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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Oliver
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Stimmt, es benutzen fast alle, aber das ist bei den meisten eben eine Floskel. Denn wie Raya schon richtig beschrieben hat, sind das dann aber die Leute, die alles aber auch wirklich alles, haarklein seziert und ausdiskutiert haben möchten.
     
    03.08.2012 #76
  2. Heike
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Ich meine hier im Forum sogar festzustellen, daß sich oft gerade User, die sich stark reflexionsfeindlich äußern, zugleich häufig darüber beklagen, immer an "die falschen" zu geraten.

    Reflexionsfeindlichkeit habe ich bei dir allerdings nicht so gelesen, Goldmarie. Und bei Jorge schon gar nicht.
    Allerdings scheint mir nach dem, was ich hier gelesen habe, deine und Jorges Vorgehensweise doch eher unterschiedlich zu sein. Er beschreibt ja das Abhaken von Punkten, spricht in einem anderen Sinne als du von Prüfung, es liest sich eher technikorientiert, und er betont selbst die Rationalität und vermutet, das auch das fortgeschrittene Alter eine Rolle spielt.
    Insofern verwundert mich ja, daß du dein und sein Vorgehen so sehr in einem Atemzug nennst. Gemeinsam ist die Kürze der Zeit bis zur Sicherheit/Entscheidung. Aber wie diese beschrieben wird, scheint mir in euren beiden Fällen sehr unterschiedlich zu sein.
     
    03.08.2012 #77
  3. goldmarie
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Mir weniger. Dass ich meinen Gefühlen den Vorrang und freien Lauf lasse bedeutet nicht, dass ich irrational handle. Vielmehr sind Bauch und Kopf im Einklang miteinander.

    Ich bin nicht verblendet und ich habe auch nicht die berühmten Schmetterlinge im Bauch. Eher eine warme, entspannte Vertrautheit „mit Nähe, Achtsamkeit und Bewußtsein“, wie Jorge es sehr treffend beschrieben hat. Und ich habe eine Ahnung davon, dass ich einen Mann gefunden habe, mit dem ein Beziehungsalltag auch auf Dauer gut funktionieren kann und ausbaufähig ist. Ohne all das hätte mein Bauch sich gar nicht erst zu Wort gemeldet.
     
    03.08.2012 #78
  4. Heike
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Das glaub ich gern. Und ich habe wie gesagt überhaupt nicht das Bild einer irrationalen Frau von dir.
    Die Weise, wie du von deiner Partnerfindung schreibst, und die Weise, wie Jorge von seiner, unterscheiden sich aber für meine Augen sehr. Ich weiß nicht, ob du diesen Eindruck teilst. Kann natürlich sein, daß das bloß eine Frage sprachlicher Stilistik ist. Aber meine Vermutung wäre zunächst schon, daß der unterschiedlichen Inszenierung auch zumindest teilweise unterschiedliches Vorgehen entspricht.
    Aber nichts genaues weiß man nicht. :)
    Alles Gute auf jeden Fall!
     
    03.08.2012 #79
  5. Jorge_gelöscht
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Naja, Heike

    ich kann mir gut vorstellen, dass Goldmaries und mein Vorgehen nicht wirklich so unterschiedlich ist. Um dies jedoch wirklich einzuschätzen, müssten sich entweder Goldmarie und ich einmal sehr intensiv unterhalten oder wir beide hier Details veröffentlichen, die ich jedenfalls nicht veröffentlichen werde. Und ich vermute, Goldmarie auch nicht.

    Vielleicht einfach soviel dazu: meine "Prüfkriterienliste" besteht "exakt" aus drei Punkten. Frage1: ist eine gute verbale Kommunikation gewährleistet? Frage 2: Können wir guten Sex gemeinsam haben? und Frage 3: Können wir uns vorstellen, ein commitment zu leben? Ende der Liste.

    Es gibt keine Unterpunkte und die Schwierigkeit bei der Diskussion hier geht bereits damit los, wie jede(r) von uns "gute verbale Kommunkation", "guter Sex", "gelebtes commitment" definiert und versteht. Mein Vorgehen im Detail erfolgt eher intuitiv und situationsbezogen. Und sicherlich ist daran auch mein Verstand und meine Gefühle beteiligt.

    Nehmen wir als Beispiel das Thema guter Sex. Natürlich weiss ich, dass biologisch angelegt, die Natur über der Geruch des anderen festlegt, ob die möglichen Nachkommen der beiden eine Chance für den Genpool sind - genau dann riechen beide gegenseitig "unwiderstehlich". Nur ob es beim ersten Date beim Händeschütteln bleibt, der Kuss auf die Backe oder den Mund erfolgt oder beide sogar gemeinsam ins Bett gehen ist völlig offen.

    Ich denke es geht wie immer darum im Leben, aus den gemachten Erfahrungen zu lernen und eine möglichst gute Vorgehensweise aus rationalen Überlegungen und intuitiven Handlungen zu realisieren. Es ist ein Weg zwischen reinem Bauchgefühl und ausschließlich rationalem Vorgehen.

    LG Jorge

    PS: kann ich meine drei Fragen für mich nach bestem Wissen und Gewissen mit ja beantworten, dann gebe ich ein klares JA - eineindeutig und verbindlich. Und diese Übereinstimmung zu erzielen, ist nach meiner Lebenserfahrung bereits so selten. Genau diese "Unwahrscheinlichkeit" ist vor einer Woche passiert. Deshalb war es mir wirklich völlig egal ob sie 20 Kilo oder weniger hat, welchen Beruf sie ausübt, wo sie in Deutschland wohnt oder ähnliche Kriterien, die andere Suchende hier als wichtig beschreiben. Naja ich "bekam" noch sehr nette Add-Ons und sie auch.
     
    03.08.2012 #80
  6. da capo
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Ich finde ja, das was letztendlich zählt, ist der MUT und die RISIKObereitschaft zueinander JA zu sagen. Ob zuvor seitenlange Mails und Telefonate, Nächte lange Diskussionen über "was gehört zu einer guten Partnerschaft" oder ganz impulsiv "guter Sex" der Auslöser zum JA waren ist doch nicht wichtig. Auch in der Partnerschaft zählt am Ende das TUN und nicht das Abwägen ob pro oder contra oder das Abwarten, ob "irgendetwas kommt und passiert".........Ich finde gut, wie Jorge und Goldmarie es beschreiben: Zu - oder anpacken und immer vorwärts gehen..............und dabei achtsam sein, Bedürfnisse wahrnehmen, sie kommunizieren, auch kopflos sein und sich in Kissen wühlen, präsent sein und JETZT leben........
    Glückwunsch euch Beiden.........
    Und vielleicht sind Diskussionen über eure Vorgehensweise ganz banal nur Neid, weil ihr das bereits lebt, worauf andere warten und warten und warten...........
    Da scheint es mitunter besser zu sein, Initiative zu ergereifen und im TUN alle Angst und Bedenken zu verlieren und entschieden gemeinsam weiter zu gehen......(Mir ist klar, dass auch darüber Seiten lang diskutiert werden kann...weil... frau/mann könnte ja an den/die Falsche/n kommen, nicht erkennen, dass der andere noch in einer Beziehung gefangen ist - zumindest gedanklich - usw. Ja, das Leben ist im Grunde immer gefährlich: man kann zuhause sitzen bleiben, wenn man Angst hat, oder man geht raus und entdeckt die Welt und riskiert auch Blessuren..........)
    Wünsch allen ein wunderschönes, sonniges und LIEBEvolles Wochenende, da capo
     
    03.08.2012 #81
  7. Raya
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Erstmal danke @ Oliver, dass Dir mein Beitrag so gut gefalleln hat.

    @all: Mein Post war mitnichten ein Aufruf zum Unvernünftigsein und ausschließlich ohne den Verstand einzuschalten auf den Bauch zu hören.

    Mich beschäftigte nur die Tatsache, dass hier alle Aspekte der Partnersuche, des Datings und des Beziehungsbeginns mit einer Akribie bis ins kleinste Detail durchdiskutiert werden und ich beim Mitlesen im Forum den Eindruck bekomme, es gibt einen Parship-Ehrenkodex nachdem man mehr falsch als richtig machen kann (siehe meine Beispiele).

    Natürlich sollte man sich nicht blind und unüberlegt in so etwas wichtiges wie die Suche nach dem neuen Partner stürzen. Aber andererseits hat ja eine Partnerschaft ganz viel mit Gefühl zu tun und für meinen Teil passt so eine akribische Vorgehensweise nicht dazu. Wenn ich den Mann beim ersten Date so anziehend finde und er mich auch, dass wir uns küssen möchten, dann denke ich nicht darüber nach ob das für diese Stufe des Kennenlernens angebracht wäre. Sondern ich genieße es....

    Wie ich hier im Forum mitlesen kann, schützt ein noch so ausgeklügeltes Vorgehen auch nicht davor auf jemanden hereinzufallen, der nur ein erotisches Abenteuer sucht.

    Dies ist schlicht und einfach meine eigene Meinung zu dem Thema und ich möchte absolut niemanden belehren damit.

    Höchstens ein ganz kleiner Apell zu mehr Lockerheit...
     
    03.08.2012 #82
  8. Sarah
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Im Überflug des Lesens bin ich bei diesen Zeilen gelandet:

    Ja - klingt irgendwie plausibel – dieses deutsch-abendländische Säulen-Modell der Liebe. Aber mein Herz zwitschert unvernünftig, irgendwas stört.
    Vielleicht ist es die Statik von Listen.
    Wenn ich es recht verstehe: Da begegne ich also am Tag X der Person Y und ich sage Ja zu Frage 1 und Ja zu Frage 2 und wieder ein Ja zu Frage 3.
    Also fertig? Also alles klar? Geprüft, gekostet und für gut befunden?
    Kein Schweigen, kein Stottern. Keine Körper, die erst noch zueinander finden müssen, keine Fremdheit, die erst Vertrautheit werden will? Kein leerer Raum.
    Ich muss an den Dialog des Herrn mit Mephisto denken, als beide um Faust buhlen:
    “Des Menschen Tätigkeit kann allzu leicht erschlaffen, Er liebt sich bald die unbedingte Ruh.“
    Nun ja, ich trink dann mal ein Glas p.c.; Cola & Süßstoff – sagen wir - auf die verrückende, bezaubernde Unvollkommenheit der Unvernunft. So nach dem Motto: Der Zauber (der Liebe) liegt darin, dass das, was noch nicht ist, werden kann.
    Ich weiß, etwas zu entwickeln, ist anstrengend. Und die Leerstellen bedrohlich.
    Aber die Liebe ist schön....
     
    03.08.2012 #83
  9. Tine54
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Die drei Punkte von Jorge sind erstmal ein wichtiger und ein entscheidender Start in eine Beziehung. Passen sie nicht, wird es auf Dauer nicht gehen.
    Ich habe mittlerweile gelernt auf meinen Bauch zu hören.In der Vergangenheit diesen leider zu oft ignoriert obwohl er sich warnend gemeldet hat.
    Ich glaube, wir alle haben einen mehr oder weniger guten Instinkt. Nur leider oft verlernt diesen einzusetzen. Alle äußeren Bedingungen stimmen, wir sind glücklich und was soll es dann, der Rest wird sich finden. Genau da liegt dann oft die Gefahr wieder Schiffbruch zu erleiden.
    Was dann auch sehr wichtig wird, nach Entäuschungen, wieder Vertrauen in die eigene Urteilskraft zu finden.
    Und da hilft uns unser Bauchgefühl, gepaart mit dem auch nötigen Verstand.

    Eine neue Beziehung ist erst nur ein Verliebtsein, echte tiefe Liebe wächst und auch erst dann, wenn die rosarote Brille weg ist und man seinen Partner mit all seinen Fehlern und Schwächen akzeptiert.
    Mit zwanzig dachte man ja noch, dass bekomme ich schon hin, werde ihn/sie sicher noch ändern können. :))
    Lieber Jorge, ihr habt einen guten Start hingelegt...die Kür kommt erst noch. Aber mit gegenseitiger Achtsamkeit kann es gelingen. Ich wünsche es euch.

    LG
    Tine54
     
    03.08.2012 #84
  10. Jorge_gelöscht
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    @ Sarah: klares NEIN, es ist eine Roadmap, nicht mehr und nicht weniger. Die Details werde ich hier nicht veröffentlichen und ich hatte bewußt einige Wörter in Anführungsstriche gesetzt. Und Grete und Faust, dass hatten wir beide auch. Meine Grete fragte "wie hältst Du es mit der Liebe", die Frage traf voll ins Schwarze, klärte u.a. liebe ich sie deswegen.

    LG Jorge
     
    04.08.2012 #85
  11. AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Liebe Sarah,
    deine Zeilen wollte ich gleich mehrmals hintereinander lesen, so schön formuliert, dass ich meiner Übereinstimmung Ausdruck verleihen möchte ;-).
     
    04.08.2012 #86
  12. Ginevra
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Ja ich muss hier auch zum Ausdruck bringen, wie schön und treffend ich diese Zeilen finde. Denn genau diese Entwicklung über einen langen Zeitraum habe ich erlebt. Das gegenseitige Interesse war von Anfang an da und eine Menge Zweifel bei ihm. Ich wusste am Anfang nicht über was ich mit ihm reden soll, außer fachliche Themen. Da habe ich ihn eben regelmäßig nach seiner fachlichen Meinung gefragt. Inzwischen (drei Jahre später) können wir uns über alles unterhalten: Über Hobbies, Interessen, die Vergangenheit und wenn mal die Themen ausgehen dann ist das Schweigen auch nicht peinlich.
     
    05.08.2012 #87
  13. Jorge_gelöscht
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Das kann ich nur ausdrücklich bestätigen und es wurde sehr treffend beschrieben.

    Vertrautheit, die da ist, ohne rational begründen zu können, wie dies nach so kurzer Zeit möglich ist.
    Der Mut, die Bereitschaft mit Lücken, Leerstellen zu leben und das Vertrauen in den anderen, sich selbst und auch das Leben. Die Überzeugung, dass es wert ist die Risiken einzugehen, obwohl vieles nicht geklärt, unbekannt und noch so neu ist. Das könnte die Beschreibung des Satzes sein "Dich liebe ich".

    LG Jorge
     
    05.08.2012 #88
  14. emilia74
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Hallo Jorge,

    ich bin eher stille Mitleserin Deiner Beiträge - trotzdem auch von mir herzlichen Glückwunsch, es macht ja Mut, dass es zumindest MÖGLICH zu sein scheint, durch PS jemanden kennenzulernen, mit dem man sich eine Zukunft vorstellen kann.

    Eine Bemerkung sei mir aber erlaubt - an Stelle Deiner Freundin würde mich es glaube ich stören, wenn meine Beziehung/der Beziehungsbeginn hier so breit getreten würde. Vieles von dem, was Du schreibst, solltest Du lieber ihr direkt schreiben, statt hier im Forum! Aber wahrscheinlich machst du das ja auch zusätzlich.

    Emilia
     
    06.08.2012 #89
  15. Jorge_gelöscht
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    AW: Das Ende des Hoffens, der Beginn des sich gemeinsamen Trauens

    Liebe Emilia,

    danke für Deine Glückwünsche und Deine Fürsorge. Sie liest mit. Nur welcher Nick dahintersteckt veröffentlichen wir erst am 22. September auf unserer Party hier.

    LG Jorge

    PS: wir hatten gemeinsam beschlossen, bewußt zu veröffentlich um als "Kontrastprogramm" zu den häufigen Threads was alles schief gehen kann und warum es nicht funktioniert ein wenig Mut zu. machen.
     
    06.08.2012 #90