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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. equinox
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    ... bedingt. Wenn der (Halb-)Satz mit "Eh, Monn isch disch Messer ..." endet, fängt der spaßige Teil an aufzuhören ...
     
    04.06.2013 #106
  2. faraway
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Ich frage mich seit geraumer Zeit, warum gerade der "Lehrer" so in die Zange genommen wird...es gab ja schon diverse threads diesbezüglich, aber meines bescheidenen Wissens nach noch keinen jaulenden banker thread, Juristen thread, Friseusen thread.
    Jeder Beruf hat seine Für und Wider, jeder Beruf (so wie alles andere auch) kann karikiert werden;
    die" hämische Lust" verschont nichts und niemanden... die derformation professionelle ist allgemein anwendbar.

    Ich denke mir ganz einfach, dass der "Lehrer" eine kindliche Ersterfahrung +++ ist. Er. gross und mächtig, ich klein und schwach. Prüfung schwierig, ganz gemein, er kann mich zerstören, wenn er will... usw.
    (Natürlich kann er auch viel Positives:)))
    Und ich frage mich weiter: nämlich was das Lernen anbelangt... wir wollen "selber" lernen.. aber wir müssen ja (damals, genau dann), und lauter so unnötiges Zeug noch dazu; und wir wollen nicht belehrt werden ...boring, obnoxious, useless.
    Alle Menschen verbinden mit "Lehrer" sehr frühe Erfahrungen und pubertäre! Erfahrungen .-)))

    Es kommt natürlich auf den wunden Punkt eines jeden an, wo, wann genau es problematisch war... vielleicht war es für einige gar nicht problematisch; aber die "Massenhysterie" dürfen wir auch nicht unterschätzen = Lehrer sind doof, oh yeaah! the enemy.
    Ich hatte wunderbare Lehrer, die mich das Lernen lehrten, mich ungemein förderten und nicht auf meinen Schwächen bestanden und ich hatte neurotische Lehrer, die mich niedermachten, gewisse Fächer hassen liessen, die ganze Schule hassen liessen, trotz der guten counterparts.
    Und dieser böse Lehrer, der dir das Leben zur Hölle macht, ist der Satan , der für die Vorurteile verantwortlich ist, der verhasste Archetyp viel mächtiger als das Gute, weil das Böse diesbezüglich, zumindest eine Zeit lang, grösser ist.
    Viele von uns kannten wohl so einen. Und wenn man so einen in jungen Jahren erlebt, wirkt er sich wahrscheinlich penetranter aus, als die anderen "Profis", denen man im erwachsenen Alter begegnet.
    Heut seh ich sie als arme Teufel, so wie die anderen "Nieten".

    Ich hab kein Vorurteil gegen gute Lehrer.
    Aber üble Lehrer sind gefährlich... wahrscheinlich gefährlicher als üble Friseusen... obwohl ein übler Anwalt ist auch so eine Sache... aber die meisten Berufe(nen) werden gottseidank nicht direkt auf Kinder losgelassen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.06.2013
    05.06.2013 #107
  3. Heike
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    War nicht beinahe jeder mal irgendwann ein wenig in irgendeinen Lehrer verknallt? Weshalb prägt nicht dies das Lehrerbild? :)
    Naja, also mein Bild vom Lehrer hat, wie ich glaube, eher wenig mit meinen Kindheitserfahrungen zu tun. - Aber das dürfte von Mensch zu Mensch durchaus verschieden sein. Aber wenn das bei dir, Faraway, so ist, muß das bei anderen natürlich nicth auch so sein.
    Ich finde auch, daß man anhand der jeweiligen Urteile oder "Vorurteile" manchmal recht gut sehen kann, woher sie rühren. Das Bild vom machtvollen, über einem stehenden Lehrer spielt da manchmal eine Rolle. Aber es gibt auch viele Urteile, die damit herzlich wenig zu tun haben und in ganz andere Richtunge gehen.
    Und je nach Lebensweg sind einem später ja auf ganz andere Weise Lehrer begegnet, Lehramtsstudenten an der Uni, Lehrer der Kinder usw., die das Bild geprägt haben.
     
    05.06.2013 #108
  4. faraway
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Natürlich muss es nicht so sein. Ich hab ja ganz einfach nur nachgedacht. und erhebe keinen Anspruch auf Gültigkeit.
    Abgesehen davon, würde ich Lehrer nicht wegklicken, auf Grund von Lehrer.
    Ich wolte nur eine Möglichkeit ins Spiel werfen, um die beklagte, weil anscheinend verbreitete "Phobie" zu ergründen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 07.06.2013
    05.06.2013 #109
  5. Heike
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Ne, ich fands ja sogar schön, daß du dich zur Abwechslung mal rauswagst - auch wenn du dich jetzt gleich wieder in die Anspruchslosigkeit zurückziehen magst. :)
    Ich denke, die von dir genannte Möglichkeit ist die, mit der sich Lehrer hier meist selbst die Kritik erklären, und vielleicht auch: zur Seite wischen. Dabei hat doch vieles von dem, was kritisch geäußert wird, eine ganz andere Richtung.

    Weswegen es immer mal wieder Lehrerthreads gibt, ist ne gute Frage. Vielleicht sind auf der Börse auch überdurchschnittlich viele Lehrer? Auch hier im Forum scheints mehr Lehrer als beispielsweise Berufssoldaten zu geben, so daß fünf Lehrerthreads einen Soldatenthread aufwiegen könnten. Darüberhinaus habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, daß Lehrer so oft ihren eigenen Beruf herausstellen oder auch thematisieren im Kontakt mit anderen. Auch in diesem Thread ja wieder. Da ist natürlich immer die Frage, was Henne und was Ei ist. Kann sein, daß sie so häufig Angriffe erleben, daß sie vorauseilend schon immer abwehren wollen. So eine Haltung kann natürlich gut nach hinten losgehen. Und bei Baier etwa habe ich den Eindruck, daß er hier im Forum zumindest doch recht von sich aus das Bayersein und das Lehrersein betont und immer wieder ins Spiel gebracht hat. Also ich habe den Eindruck, daß ihm das ein starkes Anliegen ist.

    Naturwissenschaftler erlebe ich noch als eine Gruppierung, die oft thematisieren, daß sie ja Naturwissenschaftler sind. Ist mir gestern wieder aufgefallen, dieses häufige "Ich als Naturwissenschaftler ..."
    Und manchmal verstehen sich Menschen auch zugleich als Lehrer und Naturwissenschaftler. Wobei ich das, wenn es sich um Schullehrer handelt, interessant findet, weil die meines Wissens und auch meiner Erinnerung nach selten zu ihrer Lehrtätigkeit auch noch forschen. Und das Betreiben von Wissenschaft verbinde ich eher mit Forschen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.06.2013
    05.06.2013 #110
  6. Baier
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Tja, es gibt eben viel mehr Lehrer als Berufssoldaten in Deutschland, deshalb sind hier auch mehr Lehrer unterwegs. Überhaupt ist Lehrer nun mal der mit Abstand häufigste akademische Beruf.

    Nein, eigentlich nicht, sofern man pubertierendes Verhalten von Schülern, die ihre Grenzen suchen, nicht als Angriff auffasst (was bei einem Lehrer ziemlich ungünstig wäre).

    Ja, ist doch logisch. Ich spreche bairischen Dialekt und bin Lehrer, deshalb ist für mich interessant, wie sich das auf die Partnersuche auswirkt und wie Frauen dazu stehen. Andere sind klein und interessieren sich dafür, ob das bei der Partnersuche Auswirkungen hat und schreiben darüber. Wieder andere sind mollig und schreiben in Threads darüber, manche glauben, besonderes Niveau zu haben, das andere angeblich abschreckt und schreiben darüber, usw., usf. Ich könnte auch so tun, als ob ich Bildhauer oder Schwarzafrikaner wäre und dann dazu etwas schreiben - aber das betrifft mich doch gar nicht! Warum sollte irgendjemand über irgendetwas schreiben, was ihn nicht wirklich interessiert?

    Nun ja, für einen Naturwissenschaftler erscheinen viele Ansichten, die Nicht-Naturwissenschaftler zu eigentlich NATURWISSENSCHAFTLICHEN INHALTEN vertreten, ja oft ziemlich sonderlich. Dabei muss man bedenken, dass naturwissenschaftliches Verständnis eben nicht völlig unwichtig ist, nur weil man selbst kein Naturwissenschaftler ist. Tatsächlich sind naturwissenschaftliche Erkenntnisse die absolut erforderliche Grundlage, um bei vielen gesellschaftlich bedeutsamen Themen (z.B. Energiewende und Treibhauseffekt oder auch gesunde Ernährung) kompetent mitreden zu können.

    Wenn es z.B. um "gesunde Ernährung" geht, haben viele Menschen die abstrusesten Vorstellungen, die auch in "Sachbüchern" verbreitet werden und jeglicher naturwissenschaftlichen Erkenntnis komplett widersprechen. (Meist beruhen sie auf analogem Denken: "Mein Körper enthält wenig Kohlenhydrate => Ich soll wenig Kohlenhydrate essen.") Tatsächlich können viele Menschen, die eine persönliche Meinung über gesunde Ernährung haben und diese vielleicht auch vehement vertreten, nicht einmal wirklich erklären, warum ein Mensch eigentlich Nahrung benötigt. "Weil er sonst verhungert!" ist ja keine Antwort, sobald man nachfragt: "Was passiert eigentlich, wenn ein Mensch verhungert?" kommen viele nicht mehr weiter. Das habe ich nicht nur bei Schülern, sondern auch bei vielen Erwachsenen getestet; man muss natürlich mit einem gewissen Humor und Feingefühl an die Sache rangehen, damit keiner glaubt, man hält ihn für dumm und deshalb beleidigt reagiert. (Bisher ist mir das immer gelungen, mein Interesse an der naturwissenschaftlichen Bildung anderer Menschen hat noch nie zum Ende einer Freundschaft geführt.)

    Als Naturwissenschaftler muss man sich jedenfalls sehr häufig über andere Menschen, die ganz anders als man selbst denken, wundern und deshalb sieht man dann irgendwann auch das "Naturwissenschaftler-Sein" als wesentlichen Teil der eigenen Persönlichkeit.

    Ist ein Mediziner, der nicht als Arzt, sondern in einem Pharmaunternehmen arbeitet, deshalb kein Mediziner? Oder ein Ägyptologe, der seine Brötchen als Taxifahrer verdient, deshalb kein Ägyptologe? Oder ist jemand, der im Moment Single ist, deshalb automatisch grundsätzlich beziehungsunfähig? Wohl kaum. Im allgemeinen geht wohl die überwiegende Mehrheit der Menschheit davon aus, dass ein Mensch, der einen Studienabschluss als Naturwissenschaftler hat, auch einer ist und bleibt, egal, was er arbeitet. Er KÖNNTE eben auch naturwissenschaftliche Forschung betreiben, er hat ja schließlich gelernt, wie es geht.

    Viele Grüße

    Ein Baier, Lehrer und Naturwissenschaftler, der jetzt noch seinem Job nachgehen muss und einen Unterrichtsgang vorbereiten geht
     
    05.06.2013 #111
  7. Heike
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Hat das irgendjemand behauptet? Ich finds halt einfach auffällig. Die meisten hier dürften ja einen Beruf haben. Und viele stellen den nicht so in den Vordergrund wie du. Damit ist gar keine Wertung verbunden. Sondern es ist was, was mir auffällt. Und wenn du die Parallele zu Molligkeit und derlei ziehst, bei der es sich ja nicht um einen Beruf handelt, dann offenbar in dem Punkt, daß es sich bei beidem um etwas handelt, was die "Betroffenen" als etwas vermuten, was ihnen bei der Partnersuche Nachteile bereitet.

    Mir erscheinen ziemlich viele Ansichten, die hier von Nichtnaturwissenschaftlern oder Naturwissenschaftlern zu nichtnaturwissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Themen vertreten werden, ziemlich sonderlich. Mir genügt es alledings, sie ganz schlicht "als Heike" absonderlich zu finden. Ich brauch da kein Etikett im Hintergrund.

    Ja, als Heike muß sich sehr häufig über andere Menschen, die ganz anders als man selbst denken, wundern, und deswegen sehe ich dann irgendwann mein Heikesein als wesentlichen Teil meiner Persönlichkeit. :)

    Meinetwegen darf sich jeder deiner Schüler während der Physikstunde (oder worum auch immer es sich handelt) als Naturwissenschaftler fühlen. Und auf dem Pausenhof zugleich als Naturwissenschaftler, Strukturwissenschaftler, Geisteswissenschaftler, Musiker, Künstler, Sportler usw. - Die Schüler wissen auch, daß sie dabei einen Spaß machen, wenn sie sich so nennen. Tatsächlich ist ja die Unterscheidung von Ausbildung und Beruf hoffentlich nicht zu goldwaagig. Und wenn mir ein erwachsener Mensch entgegenkommt und sich mir als Naturwissenschaftler vorstellt, und ich nachher höre, er sei Lehrer, dann denke ich mir halt: aja!
    Den Vergleich mit Single und beziehungsunfähig fassen wir mal als Versehen auf, oder? Denn der ist natürlich ziemlich unsinnig. Ein Single ist selbstverständlich ein Single. Auch wenn derselben Mensch, der jetzt Single ist, letztes Jahr ne Partnerschaft hatte und währendderer kein Single war.
    Für die Berufsbezeichnung kommt es nicht so sehr darauf an, was man hätte täte könnte, sondern eher, was man tut. Wenn ein Physiklehrer nicht in einem gewissen Mindestmaß forscht, dann wäre es ziemlich schräg, ihn doch als Forscher zu bezeichnen, nur weil er vor Jahrzehnten an einem Institut ausgebildet wurde (Uni), an dem die ihn Lehrenden zugleich auch geforscht haben.

    Und zu deiner Spekulation, was die "Mehrheit der Menschen" darüber denkt: ich hab mal kurz bei Wikipedia geguckt. "Naturwissenschaftler (in Österreich und der Schweiz auch Naturwissenschafter) sind Forscher der Naturwissenschaften, die sich mit der belebten oder unbelebten Natur befassen."

    Aber vielleicht verstehen wir nun auch so manchen Blender und Betrüger, über die man sich hier immer wieder beschwert. Da hat halt jemand als Kind Doktorspiele betrieben und hält es deswegen für angemessen, sich nun bei Parship als Arzt auszugeben. :)
     
    05.06.2013 #112
  8. anaj
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Berufssoldaten waeren schon das interessantere Thema. ;-)) Oh nein, warte, ich kann mir denken wie die Diskussion hier verlaufen wuerde! Also dann doch lieber nicht.

    Also zurueck zu den Lehrern. Ich frage mich, warum die Lehrer nie ihre Faecherkombination abgeben. Bisher habe ich das nur bei 2 Musiklehrern gesehen.

    Geschichtslehrer wuerde ich ja noch ziemlich interessant finden (wenn sie dann nicht so sehr links angehaucht sind).
     
    05.06.2013 #113
  9. Baier
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Diesen Thread gibt es bereits; jetzt rate mal, wer da als einer der wenigen Foristen die Soldaten gegen Vorurteile verteidigt hat...

    Nun ja, wenn ich meine Fachkombination, die Schulform und dann noch den Ort oder auch nur den Landkreis, in dem ich wohne, angeben würde, könnte jeder, indem er von ein paar Schulen die Homepage anschaut, problemlos herausfinden, wer ich bin. Dann könnte ich ja gleich meinen vollständigen Namen und meine Adresse in mein Profil schreiben (was natürlich nicht zulässig ist, ich weiß).

    Ich behaupte mal, die politische Anschauung eines Lehrers hängt mit seinen Fächern ungefähr so sehr zusammen wie mit seiner Schuhgröße...

    Viele Grüße

    Ein Baier
     
    05.06.2013 #114
  10. Baier
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Hallo Heike,

    nun, du darfst gerne Dinge "als Heike" absonderlich finden. Da du einmalig bist, wird es für andere dann aber trotzdem kaum vorhersehbar sein, wie du zu einem anderen Thema denkst. Der Hinweis, Naturwissenschaftler zu sein, richtet sich vornehmlich an andere Naturwissenschaftler. Diese wissen dann nämlich, was sie vom anderen erwarten können und was dieser verstehen können sollte.

    Nach deiner Definition von Naturwissenschaftlern (nur wer ständig in der naturwissenschaftlichen Forschung tätig ist) sind auch die meisten Menschen, die sich selbst als Geisteswissenschaftler betrachten, keine Geisteswissenschaftler...

    Im Übrigen ist es mir egal, ob du mich als vollwertigen oder überhaupt als Naturwissenschaftler betrachtest oder nicht. Solange mich andere Naturwissenschaftler, auch solche, die an der Uni geblieben sind, als ihresgleichen akzeptieren, sehe ich keinen Grund, wegen des Urteils von Laien daran zu zweifeln, dass ich nach wie vor ein Naturwissenschaftler bin. (Und für Naturwissenschaften bist du ja wohl ein Laie, oder nicht? Oder arbeitest DU in der naturwissenschaftlichen Forschung?)

    Viele Grüße

    Ein Baier
     
    05.06.2013 #115
  11. anaj
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Ich habe den Thread gelesen.

    Big brother laesst gruessen.

    Naja, da kann man auch anderer Meinung sein, denn gerade im Unterricht wird viel interpretiert.
     
    05.06.2013 #116
  12. Heike
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Kaum vorhersehbar, das geht natürlich gar nicht! :)
    Da freu ich mich doch gleich, daß es hier aber immer einige gibt, die sagen, sie könnten genau berechnen, wann ich was sage. :)

    Ziemlich viel an Vorurteil. :)
    Ganz abgesehen davon, daß die "Ich als Naturwissenschaftler..."-Formulierung hier in den seltensten Fällen primär an andere "Naturwissenschaftler" adressiert werden dürfte.

    By the way: verhält sich der "Naturwissenschaftler" zum Naturwissenschaftler eigentlich wie der "Intellektuelle" zum Intellektuellen? Mathematiker vor!

    Immer diese Vorurteile. (Die sind wirklich krass da! Das spür ich, da bin ich kein Laie.) Weswegen ist dir so wichtig, ob ich jetzt "Laie" bin oder nicht?
    Ich gucke ja immer eher, was jemand hier zeigt. Und nicht so sehr darauf, was er behauptet, sonst irgendwo zu sein. Deswegen ist mir recht egal, ob alte Studienkollegen dich mit einem lockeren "Hey, alter Naturwissenschaftskumpel"-Klapps auf den Hinterkopf begrüßen oder nicht. Mein Urteil über Begriffsverständniskompetenz bilde ich mir einfach anhand der Äußerungen, die hier jemand so von sich gibt. Und ich habe sicherlich nicht den Eindruck, daß du besonders kompetent in der rätselhaften Wissenschaft namens "Verwendung des Naturwissenschaftler-Etiketts" bist und ich ein Laie. Wenn du der Auffassung sein solltest, würde dich das in meinen Augen als Laien outen. :)

    Um mal ein bißchen unmißverständliche Vernunft reinzubringen: Also im Lehrerkollegium ist es sicherlich verständlich, wenn ihr euch für irgendeine Besprechung mal untereinander so aufteilt: da drüben sitzen die Naturwissenschaftler, hier die Musiker und Künstler, dort die Sprachler usw. Da weiß jeder, was gemeint ist, und ich finde so eine Sprachverwendung vollkommen unproblematisch. Aus ihr zu folgern, du seist ein Forscher, ist hingegen ein ziemlicher Fehlschluß. :)
     
    05.06.2013 #117
  13. Baier
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Hallo Heike,

    statt jetzt viel zu argumentieren, was nichts nützen würde, weil du auf Argumente nicht wirklich eingehst, sondern dich als Wortverdreherin betätigst (das kannst du wirklich gut, aber ich lese den Inhalt, nicht die Formulierung) und mir irgendwelche wirklich völlig unpassende Sachen vorwirfst, nur eine kurze Anregung:

    Überlege dir einmal selbst, woher du die Überzeugung nimmst, dass deine Ansichten richtiger als meine wären. Woraus schließt du das eigentlich? Gibt es irgendeinen Anhaltspunkt, aus dem du schließen könntest, dass du mehr weißt als ich? Verhältst du dich allen Menschen gegenüber in der Weise, wie du es hier mir (und auch anderen) gegenüber tust?

    Vielleicht solltest du auch einmal die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass die Richtigkeit einer Meinung überhaupt nichts damit zu tun hat, auf welche Weise und mit wievielen wohlgedrechselten Sätzen sie vertreten wird. Denn zumindest das habe ich auch als ein Mensch, der in deinen Augen überheblich ist, wenn er sich als Naturwissenschaftler bezeichnet, im Leben schon gelernt.

    Viele Grüße

    Ein Baier
     
    05.06.2013 #118
  14. Heike
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Jetzt mal ernsthaft, Baier. Du meinst das hoffentlich nicht ernst, oder? Also daß du Argumente gebracht hättest, auf die ich nicht eingegangen bin. Das wäre etwas arg komisch.
    Schau dir noch mal an, wie sich die "Diskussion" entwickelt hat. Ich hab einer anderen Foristin etwas geschrieben, was mir auffällt, nämlich daß zwei Gruppen hier, Lehrer und Naturwissenschaftler, häufiger als andere ihren Beruf oder ihre Tätigkeit herausstellen. Dazu hab ich in einer kurzen Bemerkung hinzugefügt, daß es sogar auch die Kombination Lehrer und Naturwissenschaftler gibt, was ich aus genanntem Grund "interessant" fand.
    Es geht überhaupt nicht darum, wer - nach welchem Maßstab auch immer und auf welche Gebiete bezogen auch immer - "mehr weiß". Das ist doch wirklich jetzt ziemlich krumm.

    Als unterschwelliges Thema hat sich das des Vorurteils ergeben. Und das find ich interessant. Du stellst dich ja an mehreren Stellen als Ritter im Kampf gegen das Vorurteil dar. Auch scheint es das Thema dieses Threads hier zu sein. Ich bestreite auch gar nicht, daß du das auf einer bestimmten Ebene tust. Mir fällt aber einfach auf einer anderen Ebene auf, wie stark vorurteilsbehaftet deine Äußerungen da sind. Und drücke das aus. Nimm das doch als Ergänzung. Da geht es nicht darum, sich moralisch drüberzustellen. Nimm es doch einfach so: wie du dich für das Bairische interessierst und Menschen hier darüber informiert hast, interessiere ich mich für etwas komplexere und weniger offenbare Vorurteile und informiere Menschen hier darüber.
    Und lies mal deine letzten Beiträge hier im Thread. Naturwissenschaftler und Laien. Womit man rechnen kann und soll, wenn jemand sagt, er sei Naturwissenschaftler. Selbst so eine Äußerung wie "du darfst gerne Dinge als Heike absonderlich finden. Da du einmalig bist, wird es für andere dann aber trotzdem kaum vorhersehbar sein, wie du zu einem anderen Thema denkst." Merkst du was? Nämlich daß du damit, offenbar ohne es recht zu bemerken, dem Vorurteil ein Loblied singst? Sich oder den anderen klar labeln, weil dann vorhersehbar sein wird, was er zu anderen Themen denkt? Daß der hohe Etikettverbrauch, den du an den Tag legst, hier durchgespielt am Etikett "Naturwissenschaftler", ganz im Dienste der Vorurteilslogik erfolgt?
    Wie gesagt: damit ist dein Kampf gegen Vorurteile bei anderen, in anderen Bereichen und auf anderen Ebenen nicht geleugnet. Nimms als Ergänzung.
     
    05.06.2013 #119
  15. faraway
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    AW: Dialektsprecher und Lehrer - wer traut sich, sich zu "outen"?

    Anspruchslosigkeit liegt mir einfach mehr im Blut :))

    Und mein "Anspruch" würde ja nichts Nennenswertes klären, wenn es nur mein Anspruch wäre und sich niemand angesprochen fühlte.

    Es gab Zeiten, da wollte ich überzeugen.. believe you me.
    Manchmal hab ich noch so Attacken, aber die werden immer seltener.
     
    05.06.2013 #120