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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Benutzer
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    Die kleine Schwester von Sch.....

    "NETT; du bist echt ein total liebenswerter, zuverlässiger und humorvoller Mann. Du wirst bestimmt schnell eine (andere!) Frau finden, da bin ich mir ganz sicher. So etwas wie dich suchen doch gaaaanz viele Frauen".

    Wer hat das schon mal (wiederholt, oder eigentlich ständig) gehört?

    Die "Nice Guys" dieser Welt sind doch gar nicht mehr gefragt. Das hatten die Frauen doch alles schon. Ab jetzt ist Abenteuer und Verruchtheit mit einem Schuss Draufgängertum und Wildheit gefragt.

    Ein wilder Mustang, den die Amazone zähmen kann. Der sie schlecht behandelt, SEIN Ding durchzieht, ohne Rücksicht auf die Frau, die sich immer mal wieder auf ihn schwingt, um Spaß zu haben.

    Lässt er sich tatsächlich zu einem gehorsamen Ackergaul umkonfigurieren, wird's wiederum schnell langweilig für die Rodeo-Reiterin. Und dann wird der nächste "Russell Crowe-Verschnitt" ins Auge gefasst, die Rüstung geölt und das Visier auf Filter "Drei-Tage-Bart-Kerl" eingestellt.

    Ist das wirklich so, liebe suchende Frauenwelt? Hat der Ackergaul ausgedient, der mit euch eine Familie gegründet, die Kinder großgezogen und euch treusorgend einen festen Halt im Leben zu geben versucht hat?

    Wieso stehen diese "Aufreißer-Bücher" der sogenannten "Womenizer" aus den USA so häufig in den Bestsellerlisten? Ist es wirklich so, dass man immer das haben möchte, was man nicht haben kann?

    Würde hierzu gerne mal die Meinung der Frauen und Erfahrungen der Männer lesen.
     
    04.12.2013 #1
  2. anaj
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    AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Keine Sorge, dieser Maennertyp hat nicht ausgedient! Er steht noch immer hoch im Kurs. Nett heisst auch nicht gleich langweilig! ;-)
     
    04.12.2013 #2
  3. LunaLuna
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    AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Nein. Ich will keines der von Dir erwähnten Entweder-Oders - dann lieber für immer Single.

    Damit meine ich: ich möchte keinen Ackergaul, sondern einen gleichwertigen Partner. Was überhaupt nichts damit zu tun hat, was Deiner Meinung nach "gefragt" ist.

    Dein Beitrag klingt recht frustriert.
     
    04.12.2013 #3
  4. Schreiberin
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    AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Hallo Benutzer !
    Das Thema hatten wir hier schon öfter und die Beiträge dazu ähneln sich dann. Aufgrund eines Vorfalls im Bekanntenkreis habe ich mich letztens noch mal intensiv mit dem Thema beschäftigt - vielleicht gelingt es mir ja, noch mal einen neuen Gedanken dazu darzustellen..

    Du hast recht, es gibt diese "netten" Kerle und ich kann mir auch vorstellen, dass sie über diese Bezeichnung immer mal ziemlich abgenervt sind.
    Ich halte es aber für einen absoluten Trugschluss zu glauben, eine Frau, die einen "netten" ablehnt, wolle logischerweise einen A.... als Alternative.

    Warum aber lehnt sie einen "netten" ab - einen, der ausgeglichen und freundlich, aufmerksam und hilfsbereit ist und immer wieder signalisiert, er würde fast alles für sie tun ???

    Meiner Meinung nach hängt das damit zusammen, was Anziehung ausmacht. Dazu gehört körperliche Anziehung, eine ähnliche Weltsicht, ein kompatibler Alltag...
    Es gehört aber auch .... "Faszination" dazu. Damit meine ich jetzt nicht etwas übertrieben James-Bond-mäßiges, sondern etwas, was "einen aufhorchen lässt".

    Einen Reiz, sich mit diesem Menschen auseinandersetzen zu wollen, ihn als eine Bereicherung zu empfinden, seine Gedanken und Ideen hören zu wollen, sich für ihn anstrengen zu wollen.

    Wenn das nicht da ist - dann kann man den anderen immer noch schätzen, aber es fehlt einfach das Quäntchen, was man für eine intensive Beziehung braucht.

    Wenn man das feststellt - was soll man dann sagen ? Umschreibungen in die Richtung könnten schnell so klingen, als wäre der andere zu einfach gestrickt, "auf anderem Niveau" oder ähnliches - und das stimmt vielleicht von der Richtung auch, hört sich aber viel zu wertend und allgemeingültig an und würde sicher sehr verletzen.
    Also bleibt es bei "nett". Oder eben "zu nett".

    Ein Nebengedanke noch : Heutzutage müssen sich Frauen im Berufsleben viel erkämpfen und hart erarbeiten, erleben dann oft Befriedigung in ihrer Anstrengung und Leistung. Natürlich ist es dann eigentlich ausgleichend erholsam, wenn man im Privatleben umsorgt und verwöhnt wird . Aber wenn man sich so GAR NICHT anstrengen muss und einem jedes Wort von den Lippen abgelesen wird, von einem "netten" Kerl - dann erlebt man dies vielleicht dankbar und mit Freude - aber es entsteht vielleicht auch nicht so eine tiefe Bindung, weil man selber kaum viel investieren muss... Das gilt sicher nicht für jede Frau, aber bei mir habe ich diese Wirkung schon häufiger festgestellt. Ich will keinen A...., aber auch keinen, der mir sozusagen den eigenen A.... hinterherträgt..... ;-)
     
    04.12.2013 #4
  5. delfin 1988
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    AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Nichts gegen gehorsame Ackergäule, aber etwas ungehorsam beiderseits gehört für mich auf jeden Fall dazu. Es ist leider nach meiner Erfahrung so, dass die ganz lieben, nie muckenden Männer nicht die waren, die ich geliebt habe.
    Dieser schwierige Spagat aus verbindlich-sorgend-liebevoll, aber auch eigenständig-selbstbewusst-stark ist für mich beidseitig wichtig.
     
    04.12.2013 #5
  6. AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Mich nähme mal Wunder, ob du das tatsächlich genau so gehört oder im Frust etwas abgewandelt hast. Ich kann mir vorstellen, einem Mann zu sagen, er sei nett, aber ich wolle nichts von ihm. Dann heisst das aber nicht, dass ich nichts von ihm will WEIL er nett ist. Es wäre eher der Ausdruck meines eigenen "Leidens" daran, dass ich mich nicht verlieben kann, obwohl jemand nett ist. Das bedeutet nicht, dass ich mich überhaupt nicht in einen netten Kerl verlieben könnte, sondern bloss nicht in diesen. Und der Grund dafür ist wohl jedesmal individuell verschieden.
    Und selbst wenn ich mich in einen nicht netten Kerl verlieben sollte, dann würde daraus wohl kaum eine Beziehung werden. Ich will auf jeden Fall einen netten Kerl, aber er braucht halt auch noch andere Voraussetzungen zu erfüllen.
    Vielleicht ist es ja genauso - mit umgekehrten Vorzeichen - wie bei dem Mann, der mir sagte, ich sei zu stark. Das Starke an mir war nicht wirklich das Problem, sondern trotz der Stärke konnte er sich eben nicht vorstellen, sich zu verlieben. Oder so.
     
    04.12.2013 #6
  7. Heike
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    AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Es gibt unterschiedliche Arten von Netten. Es gibt eine Art von Nettigkeit, die gerne die Frauen/Damenwelt adressiert und meiner Erfahrung nach ist das oft nicht nur eine Formulierungs-, sondern eine Haltungsfrage. Sie bleibt außen vor. Vor der Frau, dem unbekannten Wesen, und ganz besonders vor der konkreten Frau, die vor ihnen steht. Das kann frau nett finden, aber eben vielleicht nicht mehr, eben weil sie eben auch eingenommen und angegangen und herausgefordert und berührt werden will.
     
    04.12.2013 #7
  8. AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Sehe ich genau so. Ich zB wünsche mir einen ausgesprochen netten Mann als Partner. Der nicht nur nett zu mir, sondern grundsätzlich ein wohlwollender Mensch ist. Mit den 'bad boys' verkrache ich mich eher früher als später, weil ich weder bad noch boys ertrage.

    (PS (an den FS): Empfinde deine Ausführungen nicht als sehr nett :))
     
    05.12.2013 #8
  9. Verärgert_gelöscht
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    AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Hatte hier schon manchmal den Eindruck, dass "beleidigt" der kleine Bruder von "nett" sein könnte...

    Ich seh's so: "nett" sollte unbedingt zu den Eigenschaften eines Mannes zählen, der mir als Partner gefällt - allerdings wäre mir "Nettigkeit" als einzige Attraktion zu wenig.
     
    05.12.2013 #9
  10. t.b.d.
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    AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Es wird am Namen liegen. Nomen est Omen. Da freut frau sich auf einen Christian Grey und dann kommst du. ;-)
    Versuch es mal mit Benutzter, vlt. adressierst du damit ja die Ackergaulliebhaberinnenfraktion. :-D


    Verstehe. Dann geh ich schon mal das Bügeleisen suchen, oder!?!
     
    05.12.2013 #10
  11. equinox
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    AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    ... ist "nett" nicht Synonym für "unsexy"?
     
    05.12.2013 #11
  12. Verärgert_gelöscht
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    AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Dafür, dass manche das so interpretieren und/oder auch benutzen, kann "nett" genauso wenig wie die arme Vokabel "normal", die etwa im Figurkontext als bereits übergewichtig oder im Wesenskontext als "langweilig" synonymisiert wird.

    Ich behaupte mal:
    Es gibt nette Menschen, die sexy sind (bzw. von jemandem so wahrgenommen werden).
    Es gibt nette Menschen, die unsexy sind.
    Es gibt un-nette Menschen, die sexy sind.
    Es gibt un-nette Menschen, die unsexy sind.
     
    05.12.2013 #12
  13. Heike
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    AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Mit dem "nett" ist es ja immer so eine Sache. Ich würd da eher den Blick weiten und mich nicht so daran verbeißen, ob es nun die Nettigkeit ist, die einem, wenn dies der Fall ist, Attraktivität bei den Frauen nimmt. Sondern eben fragen, was es wirklcih sein könnte, was die vermissen, und sich dann eben in so eine Floskel kleidet. Und da zeigt die Gegenüberstellung, sie wollten niemand Netten, sondern chauvinistische Alöcher, insbesondere in Kombinationen mit Formulierungen von der "lieben Frauenwelt" vielleicht an, daß da jemand sozusagen keine Ahnung von Frauen hat. Und vielleicht spielt ja das eine Rolle und nicht die vielbemühte Nettigkeit.
     
    05.12.2013 #13
  14. LunaLuna
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    AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Nein.
    http://www.duden.de/rechtschreibung/nett
     
    05.12.2013 #14
  15. Verärgert_gelöscht
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    AW: Die kleine Schwester von Sch.....

    Wobei ich es nachvollziehbar und menschlich finde (und es aller Wahrscheinlichkeit auch bei Körben, die ich erhalte, so mache), wenn man das eigene Abgelehnt-Werden lieber in einer (dann doch...) positiven Eigenschaft wie "(zu) nett" begründet sieht.
    Hat u.a. eine Entsprechung mit "(zu) stark" bei weiblichen Suchenden.
     
    05.12.2013 #15