73
  14. Rise&Shine
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    ...ich bekomme schon Muskelkater vom Scrollen :p
     
    15.05.2019 #74
  15. Was ist Muskelkater und was hilft dagegen?

    Wer kennt das nicht – das Lernen einer neuen Sportart, der erste Besuch im Fitness-Studio oder der Wiedereinstieg nach einer längeren Sportpause. Mit diesen Tätigkeiten ist der Grundstein für schmerzhafte Bewegungseinschränkungen an den darauffolgenden Tagen gelegt. Die Rede ist natürlich vom Muskelkater. Aber was steckt wirklich hinter dem Phänomen des unangenehmen Muskelkaters?

    Es gibt viele Mythen rund um diese Thematik. Woher kommen die Schmerzen und wie bekommt man sie möglichst schnell wieder los? Wie entsteht Muskelkater, wie lange dauert er an und gibt es möglicherweise Maßnahmen zur Vorbeugung? Diese und weitere Fragen werden in dem nachfolgenden Artikel behandelt.

    Inhaltsverzeichnis
    1. Was ist Muskelkater?
    2. Wie entsteht Muskelkater?
    3. Wo entsteht der Muskelkater?
    4. Der zeitliche Verlauf von Muskelkater
    5. Folgen von Muskelkater
    6. Was hilft gegen Muskelkater?
      1. Sporttreiben trotz Muskelkater?
      2. Massage bei Muskelkater
      3. Muskelkater mit Wärme behandeln
      4. Dehnen bei Muskelkater
      5. Arzneimittel gegen Muskelkater
    7. Fazit
    Was ist Muskelkater?
    Definition: Als Muskelkater wird ein durch kleine Faserrisse entstehender Muskelschmerz bezeichnet, der zeitverzögert als Folge hoher Belastungen oder ungewohnter Bewegungsabläufen auftritt.

    Muskelkater macht sich in den meisten Fällen auf die gleiche Art und Weise bemerkbar. Die betroffene Muskulatur wirkt schwach, kraftlos, verhärtet und schmerzt schon bei den kleinsten Bewegungen. Weitere Empfindungen, die mit einem Muskelkater einhergehen können, sind Berührungsempfindlichkeit, Steifheit sowie ein leichtes Anschwellen der betroffenen Muskeln. Außerdem zählen deutliche Bewegungseinschränkungen in den entsprechenden Körperregionen zu den typischen Erscheinungen von Muskelkater.

    Die schmerzhaften Symptome treten in der Regel mit ein bis drei Tagen Verzögerung nach der körperlichen Belastung auf und können bis zu eine Woche andauern. Zu den häufigsten Ursachen, die zu einem Muskelkater führen können, zählen ungewohnte oder besonders intensive körperliche Belastungen. Weiterhin können Bewegungsabläufe, die über einen längeren Zeitraum andauern, körperliche Aktivität nach einer längeren Inaktivitätsphase sowie eine schlecht ausgebildete intramuskuläre Koordination, Grund für die zeitverzögerten Beschwerden sein.

    Wie entsteht Muskelkater?

    Muskelkatererscheinungen sind meistens die Folge von intensiven körperlichen Belastungen oder ungewohnten Bewegungsabläufen. Bei Sportarten wie Fußball, Tennis oder Squash kommt es vorrangig zu abrupten Abbremsbewegungen, ebenso wie zu schnellen Antrittsbewegungen. Besonders nach exzentrischer (abbremsenden) Muskelarbeit tritt Muskelkater sehr häufig auf. Im Gegensatz zu der konzentrischen (überwindenden) Muskelarbeit, sind bei abbremsenden Bewegungsausführungen weniger Muskelfasern aktiv, welche damit allerdings einer größeren Belastung ausgesetzt werden. Dadurch ist das Verletzungsrisiko bei exzentrischer Muskelarbeit höher. So kann beispielsweise die Bremsarbeit der Beinmuskulatur bei steilem Bergabgehen, oder das Zurückführen einer Hantel in die Ausgangsposition, diese schmerzhaften Erscheinungen verstärkt verursachen.

    Um die Frage nach der genauen Entstehung von Muskelkater zu erklären, bestehen verschiedene Erklärungsansätze, über die sich Forscher noch uneinig sind. Der Schmerz des Muskelkaters resultiert letztlich aus einer Überbeanspruchung der Muskulatur, bei der bestimmte Strukturen innerhalb des Muskels beschädigt werden.

    Bei einer der weitverbreitetsten Hypothesen wird davon ausgegangen, dass es durch die hohe körperliche Belastung zu mikroskopisch kleinen Muskelfaserverletzungen kommt. Kleine Risse in den Muskeln gehen mit Einblutungen und Entzündungsreaktionen einher, welche den Muskelkater auslösen. Dabei wird unmittelbar nach der Belastung zunächst kein Schmerz registriert. Dieser setzt erst verspätet, durch diverse Folgereaktionen ein.

    Eine weitere anerkannte Hypothese verfolgt die Theorie, dass hohe mechanische Belastungen zu Mikrotraumatisierungen in den Muskelfasern führen. Hierbei kommt es zu Rissbildungen innerhalb der Sarkomere. Durch die Risse tritt Wasser in den Muskel ein und drückt auf das Bindegewebe der Muskelfaser (Faszie). Rezeptoren innerhalb dieses Bindegewebes lösen den Schmerz letztlich aus.

    Eine andere Theorie basiert auf dem Grundgedanken, dass Laktat (Milchsäure) die Ursache für den Muskelkater ist. Durch intensive Muskelaktivität im anaeroben Bereich, kommt es vermehrt zu Laktatbildung in den Muskeln. Das Laktat häuft sich nach einer gewissen Zeit an und die Muskeln übersäuern. Diese Hypothese, die Laktat als Ursache für die Entstehung eines Muskelkaters beschreibt, kann heute allerdings durch verschiedene Argumente wiederlegt werden.

    Wo entsteht der Muskelkater?
    Ein Muskel besteht aus mehreren Muskelfaserbündeln, die wiederum aus vielen einzelnen Muskelfasern aufgebaut werden. Eine einzige Muskelfaser beinhaltet zahlreiche Sarkomere, die zugleich die kleinsten funktionellen Einheiten des Muskels darstellen (vgl. Aufbau eines Muskels). Auf Basis der erstgenannten Hypothese, kommt es durch eine ungewohnte oder hohe körperliche Belastung zu Mikrotraumatisierungen an den Muskelzellen. Dabei entstehen Risse an den Muskelfasern. Darauf folgen Mikrorupturen an den dazugehörenden Blutgefäßen, die mit Entzündungen und Schwellungen einhergehen. Diese sind letztlich für die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verantwortlich.

    Der zweiten anerkannten Hypothese nach, entstehen die Risse nach hoher mechanischer Belastung an den Muskelfasern; genauer an den Z-Scheiben innerhalb der Sarkomere. Die entstandenen Risse führen zum Eintreten von Wasser in den Muskel. Der Muskel schwillt an und drückt auf die Muskelfaszie, die aufgrund der gereizten Dehnungsrezeptoren letztlich den Schmerzen auslöst.

    Der zeitliche Verlauf von Muskelkater
    Ausgangspunkt für die Entstehung eines Muskelkaters ist eine Überbeanspruchung der Muskulatur durch besonders intensive oder ungewohnte Belastungen. Die daraus resultierende Beschädigung der Muskelfasern führt allerdings nicht unmittelbar nach der körperlichen Beanspruchung zu Schmerzen. Die mit dem Muskelkater einhergehenden Symptome treten etwa 12 bis 72 Stunden nach der Belastung auf. Die unangenehmen Schmerzen erreichen in dem Zeitraum von ein bis drei Tagen ihr Maximum und können bis zu einer Woche lang andauern. Der Schmerzgipfel wird meistens nach 24-28 Stunden erreicht. Ob ein Muskelkater auftritt und wie lange dieser andauert, ist neben der Art und Intensität der körperlichen Beanspruchung, ebenfalls von dem Trainingszustand der betroffenen Person abhängig. Werden Bewegungsabläufe regelmäßig mit gleicher Intensität durchgeführt, verringert sich das Ausmaß des Muskelkaters rapide. Allerdings ist die Dauer und Ausprägung eines Muskelkaters sehr individuell geprägt und kann daher recht unterschiedlich ausfallen.
     
    15.05.2019 #75
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