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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Baba
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    Beziehung mit einem Mann im Asperger-Spektrum

    Ich habe hier vor einem Jahr einen Mann (Anfang 50) kennengelernt, der mich von Anfang an nicht im Unklaren ließ, dass er sich (im Erwachsenen-Alter erst) als Asperger diagnostiziert (nur Selbstdiagnose) hat.
    Wir hatten ein Jahr lang eine wunderschöne WE-Beziehung (50 min Auto-Entfernung), haben wunderbar harmoniert (Sport, viele Unternehmungen, auch schöne körperliche Nähe, tägliche Telefonate unter der Woche), auch gemeinsame Reisen unternommen, ich lernte seine Familie kennen. Er hat viele, wundervolle Eigenschaften und ich liebe ihn sehr.
    Zu Beginn hatte ich seinen autistischen Anteil noch unterschätzt, konnte mir nicht vorstellen, dass er überhaupt autistische Anteile hat, bekam aber dann mit der Zeit immer mehr mit, dass er manchmal bei beruflicher Belastung oder bei emotionalen Stress seine Rückzugszeiten ganz für sich braucht (einen Overloud/Meltdown habe ich mal miterlebt).
    An meinen Kindern (die an den WE oft nicht Anteil an unserem gemeinsamen Unternehmungen hatten, da sie dann bei ihrem Vater sind, beide Teenager) hat er wenig Interesse. Auch Gefühle zu mir konnte er nicht ausdrücken, was einen aber lernen lässt, darauf zu sehen, was der andere TUT. Er hat mich wirklich in einigen Dingen unterstützt, auch wenn ihm intuitive Empathie fehlt, hat er eine rationale Empathie, ist 100%verlässlich und loyal.
    Ich habe mich in dem Jahr mit ihm gemeinsam sehr mit den Thema Asperger auseinandergesetzt, um ihn besser verstehen zu können (Bitte daher keine Literatur-Empfehlungen!).
    Zur Trennung kam es jetzt, weil ich mir nach einem Jahr doch einen Schritt von ihm Richtung gemeinsames Leben gewünscht habe. Er möchte und kann aber auf keinen Fall mit mir und meinen Kindern zusammenleben (er hatte zuvor schon Beziehungen gehabt, was er aber nicht wiederholen will). Mein Bedürfnis nach einem gemeinsamen Leben oder mehr gemeinsamer Zeit war aber immer wieder da, ich litt unter seinen Rückzügen und daran, dass er keine Schritte machen Will oder kann, was sich wohl nicht ändern lässt, denn Asperger ist keine Krankheit und nicht heilbar. Er braucht mehr gemeinsame Zeit einfach nicht.
    Meine Kinder leben wahrscheinlich erst in vier Jahren nicht mehr mit mir und ein gemeinsames Leben mit ihm wäre dann möglicher, ich möchte sie aber bis dahin nicht als Belastung empfinden.
    Gibt es doch eine Lösung für uns? Hat jemand Erfahrungen mit einer Liebe zu einem Asperger?
     
    29.12.2019 #1
  2. Baba
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    Da mein Beitrag nicht freigeschaltet wurde: hat sich inzwischen für uns zum Guten gewendet: wir waren immer in Kontakt, haben uns viel erklärt und sind weiterhin ein Paar.
    Brauche also keine Hilfestellung mehr!
    Danke, Baba
     
    31.12.2019 #2