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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Syni
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    @WolkeVier
    Glück ist für mich kein Zustand, sondern ein Moment. Wenn überhaupt! Ich finde das Wort grausig. In erster Linie umschreibt "Glück" für mich ein unerwartetes positives Ereignis, dem ich eine geringe Eintrittswahrschreinlichkeit zugeordnet hatte.
    Meiner Leseart nach subsummierst du unter "Glück" Dinge wie Zufriedenheit, Wohlbehagen, das Gefühl geliebt zu werden, das Gefuhl zu lieben, Erfolgsmomente, Abwesenheit von Mangel, Abwesenheit von Schmerz, etc pp. Diese undifferenzierte und alles erschlagende Rundumkeule tut mir beim Lesen weh.
     
    20.01.2020 #76
  2. Syni
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    P.S.: du bist ja an Eigen- und Fremdwahrnehmung interessiert:
    In meiner Wahrnehmung wanzt du dich (schon seit einer geraumen Zeit) an @Wildflower ran, weil sie ins Ausland umgezogen ist, um dich selbst in deiner (vermeintlichen?) weltgewandtheit zu bestätigen und den Internationalen raushängen zu lassen, was du u.a. mit der Verdenglischung deines Nicks unterstreichst und durch Hervorhebungen der kontinentalen Kluft nochmal untermauerst.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.01.2020
    20.01.2020 #77
    Anthara und Maron gefällt das.
  3. WolkeVier
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    Ich trau mich ja kaum noch, mit dir in den Austausch zu gehen ... :rolleyes:
    Gegen Traurigkeit spricht schon mal gar nix, erst recht nicht, wenn sie da ist. Und es gibt jede Menge Anlass dazu.
    Zwei Thesen, die von Bettina Wegener aufgestellt werden, die glaub recht weit verbreitet sind, finde ich allerdings ... ähm ... nicht richtig.
    1. Traurigkeit und die daraus folgende Wut führen zu konstruktiver Aktivität.
    2. Das Abhandensein von Traurigkeit führt zu Tatenlosigkeit.

    Das Beispiel überzeugt mich nicht. Bei der Achterbahn ist ja gerade das abwärts fahren geil! Und nichts daran ist unangenehm, außer man mag es halt nicht.
    Aber ja, Höhen und Tiefen gehören dazu, keine Frage. Mir gehts allerdings in den Tiefen immer so, dass ich sie meistens lieber nicht hätte. Von daher darf es für mich gerne weniger sein. Aber das hatten wir ja schon mal.
    Und ich finde eben gerade die Tiefen für mich fragwürdig, die auf Missverständnissen und Fehlinterpretationen beruhen.
    Im übrigen geht es mir nicht um ein permanentes Hochgefühl, so ein Dauerglücksgefühl. Das ist unrealistisch und auch irgendwie schräg. Ich finde, Apfelstrudel hat es gut beschrieben.
     
    20.01.2020 #78
  4. WolkeVier
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    Es gibt einen kleinen Trick, wenn ich aufhören möchte, zu denken. Vor allem nachts im Bett, wenn mich was beschäftigt.
    Ich stelle mir vor, in einen völlig dunklen Raum zu schauen.
     
    20.01.2020 #79
  5. Megara
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    Das finde ich schwierig.
     
    20.01.2020 #80
    Nachtfeuer gefällt das.
  6. Syni
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    Mach doch einfach dein Multimediagerät aus. Dann musst du es dir nicht vorstellen. Oder hast du keine Vorhänge?
     
    20.01.2020 #81
  7. lebenslust7
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    hallo wolkevier. ich find das thema super u. auch dein gedanke dahinter...
    ich denke der weg zum glück ist, sich selbst zu finden u. zu erforschen. sich hingeben, aber nicht aufgeben u. vor allem authentisch zu sein, sich u. anderen gegenüber. diese fülle zu spüren, was das leben bieten kann sei es natur, zwischenmenschlichkeit, kommunikation auch über gedanken u. wünsche. freundschaften pflegen, beziehung haben mit viel respekt...das immer wieder reinspüren, was will ich, was wollen andere von mir...
    in jedem menscgen etwas wertvolles sehen...liebe in jeder hinsicht nicht nur in der beziehung ist ein ganz entscheidener glücksfaktor...
     
    21.01.2020 #82
  8. WolkeVier
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    Danke lebenslust7, wie schön! Ja, bei den einzigen beiden Emotionen, auf die sich alles gründet, nämlich Angst oder Liebe, sollten wir uns häufiger für die Liebe entscheiden, wenn wir glücklich und zufrieden sein wollen.
    Ich würde gerne zwei Punkte näher betrachten, zum Teil war das hier im Forum auch schon Thema, nämlich Authentizität und "zu sich selbst finden". Die beiden hängen ja stark zusammen.
    Folgende Aussage bei Walsch hat mich zum Nachdenken gebracht:
    "Das tiefste Geheimnis ist, daß das Leben nicht ein Entdeckungsprozeß, sondern ein Schöpfungsprozeß ist. Du entdeckst dich nicht selbst, sondern du erschaffst dich neu. Trachte deshalb nicht danach herauszufinden, wer-du-bist, sondern trachte danach zu entscheiden, wer-du-sein-möchtest."
    Ich finde diese These sehr einleuchtend und sie nimmt dem oft unsäglich verharrend interpretierten Authentizitätsanspruch seinen Schrecken.
    Wie seht ihr das?
     
    21.01.2020 #83
  9. Maron
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    dochdoch, das stimmt schon so....wer die Traurigkeit nicht spürt ist depressiv und wer depressiv ist, dem fehlt das Umsetzungspotential

    https://www.youtube.com/watch?v=GPTY6l_PX5k
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.01.2020
    21.01.2020 #84
  10. fleurdelis
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    Wer sich ständig neu erfinden möchte, rennt nur vor sich selbst davon und wird auch niemals das werden, was er werden möchte, das schließt sich aus der Logik heraus aus.
     
    21.01.2020 #85
    Magneto73 gefällt das.
  11. Maron
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    ..du kannst sowieso nur herausfinden wer du geworden bist und warum du derjenige geworden bist ..
     
    21.01.2020 #86
    Megara, Syni und Luzi99 gefällt das.
  12. Luzi99
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    Hallo @WolkeVier ,
    Das tut mir leid mit deiner Arbeit. Ich verstehe jetzt eher, warum du die Kontrolle behalten willst.
    Das hier geht ja wieder in die selbe Richtung:
    Ich halte das für einen Holzweg. Wieder so ein "Chacka"-Dingens.. nur ein bisschen blumiger verpackt.
    Immer noch mein Eindruck: du solltest weniger Ratgeber lesen.
    Du hast doch ein Kind? Die sind doch die besten Lehrmeister, wenn es um die Frage geht, ob man fertig auf die Welt kommt oder ob man auf die eigene Persönlichkeit großen Einfluss hat.
    Als "Erziehungsberechtigter" merkt man doch ganz schnell, wie wenig Einfluss man tatsächlich hat, und wie wichtig es für das Kind / den Teenager ist, rauszufinden wer er / sie Ist; nicht Irgendwer zu werden.
    Wie soll das dann plötzlich als Erwachsener funktionieren, wenn man noch viel stärker durch Erfahrungen geprägt ist?
    Aber ich verstehe wie gesagt dein Bedürfnis nach Kontrolle. Ich kenne das schon auch. Funktioniert ne Weile, wird aber irgendwann extrem anstrengend und geht an die Substanz.
    Ich weiß nicht, ob ich jetzt wieder an dir vorbei geschrieben habe. Ist nur mein küchenpsychologischer Beitrag ohne Anspruch auf Gültigkeit..
     
    21.01.2020 #87
    Magneto73 gefällt das.
  13. Luzi99
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    Übrigens habe ich noch einen wirklich phantastischen Film als Tipp zum Thema: "The Happy Film" von Stefan Sagmeister. Genau das Thema.
    Der österreichische Designer lebt extrem erfolgreich ( Grammy Gewinner, Stones Cover..) in New York und ist in der Midlife-Crisis. Er macht die Suche nach dem Glück und die Optimierung seiner Persönlichkeit zu einem Design Projekt und einen genialen Film darüber.
    Wirklich sehr interessant und ästhetisch auch sehr beeindruckend!
     
    21.01.2020 #88
    Lupa, WolkeVier und apfelstrudel gefällt das.
  14. Ungezähmt
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    Moin, sorry, bin spät dran mit dem Zitieren dieses Posts, liege flach mit grippalem Infekt, kann mich grad wieder etwas besser bewegen und sogar sitzen.....;)
    Un-heim-lich schwierig, wenn das, das man nicht kontrollieren und nicht ändern kann, die völlige Abwesenheit der Liebe, Zuwendung und Partnerschaft ist.
    Unmöglich, das anzunehmen und nicht ( mehr ) dran zu denken, da man überall damit konfrontiert ist.
     
    21.01.2020 #89
    Nachtfeuer gefällt das.
  15. Pit Brett
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    Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen …
     
    21.01.2020 #90