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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. nuit
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    was mich dabei so ärgert, ist, dass diagnosen als schimpfworte missbraucht werden. nps ist das neue "urschloch". nicht jeder, der einem unsympathisch ist, der auftrumpft oder von dem man sich entwertet fühlt (fühlt!*), ist ein narzisst. genausowenig wie jeder depressive automatisch ein guter mensch ist. richtig (!) diagnostiziert ist das eine erkrankung, an der der betroffene keine schuld trägt und unter der er - meist in späterem lebensalter - aber dann enorm leidet. die suizidrate bei betroffenen ist hoch.

    * die 'ironie' dabei ist ja außerdem, dass gerade menschen mit nps höchst kränkbar und empfindlich sind, da sie sich im innersten als minderwertig fühlen und dies durch ein aufgeblähtes größenselbst kompensieren. bei kränkung (die von aussen meist nicht nachzuvollziehen ist), aber einem nadelstich in den luftballon gleicht, reagieren sie dann mit wut/ hass und entwertung. was aber auch nicht bedeutet, dass jeder, der einmal so reagiert, nps hat. alles klar? :)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 07.06.2013
    07.06.2013 #166
  2. Heike
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Ich find dich meist involviert. Und zwar insbesondere dann, wenn du schreibst, daß du nicht involviert bist. :)
    Als du hingegen offensichtlich, also für jeden sichtbar, involviert warst, indem du von ein paar Foristen Rückmeldung bekommen hast - was du ja in vielen Posts gewünscht oder zumindest zu wünschen vorgegeben hast - bist du hingegen von der Bildfläche verschwunden.
    Beides zusammengenommen vermittelt mir den Eindruck, als könntest du nur schreiben, wenn du dich und andere glauben machst, du wolltest ja gar nicht, was du tust. Und ich frage mich, weshalb du dann nichts beitragen kannst oder möchtest, wenn du dich für involviert hältst.
    Für mich jedenfalls würde, auf deine Sichtweise der Situation einzugehen, bedeuten, mich auf diese Dopplung von Involviertsein und Glauben-nicht-involviert-zusein einlassen zu müssen, und das finde ich für die Klärung es hier Verhandelten, soweit eine überhaupt in irgendeinem Sinne nötig ist, nicht gewinnbringend.
     
    07.06.2013 #167
  3. Elli
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    klitzekleine Anmerkung - und ziemlich OT:
    es gibt schwarze Schwäne - ursprüngliche Heimal Australien - inzwischen z.B. am Ammersee in Oberbayern in größerer Population, und nicht nur dort (Baier kennt die bestimmt;-)
     
    07.06.2013 #168
  4. anka
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Worum genau geht es dann in deinen Augen?
     
    07.06.2013 #169
  5. Heike
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Wem? Wobei?
     
    07.06.2013 #170
  6. AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Der gebildete Mensch verwendet halt nicht den Begriff "behindert" als Schimpfwort. Mal ganz davon abgesehen, dass es bei einer NPS breite Vielfalt gibt und nicht jeder davon Betroffene ein abgrundtief schlechter Mensch sein muss, möchte ich dein fühlt am liebsten doppelt unterstreichen. Warum fühlt sich wer verletzt, wenn Widersprüchlichkeiten aufgezeigt werden. Man könnte es an diesen Stellen doch auch mal mit Humor versuchen, wenn man sich ertappt (und deswegen eben nicht verletzt) fühlt. Wem es da schwerfällt, über sich selbst zu lachen, der versuche ein Grinsen, ginge ja auch. Keiner sieht's, das nur zur Beruhigung für die ganz Schamhaften.
     
    07.06.2013 #171
  7. AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Gemeint war der schwarze Schwan von Karl Popper, wonach die Aussage "Alle Schwäne sind weiß" widerlegt ist, sobald ein schwarzer Schwan gefunden wird. Es geht um die wissenschaftstheoretische Frage der Falsifikation. Wenn Kreative wissenschaftliche Studien in Frage stellt, indem sie ein Einzelbeispiel aus ihrem Bekanntenkreis nennt, ist das ein Vorgehen im Popper'schen Sinn - das war der Bezug.

    @ Kreative: Bei Wissen (vs. Meinung) geht es nicht darum, ein komplettes Studium in dem jeweiligen Gebiet absolviert zu haben, sondern zu wissen, wie man an Wissen kommt und was Wissen von Nicht-Wissen unterscheidet. Hier sind wir aber auf dem Gebiet der Wissenschaftstheorie, die - ich glaube im money-Thread - besprochen wurde. Es sprengt völlig den Rahmen. Wer z.B. entscheidet, ob Otto Kernberg kompetent in Fragen Narzissmus ist - die scientific community in Psychologie. Woher die das wissen? Sie lesen seine Arbeiten und Publikationen und bewerten sie. Anhand welcher Kriterien? Der Methodik des jeweiligen Fachs. Wo publiziert wird? Im wissenschaftlichen Zeitschriften. Woher man weiß, ob die gut sind? vom Impact Faktor. Usw. Dass Kernberg was von Narzissmus versteht, dafür verbürge ich mich, auch ohne Psychologie-Studium. Auch, wenn Du eine Tante hast, die sagt, dass sie mehr davon versteht. :)

    @ nuit: Selbstverständlich sind Fern-Diagnosen mit oder ohne Kernberg absurd. Meine Antwort an Baier war ein sarkastisches Spiegeln eben seiner Fern-Diagnose an Heike; sarkastisch insofern als er ja in Heikes Diskussionsstil narzisstische Merkmale herauslesen vermeinte und gerade der Denkstil bei Narzissmus ganz anders ist. Die ganze Diskussion ist aberwitzig.
     
    07.06.2013 #172
  8. Heike
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Haha! Könnt von mir sein!
    Also das Stilmittel, nicht der INhalt. :)


    Ja, ok. Aber laß du doch mal fünfe ungerade sein!
     
    07.06.2013 #173
  9. Kreative_gelöscht
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    @Alice
    Du scheinst ja eine richtige Universalgelehrte zu sein. Dagegen kann ich als einfach Promovierte natürlich nicht anstinken.
     
    07.06.2013 #174
  10. anka
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Deine Versöhnungskiste mit dem "abstrakten Gleichstand".

    Kann`s mir nicht konkret vorstellen und habe nicht verstanden, was du dann daraus ableitest/ was deiner Meinung nach dahinter steckt.
     
    07.06.2013 #175
  11. Elli
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    ja, verstehe, danke :)
     
    07.06.2013 #176
  12. Heike
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Bei Baier? Darüber möcht ich jetzt nicht im Detail spekulieren, und noch weniger, da er sich ja forumsfrei genommen hat. Konkret bezogen hat sich das auf seinen Versöhnungsvorschlag von vor einigen Seiten, der mir zugleich eine auch sonst nicht selten vorkommende Haltung auf den Punkt zu bringen scheint. In habs auch kurz kommentiert.
    Wobei ich die Haltung "Jeder hat seine Meinung, und wir werden hier nicht beweisen können, welche richtig ist." in den meisten Fällen für angemessener halte als "Jeder hat seine Meinung, und jede ist gleichermaßen richtig, nämlich immer für den, der sie hat."
     
    07.06.2013 #177
  13. AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Und Du scheinst leicht zu beeindrucken zu sein. :)
     
    07.06.2013 #178
  14. Kreative_gelöscht
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Von Theoretikern: immer.
     
    07.06.2013 #179
  15. anka
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Nein, nicht bei Baier, generell. Du schriebst ja, dass du bei einer Versöhnung, die darauf hinausläuft, dass das Konkrete weggewischt wird und bloß das Abstarkte bleibt, sowieso wüsstest worum es geht.
    Und ich fragte mich beim Lesen, worum es denn dann deiner Meinung nach geht. Außer um die Versöhnung.

    Das kommt auf den Fall an, oder? Wenn es um Fakten geht, hast du sicher recht (20 kompetente Mathematiker werden bei der Lösung dergleichen 10 Aufgaben hoffentlich zu größtenteils übereinstimmenden Ergebnissen kommen). Wenn es um Sichtweisen geht oder auch auch um Einschätzungen, die auf Wahrnehmungen beruhen, hast du wohl eher nicht recht. Da kann die gleiche Situation aus unterschiedlichen Perspektiven verschieden aussehen, ohne dass die eine Wahrnehmung zwingend richtiger sein muss als die andere.
     
    07.06.2013 #180