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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Monopteros
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    Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Hallo!

    Ich habe ein Problem mit der Berufsbezeichnung in meinem Profil und komme trotz langem Überlegen zu keiner Lösung. Ich habe eine Lehre und anschließend ein Studium im gleichen Tätigkeitsfeld absolviert, arbeite jetzt (als fertiger Dipl.-Ing.) bewusst noch in meinem alten Lehrberuf und habe bisher noch keinen beruflichen Aufstieg angestrebt, obwohl ich mit dem Studium sicherlich die Möglichkeit hätte. Der Grund dafür ist einfach, dass mir meine Tätigkeit so, wie ich sie momentan ausübe, sehr viel Spaß macht und ich auch noch ein paar Erfahrungen vor einem möglichen Aufstieg machen möchte.

    So weit so gut. Bezogen auf mein Profil hier habe ich jetzt das Problem, dass ich recht ratlos bin, was ich als Berufsbezeichnung angebe. Wenn ich schreibe, was ich gelernt habe und beruflich derzeit (noch) mache ist die große Mehrheit der Besucher erstmal ratlos, weil niemand mit der Berufsbezeichnung was anfangen kann und ich befürchte, dass viele mit dem Beruf (wenn sie sich dann die Mühe machen, nachzuschlagen bzw. mit der Bezeichnung wirklich was anfangen können) falsche Assoziationen verbinden. Mein Arbeitgeber ist in der Öffentlichkeit eher nicht so gut angesehen bzw. wird oft belächelt. Aus diesem Grunde steht bei mir derzeit einfach "Ingenieur" - was ja mit meinem Abschluss nicht wirklich falsch ist - aber in Bezug auf meine derzeitige Stelle ist es eben auch nicht 100% korrekt. Was haltet ihr davon? Sollte ich das ändern?
     
    19.03.2014 #1
  2. LunaLuna
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Es gab so viele Berufsbezeichnungen, mit denen ich nichts anfangen konnte. Oft gab es "Projektleiter" oder "Teamleiter", was für mich nichts über den Beruf aussagte.

    Schreib doch etwas, das sich für Dich stimmig anfühöt - so wie Du mit Deiner beruflichen Tätigkeit wahrgenommen werden willst. Neben dem Alter ist der Beruf - zumindest war es früher so - das einzige, was ins Auge sticht.
     
    19.03.2014 #2
  3. Verärgert_gelöscht
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Meiner Meinung nach wird das mit der Berufsangabe im Profil ja deutlich überbewertet...

    "Ingenieur" wirkt einerseits ein bisschen 'trocken', allerdings auch irgendwie 'seriös' (aber jeder hat halt andere Assoziationen).
    Wenn Dein ausgeübter Beruf ungewöhnlich ist, könnten sich, wenn Du ihn in die Profilüberschrift nimmst, Anknüpfungspunkte für ein Gespräch ergeben.
    Für den Ausbildungsgrad gibt's dann ja auch nochmal eine extra Einstellung im Profil.
    Probier doch einfach ein bisschen damit rum.
     
    19.03.2014 #3
  4. Nettmann
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Hallo Monopteros,
    ich schreib dir hier, obwohl ich dir eigentlich gar nicht auf deine eigentliche Frage antworten möchte.
    Du hast ein Studium absolviert und arbeitest weiter in deinem Ausbildungsberuf, weil es dir viel Spaß macht. Das mag für dich passen. Ich möchte dir aber bezogen auf eine Aussage in deinem Text eine Warnung mitgeben. Du möchtest erst noch ein paar Erfahrungen vor einem möglichen Aufstieg machen. Das kann ziemlich nach hinten losgehen.
    Ein Studium und die Arbeit als Ingenieur unterscheidet sich im Allgemeinen durchaus sehr von der in einem Ausbildungsberuf. Erfahrungen in letzterem werden von Arbeitgebern gern "mitgenommen", allerdings meist nur dann, wenn es nach dem Studium dadurch nicht zu einem zeitlichen Versatz kommt, der "frischgebackene" Ingenieur also hochmotiviert von der Hochschule oder eventuell einem Forschungsinstitut kommt.
    Wenn dein derzeitiger Arbeitgeber eh schon "belächelt" wird, wird dies um so schwerer wiegen, als wenn du derzeit bei einem renommierten Unternehmen z.B. als Gruppenleiter in der Fertigung noch ein Projekt fertigstellen willst (als Engagement gewertet). Du solltest für den Ingenieurberuf "brennen", darauf erste Erfahrungen in dem Umfeld zu sammeln.
    Derzeit mag die Lage auf dem Arbeitsmarkt (noch) gut sein, das Finden einer Stelle leicht. Wer weiß, wie das in wenigen Monaten aussieht? Wer weiß, wie es aussieht, wenn du deine erste Stelle als Ingenieur angetreten hast, eventuell eine Entlassungswelle ansteht. Ein Bewerbungsempfänger wird dieses seltsame Verhalten eher mit Kopfschütteln wahrnehmen.

    Was hat dies nun mit dem Schreiben hier zu tun?
    Auch potentielle Partnerinnen werden recht schnell den Kopf schütteln, wenn sie sich über ihre Zukunft an deiner Seite mehr Gedanken machen. Es wird mit einer Beziehung auch zu ihrem Risiko.
    Darüber relativiert sich die Frage nach der Bedeutung von Berufsbezeichnung vs. Ausbildungsstand meiner Ansicht nach beträchtlich.

    Viel Erfolg dir, egal wie du dich entscheidest.

    Nettmann (Projektleiter/Ingenieur ohne "geraden" Lebenslauf)
     
    19.03.2014 #4
  5. Monopteros
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Vielen Dank für die Antworten! Ich bin ehrlich gesagt auch kein Fan davon, wie prominent der Beruf hier bei PS im Profil dargestellt wird. Auch wenn mir der Beruf meiner potentiellen Partnerin an sich egal ist wird man so doch schon recht stark beeinflusst und assoziiert eben auch sehr viel mit der Berufsbezeichnung. Eben deshalb - ich sehe ja an mir selbst, wie stark man (und Frau wohl auch) dadurch beeinflusst wird - will ich meinen Beruf eigentlich nicht direkt nennen sondern eher durch mein sonstiges Profil punkten... Meine Frage ist wohl auch, ob das als "Schwindeln" wahrgenommen wird, was ich freilich vermeiden will. Ich stehe im direkten Kontakt und im Real Life sowieso zu meinem Beruf und bin sogar Stolz drauf - nur kann ich da dann unmittelbar Klischees beseitigen und erklären, was mich an der Tätigkeit so fasziniert.

    @Nettmann - deine Befürchtungen kann ich verstehen, aber in meinem Fall passt das übliche Bild nicht ganz. Ich bin beruflich sehr stark spezialisiert - sowohl durch meinen Lehrberuf als auch durch das Studium - das passt in sich schon und soll hier auch nicht das Thema sein. Ich hab da schon recht konkrete Pläne für die weitere Laufbahn, bin in der Branche gut vernetzt und auch kein Anfänger mehr. Trotzdem vielen Dank für deine Gedanken!
     
    19.03.2014 #5
  6. Gienah
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Guten Abend Monopertos,

    also als Frau würde ich Wert darauf legen, dass du mir deinen tatsächlichen ausgeübten Beruf verräts. Das bist doch Du und du fühlst Dich dort wohl. Deine Zukünftige soll dich akzeptieren, oder? Ach und sicher kann später der Ingenieurberuf sehr herausfordernd und spannend sein. Ich liebe jedenfalls meine Tätigkeit als Projektingenieurin und in meiner Branche ist es aktuell leider so, dass jetzt gerade sehr viele Ingenieure mit einmal in Rente gehen und der Nachwuchs fehlt. Also wenn man sich nicht gerade doof anstellt, empfinde ich das als sichere Bank. Auch gebe ich Nettmann Recht auch meine Tätigkeit ist mit gar keinen Ausbildungsberuf zu vergleichen und dieser Schritt sollte gut überlegt sein.

    Liebe Grüße, Gienah

    PS
    Wer sich über die Bezeichnung Projektingenieur/leiter wundert, es ist durchaus eine übliche Berufsbezeichnung, sie wird etwas klarer bei Angabe der Branche. Den "Teamleiter" finde ich dann aber auch etwas verwirrend, aber soetwax lässt sich bei Bedarf klären... Einfach nicht oberflächlich sein, wenn einen die andere Person gefällt.
     
    19.03.2014 #6
  7. AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Über so eine Aussage muss ich nun den Kopf schütteln.
     
    19.03.2014 #7
  8. Monopteros
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Das ist eben genau das Problem. Ich will wirklich nichts verheimlichen - wie gesagt, normal stehe ich zu meinem Beruf und bin auch stolz drauf - nur kenne ich halt die ersten Reaktionen wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde ("Was? Bei dem Verein arbeitest du?" Gepaart mit ein paar üblichen Vorurteilen) und befürchte eine eher abschreckende Wirkung, wenn man das so plakativ als erstes an meinem Profil wahrnimmt. Im direkten Kontakt bin ich eh darauf bedacht, sehr schnell zu sagen, was ich tu und wieso. Dann ist die Wahrnehmung bei anderen Leuten erfahrungsgemäß auch gleich eine andere.
     
    20.03.2014 #8
  9. Verärgert_gelöscht
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Wo arbeitest Du denn? Und warum verrät die Berufsbezeichnung automatisch den Arbeitgeber? Ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber soooo schlimm sein kann, dass er alle Interessentinnen verschreckt.
    Viele Leute haben gegen irgendwas oder irgendwen Vorurteile. Man kann es einfach nicht jedem in vorauseilendem Gehorsam rechtmachen.
     
    20.03.2014 #9
  10. Verärgert_gelöscht
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Ich auch.
     
    20.03.2014 #10
  11. Satjamira
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Ich hatte ein ähnliches Problem.
    Ich denke Ingenieur ist allgemein gehalten. Wenn du stolz auf deine Arbeit bist, strahle es aus und lass dich nicht unterkriegen wegen einigen zu eng denkenden Frauen.

    Mein Werdegang ist ja auch nicht nullachtfünfzehn, zumindest was nach der Erstausbildung folgte.

    Das Wichtigeste für die Männer war öfters "wovon lebst du denn?". Manche konnte ich beruhigen, dass ich fähig bin alleine für mich zu sorgen, anderen war das suspekt.


    Wenn jemand nicht fähig ist sich für den Menschen "dahinter" zu interessieren wird sie/er auch nicht der Richtige sein.
    Du kommst jedenfalls hier sympathisch rüber und das müsste ja zählen, wenn man sich schreibt und kennenlernt - finde ich.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.03.2014
    20.03.2014 #11
  12. Nettmann
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Hallo ihr beiden,
    na dann schüttelt halt,...
    Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass mein längeres Verbleiben an einem Forschungsinstitut nach der Diplomarbeit (trotz Ingenieurstelle) und geplantem Wechsel in die Industrie schon Kopfschütteln bei manchen Frauen ausgelöst hat, sie mir mitgeteilt haben, sie könnten so etwas nicht verstehen, schließlich würde ich ja so auch viel weniger Geld verdienen, Chancen vergeben...

    Nettmann
     
    20.03.2014 #12
  13. cyber
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Eine Variante ist auch einfach unter Beruf reinzuschreiben "habe ich"... das macht auch neugierig und bietet Gesprächsstoff ;-)
     
    20.03.2014 #13
  14. anaj
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Steh einfach dazu. Wer Deinen Beruf nicht akzeptiert, passt doch sowieso nicht zu Dir. Du arbeitest jetzt in diesem Beruf und somit ist das doch ein aktueller Umstand, der Dein jetziges Leben praegt.

    Das macht nicht immer neugierig, sondern nur, wenn das Profil auch sonst neugierig auf mehr macht. Es koennte also auch arrogant oder unsicher wirken.
     
    20.03.2014 #14
  15. LunaLuna
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    AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

    Nicht alle Menschen finden den besten Beruf den, der am meisten Geld bringt. Manche sind durchaus der Meinung, dass es viel wichtiger ist, dass man sich in der vielen Lebenszeit, die man im Beruf verbringt, sich wirklich wohlfühlt und sich verwirklichen kann.
     
    20.03.2014 #15