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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Heike
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Ja, aber das ist dann eben tatsächlich eine andere Haltung als die von Jorge, wie sie hier diskutiert wurde. Denn Jorge hatte ja geschrieben:

    Ich selbst finde diesen Prüfungsgesichtspunkt interessant. Also ob jetzt schnell oder kurz geprüft wird, das ist für mich gar nicht so entscheidend. Ich finde interessanter, daß überhaupt dieses Prüfen so sehr im Vordergrund steht - anstatt dessen, das ich eher als Kennenlernen bezeichnen würde.
    Ich weiß schon "Drum prüfe, wer sich ewig binde ..." usw. - aber dennoch, mir ist dieses Prüfen ein wenig fremd. Das ist so gezielt und funktional. Ich habe da so Abhaklisten vorm Auge. Und wenn 13 von 15 möglichen Punkten erfüllt sind, beschließt man: jetzt ist Partnerschaft.
    Sicherlich legt aber so eine Partnerbörse diese Haltung sehr nahe, also diese Zielorientiertheit und Geschäftsmäßigkeit. Das interessiert mich am Phänomen.
     
    02.08.2012 #61
  2. goldmarie
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Praktische Prüfung ist für mich in diesem Fall ein Synonym für leben, ich bin alles andere als gezielt und funktional. Ich fühle mich da eher so durch...
     
    02.08.2012 #62
  3. da capo
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    @ Jorge

    Ja, da bin ich ganz bei dir ;-)

    LG, da capo
     
    02.08.2012 #63
  4. Heike
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Verstehe. Insofern steht die Prüfung dann nicht vor Bindung und gemeinsamem Leben. Der Sprung erfolgte nicht nach bestandener Prüfung, sondern auf ganz anderem Wege.
    Und Prüfen als Leben heißt Aufmerksamkeit dafür, wie es sich so anfühlt, ohne daß dies zu sehr an einem zuvor festgelegten Maßstab gemessen würde?
     
    02.08.2012 #64
  5. goldmarie
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Jedenfalls keine bewussten Maßstäbe.
    Ich wüsste auch gar nicht, welche Maßstäbe ich für eine emotionale Liebesbeziehung festlegen sollte. Klar gibt es gewisse Kriterien, die wir vorab „geprüft“ haben, es gab ja jede Menge Kommunikation vor dem ersten Treffen. Das war aber kein bewusster Vorgang, sondern eher die schleichende Erkenntnis, dass wir gut zueinander passen könnten. Unsere erste Begegnung und die Beziehung, die wir bis heute führen, hat das bestätigt. Ob das so bleibt? Weiß ich nicht, aber ich bin da einfach mal unkonventionell optimistisch. ;)
     
    02.08.2012 #65
  6. SineNomine
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Ob man diese Phase nun mit "sich prüfen", "sich kennenlernen" oder wie auch sonst immer benennt ist doch letztlich völlig egal. Wichtig ist: Da haben sich offenbar zwei, jeder für sich und beide miteinander, entschieden, dass das mit dem anderen vielleicht klappen könnte, dass sie sich aufeinander einlassen wollen und sich gemeinsam auf einen Weg gemacht. Wie lang der wird und wohin er führt wird die Zeit zeigen.
     
    02.08.2012 #66
  7. Heike
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Die Benennungen mögen egal sein, für die benannten Haltungen und Selbstverständnisse in ihrer Unterschiedenheit gilt das nicht.
    Offenbar interessieren sich einige dafür. Denn dazu haben einige User Fragen gestellt und darüber ging die Diskussion, und sie scheint mir nicht so off topic zu sein, da Jorges Bericht eben nicht nur eine kurze Verlobungsanzeige geschaltet hat, sondern die Ausführungen über Entscheidung, Trauen, Mut usw. sehr viel Raum bekommen haben.
    Da finde ich einen Austausch darüber, wofür genau man sich da so trauend entscheidet, nicht uninteressant. Und die Antwort "füreinander" mag zwar als weiseste erscheinen, vielleicht ist sie aber auch einfach nur verkürzt.
     
    02.08.2012 #67
  8. AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Die einzige, die hier über Ehrlichkeit und Unehrlichkeit spricht bist du ;-).

     
    02.08.2012 #68
  9. Raya
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Glückwunsch Jorge, ich wünsche Euch alles Gute und eine lange Fortsetzung nach diesem tollen Start!

    Ich lese hier im Forum sehr viel mit und lese sehr viel ziemlich "verkopften" Entscheidungen oder Ratschlägen, selten dass man einfach auch mal spontan, bauchgeleitet und vielleicht auch ein bissl unvernünftig (positiv gemeint) sein sollte.

    Lange Abhandlungen ob ich jemanden ein Lächeln senden darf oder nicht, dass ab dem 3,5 mal mailen die Fotos freigeschalten werden sollten, wann der erste Kuss zu erfolgen hat - ja nicht beim ersten Date, oh weia! - wer wem wann schreiben sollte und in welcher Reihenfolge, dass ja nix im Profil zu stehen hat was auch nur im leisesten in die Richtung geht dass man(n) oder frau Sex gerne mag und als einen wichtigen Bestandteil der Partnerschaft ansieht...

    Meine Liste ist überspitzt, das weiß ich selber, ich will damit auch niemandem persönlich auf den Schlips treten, aber für mich persönlich wird da aus der Partnersuche zu sehr eine Wissenschaft gemacht.

    Darum - und nun kommt der Bogen zum Thema zurück - darum finde ich es toll, auch mal eine Geschichte zu lesen wo zwei sich relativ schnell sicher sind, dass sie es miteinander probieren wollen und sich aufeinander einlassen. Einfach mal den Bauch ein bissl mehr regieren lassen...bravo!
     
    02.08.2012 #69
  10. Oliver
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Das wahrscheinlich beste und treffendste Statement in diesem Forum!!!
     
    03.08.2012 #70
  11. Heike
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Naja, geht so.
    "Hör auf deinen Bauch!" ist eigentlich einer der Standardratschläge hier. Im Regelkanon unter 1.1.1. zu finden.
    Verantwortlich und überlegt zu entscheiden und handeln ließe muß mit sich vom Bedürfnis nach einfachen Handlungsregeln durchaus unterscheiden. Ich würde da u.a. auch Mut, Selbständigkeit im Denken und Tun, Aufmerksamkeit und ähnliches entgegensetzen und nicht allein Bauch.
    Jorge selbst hat hinreichend deutlich gemacht, daß er seine Entscheidung nicht einfach als spontan und unvernünftig versteht und verstanden haben möchte. Und schreibt u.a.: "Interessanterweise haben wir beide nicht das Gefühl von rosa-rot, eher rational mit sehr viel Nähe, Achtsamkeit und Bewußtsein für das was wir gerade tun."
     
    03.08.2012 #71
  12. Ginevra
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Aber Bauch ist doch die intuitive Auswertung des Gehirns von aufgenommen Eindrücken, Erfahrungen und deren Verarbeitung. Mithin fließen darin doch auch Mut, Aufmerksamkeit und Denken ein. Aber oftmals kann man doch die Gedanken von rechts nach links wälzen und weiter im Kreis herum und man findet kein Ergebnis. Der Bauch gibt aber eine ganz klare Anweisung, die sehr oft richtig ist.

    Das Gehirn nimmt doch unbewusst Eindrücke auf und Verarbeitet diese auf eine Art, die das bewusste Denken gar nicht leisten kann. Z.B. vor dem Einbiegen in eine Straße rechnet das Gehirn blitzschnell aus, ob es noch reicht. Mit Papier und Taschenrechner würde ich diese Rechnung nie und nimmer so schnell hinkriegen. In Beziehungsfragen ist das für mich der Bauch.

    An anderer Stell wendest Du Dich doch auch gegen das Listen abhaken.
     
    03.08.2012 #72
  13. Heike
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Äh, natürlich wende ich mich gegen das Listenabhaken. Aber ich fänds schade, wenn die Alternative nur in blinder Unvernunft gesehen wird. Daß ganz viel an Entscheidungen unterschwellig ist, macht sie eben nicht unvernünftig, wie es der zum Forenpost des Monats ausgerufene Beitrag meint. :)
    Im übrigen folgt der Bauch oft alten Mustern, die dem Bauchbesitzer nicht immer zuträglich sind und durchaus auch mal hinterfragt werden könnten, etwa wenn er immer wieder an "die falschen" gerät. - Aber das ist ein anderer Punkt.
     
    03.08.2012 #73
  14. goldmarie
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    So, wie es vernünftige Köpfe gibt, gibt es auch vernünftige Bäuche.
    Für die Unvernunft gilt dasselbe.

    Aber ich mag Heike Recht geben: empfehlen würde ich denen, die mit schöner Regelmäßigkeit in immer gleichgearteten problematischen Beziehungen landen oder schnell wieder verlassen werden, meine oder Jorges Verhaltensweise auf keinen Fall. Dass ich mit meinem Bauchgefühl noch nie wirklich gescheitert bin, lässt sich leider nicht auf jeden übertragen.
     
    03.08.2012 #74
  15. Ginevra
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    In diesem Fall sollte, soweit möglich, der Bauch eben sorgfältig analysiert werden. Bei mir war es wohl nicht die Auswahl der Person, sondern mein Verhalten nach der getroffenen Wahl. Diesbezüglich tickt mein Bauch inzwischen auch neu. Eigentlich tickt der Bauch nicht neu. Er wird nicht mehr totgetrampelt von unsicherheit und Panik; er wird inzwischen auch in diesem Punkt gehört.
     
    03.08.2012 #75