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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Das hier ist alles nur Bla Bla
    Nur einer ist im Kopfe klar
    Der Luckilucki weiss wie’s geht
    Und weiss worauf ein jeder steht
     
    06.02.2019 #526
    Sevilla21 und HrMahlzahn gefällt das.
  2. Höchste Zeit
    innezuhalten
    umzukehren
    sich neu zu orientieren
    Aufbrüche zu wagen

    höchste Zeit
    sich nichts vorzumachen
    nach vorn zu schauen
    Prioritäten zu setzen
    mit neuer Kraf zu beginnen
    das Leben zu wenden

    Pawlitzki
     
    09.02.2019 #527
  3. Zusage
    Du brauchst nicht
    das Unmögliche möglich zu machen
    du brauchst nicht
    über deine Möglichkeiten leben
    du brauchst dich nicht
    zu ängstigen
    du brauchst nicht
    alles zu tun
    du brauchst
    keine Wunder vollbringen
    du brauchst dich nicht
    zu schämen
    du brauchst nicht
    zu genügen
    du brauchst Erwartungen an dich
    nicht zu entsprechen
    du brauchst
    keine Rolle spielen
    du brauchst nicht immer
    kraftvoll sein

    und du brauchst nicht
    alleine zu gehen.

    Andrea Schwarz
     
    09.02.2019 #528
  4. Heute war ich mit einer Freundin im Kino und habe mir da eine Zeitschrift über die (bald) aktuellen Filme geschnappt.
    Darin ist mir Folgendes (es soll auf einem Wandteppich, den man im Fim "Das Leben, eine Soap" kurz sieht, stehen) aufgefallen:

    LEBE
    als wäre der Himmel auf Erden
    LIEBE
    als wärst du nie verletzt worden
    LACHE
    als würde niemand zuhören
    SINGE
    als könnte niemand dich hören
    TANZE
    als würde niemand zuschauen
    TRÄUME
    als wäre nichts unmöglich
    SPIELE
    als gäbe es keine Sieger
    GEBE
    als hättest du viel
    SCHMUNZLE
    bis du's im Gesicht spürst
    SCHÄTZE
    deine Familie und Freunde
     
    10.02.2019 #529
  5. Marlene
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    Teilhaben

    Mit neuen Gedanken
    alt werden

    Jung bleiben
    an uralten Gedanken

    Teilhaben
    am unsterblichen Leben
    unsterblichen Sterben

    Rose Ausländer
     
    13.03.2019 #530
    *Andrea* gefällt das.
  6. Wirdbesser
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    Im Park

    Ein ganz kleines Reh
    stand am ganz kleinen Baum
    still und verklärt wie im Traum.
    Das war des Nachts elf Uhr zwei.
    Und dann kam ich um vier
    morgens wieder vorbei.

    Und da träumte noch immer das Tier.
    Nun schlich ich mich leise - ich atmete kaum - gegen den Wind an den Baum
    und gab dem Reh einen gab kleinen Stips.
    Und da war es aus Gips.

    (Joachim Ringelnatz)
     
    18.04.2019 #531
    Marlene gefällt das.
  7. Kürzlich habe ich in einem Garten so ein Reh aus Gips gesehen... Es war aber, da nicht angemalt, auch aus der Ferne als solches erkennbar.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18.04.2019
    18.04.2019 #532
  8. Marlene
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    War das auch nachts?
     
    19.04.2019 #533
  9. Vermutlich nicht. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, wo und wann es war, ich sehe nur noch das Gips-Reh vor mir. Ich bin viel zu Fuss auf Streifzügen durch die Stadt, manchmal durch Quartiere, die ich noch nicht (oder zumindest nicht in allen Ecken) kenne. Aber tagsüber.
     
    19.04.2019 #534
  10. IMHO
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    Das Schreiben hier im Forum ist,
    abhängig davon, wer du bist.
    Nimmst du kein Blatte vor den Mund,
    sondern tust Emotionen kund,
    kann es passieren, dass du schnell,
    betrachtet wirst, fast kriminell.

    Die Meinung nicht ganz opportun,
    lässt and’re Seelen kaum noch ruh’n,
    fühl‘n sich getreten auf den „Schlips“,
    „dein Beitrag war ja gar kein Witz,
    sondern ganz fies und sehr gemein“,
    lässt man das Sticheln nicht gern sein.

    Setzt man sich also dann zur Wehr,
    kommt’s zum Eklat und immer mehr,
    schaukeln sich Wortgefechte hoch,
    und manch Forist denkt sich grad noch,
    jetzt geht das Ganze wieder los,
    im Streiten sind hier manche groß.

    Woran es liegt, wer weiß das schon,
    vielleicht ‚ner schlechten Emotion,
    oder versucht man heimlich leise,
    ‚nen Frustabbau auf diese Weise?

    Der Eindruck äußerst schnell entsteht,
    dass wer sich wehrt, noch schneller geht,
    in eine nicht gewollte Rolle,
    gilt dann als „Opfer, nicht als tolle
    Person, die eingestuft und typisiert
    den „MiMiMi-Charakter“ demonstriert.

    Was aber ist der Weisheit Schluss,
    ohne zu schaffen ‚nen Verdruss?
    Dem nachzugeben, wie der Schlaue,
    den Kürz’ren zieh’n samt „Haue“?
    Und so ein Bild entstehen lassen,
    was für ihn selbst ist kaum zu fassen?

    Sich alle Schuld dann aufzuladen,
    um bald in Selbstmitleid zu baden?
    Die Kommentare and’rer Schreiber,
    tun dann ihr Übriges und leider,
    kommt dann die übliche Spirale,
    des Überlesens der Signale.

    Und schon ist es auch für den „Frommen“,
    aus mit dem Frieden und beklommen
    fragt er den „bösen Nachbarn“ dann,
    ob er sich noch erinnern kann,
    was wohl des Streites Grunde war,
    denn niemand mehr sieht richtig klar,
    wer hier denn wohl der „Böse“ ist,
    und „Säure“ gießt, als Alchemist.

    Und so tappt man schnell in die Falle,
    man „kämpft“ allein – und gegen alle,
    die sich haben heimlich verschworen
    und ihren Schlachtplan ausgegoren.

    Auf diese Weise gibt es Fronten,
    man rechnet ab, nicht über Konten.
    Liest man den Namen des Verfassers,
    dre’hn sich die Mühlen dank des Wassers,
    der Inhalt ist völlig egal,
    man stichelt rum – total banal,
    und wird persönlich und gemein,
    fängt an zu stänkern und zu schrei’n.

    Der Rest des Forums schaut sich an,
    und fragt sich still wie es sein kann,
    dass so schnell Wort um Wort,
    es eskaliert – fast bis zum Mord.
    Die alten Wunden aufgerissen,
    die inn’re Ruh‘ so schnell verschlissen,
    der Kontrahent zückt schnell den Degen,
    der andere hält stark dagegen.

    So duelliert man sich auf’s Feinste
    mit Nicklichkeiten auf’s Gemeinste,
    erst wenn der eine ganz erschöpft,
    oder der and’re fast geköpft,
    jemand zur Ruhe mahnt und schon
    zu Hilfe ruft die Redaktion,
    kehrt endlich Frieden ein im Thread,
    und mancher findet’s hier fast nett.

    Doch schwelt die Wut unter der Decke,
    und lauert hinter jeder Hecke,
    die Erzrivalen suchen schon,
    den nächsten etwas falschen Ton
    vom Gegner und schon bald wieder
    hört man dieselben alten Lieder.

    Wenn man den Streit vermeiden will,
    schreibt man banal, oder bleibt still,
    man sollte mit den Worten geizen,
    um andere nicht arg zu reizen.
    Stromlinienförmig das ist gut,
    und senkt den Anlass für ‚ne Wut,
    den and’ren nach dem Munde reden,
    um dann auf Wolke 6 zu schweben,
    gaukelt sich vor die Sympathie,
    und auch scheinbare Empathie.

    Doch des Charakters wahren Kern,
    den kann man so nicht kennenlern',
    auch wenn man Tee herüberreicht
    und sanft dann übers Haupthaar streicht,
    bleibt vieles einfach unberührt,
    was sonst womöglich dazu führt,
    dass man den and’ren doch nicht so
    gut leiden kann und deshalb froh
    ist, wenn der dann von dannen geht
    und nicht mehr so im Wege steht.

    Wie man’s auch dreht oder auch wendet,
    die Sympathie und Freundschaft endet,
    oft wenn die Wahrheit unverdrossen
    mit harten Worten kommt geschossen,
    und ungefiltert, ungeschmeidig
    nicht zart gemustert, gar nicht seidig.
    Gut, wer dann besitzt die Resilienz,
    dies zu verkraften – Quintessenz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.04.2019
    24.04.2019 #535
    Mentalista, q(n) =4 und chava gefällt das.
  11. Synergie
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    mimmi-mimmi-miiiiii



    (Ja, das ist Kunst.)
    (Nein, das kann nicht weg.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.04.2019
    24.04.2019 #536
  12. IMHO
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    Ach, der musste ja jetzt wieder sein. Schön, dass ich dich mit verlässlicher Regelmäßigkeit zu deinen immer wieder gern gelesenen "qualifizierten" Urteilsbekundungen bewegen kann. :rolleyes:
    Ich kenne hier niemanden, der so wenig konstruktiv, oder besser destruktiv, kritisiert, wie du.
    Meckern und pöbeln fällt meistens leicht, besser machen wäre eine Alternative. Oder schlicht konkretisieren, was dir nicht gefällt (Inhalt, Aussage, Stil, Reimform etc.).
    Als ("Kunst"-) Kritikerin leider durchgefallen, setzen, sechs.
     
    26.04.2019 #537
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  13. IMHO
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    Kritik zu üben, das fällt leicht,
    ich tu mich schwer und mich beschleicht
    so langsam das Gefühl des Hasses
    und denk bei mir: Besser, ich lass‘ es
    hier kund zu tun, was mich bewegt
    und welch Gedanke sich grad regt.

    Vielleicht erhofft man sich ganz insgeheim,
    und postet deswegen derart gemein,
    dass man auf diesem Weg erreicht,
    dass einer hier die Segel streicht.

    Doch wär’s zu einfach, ging zu schnell,
    die Aufgabe so generell
    und ohne Gegenwehr zu tun,
    und so die Finger lassen ruh’n.

    Das, was man schreibt und äußert hier,
    muss nicht sein jedermanns Plaisir,
    doch würd‘ es helfen ungemein,
    hätt die Kritik doch Hand und Bein
    und würd am Ende schließlich doch
    zur Besserung dann führen noch,
    zu mehr Verständnis und Ideen
    sodass ein Fortschritt ist zu seh’n.

    Man sitzt zuhause, anonym,
    als Avatar ein Akronym,
    ist unsichtbar und unerreicht,
    und hofft, der stete Tropfen weicht
    auf endlich des and’ren Mauer,
    man wartet ab, liegt auf der Lauer,
    und ist auf’s Stichwort sodann da
    beim schon erwarteten Fauxpas.

    Ein Anlass ist sehr schnell gefunden,
    man teilt aus, zählt selbst die Runden,
    die man vermeintlich hat gesiegt,
    Hauptsache Häme überwiegt,
    so äußert sich die Kritik-Drohne,
    und bleibt in ihrer Komfort-Zone.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26.04.2019
    26.04.2019 #538
    chava, Mentalista und q(n) =4 gefällt das.
  14. q(n) =4
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    Meine Hochachtung lieber @IMHO
    Das nenne ich kreativ :)
    Lohnt sich doch hin und wieder ins Forum zu schauen ;)
    Schönes Wochenende für dich!
    Herzliche Grüße aus dem Süden
     
    26.04.2019 #539
    Rise&Shine, chava und Mentalista gefällt das.
  15. Marlene
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    Sommerabend

    Die große Sonne ist versprüht,
    der Sommerabend liegt im Fieber,
    und seine heiße Wange glüht.
    Jach seufzt er auf: "Ich möchte lieber ..."
    Und wieder dann: "Ich bin so müd ..."

    Die Büsche beten Litanein,
    Glühwürmchen hangt, das regungslose,
    dort wie ein ewiges Licht hinein;
    und eine kleine weiße Rose
    trägt einen roten Heiligenschein.

    Rainer Maria Rilke
     
    30.06.2019 #540