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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. mone7

    mone7

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    Ich fürchte, es gäbe sicher einen vertrottelten Milliardär, der da just for fun 6 Millionen springen ließe, um sich erste Reihe fußfrei anzuschauen, wozu Menschen fähig sind :eek:, wenn es nicht mal ums eigene Überleben geht.
    Wir können aber hoffen, dass allein schon so eine Diskussion ausreicht, dass der imaginäre Milliardär sich grinsend zurücklehnt und die Bestätigung seiner Vermutung hat, dass der Preis vieler Menschen gar nicht mal so hoch ist und sein Geld doch für anderes ausgibt :(
     
    20.10.2017 #31
    Serafine und ionchen gefällt das.
  2. Serafine

    Serafine

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    Ich sehe das genauso wie du und bin immer wieder sprachlos, wie sehr sich Moral von Geldgier leiten/manipulieren lässt. Mit sicherheit wird es da den einen oder anderen Hai geben, der sich dann köstlich amüsiert. Lasset die Spiele beginnen.... gruselige Vorstellung
     
    20.10.2017 #32
  3. Synergie

    Synergie

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    Sehr erhellend!
    Will die Autorin mitteilen, dass sie Existenzängste aufgrund finanzieller Nöte kennt, dass sie Übung im Schusswaffengebrauch hat und über die nötigen anatomischen Kenntnisse verfügt und im Zusammenspiel dieser 3 Faktoren folglich zu einer abweichenden Beurteilung des Risiko/Nutzen-Verhältnisses kommt?
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.10.2017
    21.10.2017 #33
  4. ... Deine Antwort lässt nur den Schluss deiner eigenen Überzeugung zu ... da muss ich dir jedoch mitteilen: Sorry ... deine Scheuklappen besitze ich nicht.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21.10.2017
    21.10.2017 #34
  5. Synergie

    Synergie

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    Natürlich lässt es einen Schluss auf meine Überzeugungen zu. Das brauchst du aber gar nicht schließen, denn ich habe meine Meinung und Einschätzung bereits unverklausuliert zum Besten gegeben.

    Interessant zu lesen, wie du allein mit (Ab)Wertungen argumentierst. Damit untermalst du deine Integrität zu ebenjenem Thema sehr hübsch.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.10.2017
    21.10.2017 #35
  6. Ich hätte dich laut deinem vorherigen Kommentar nur von einer anderen Sichtweise "überzeugen" können, wenn ich dir von der Erfahrung erzählt hätte, dass ich mir aufgrund finanzieller Nöte hätte ins Bein schießen lassen .... so war doch deine Aussage? .... Oder wolltest du etwas anderes zum Ausdruck bringen, dass zwar meine zwingend, aber deine Aussage nicht auf Erfahrung beruht?

    Da würde eine Diskussion über Integrität amüsant werden ....
     
    21.10.2017 #36
  7. Synergie

    Synergie

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    Herzlich Willkommen zur inhaltlichen Auseinandersetzung.


    Nein, völlig daneben. Ich drösel es dir mal auf.

    Nein, in keinster Weise.
    Moralisch verwerflich sehe ich es auch, wenn jemandem in akuten finanziellen Nöten soetwas angeboten wird und er durch seine aktuellen Umstände dazu genötigt ist, auf diesen Deal einzugehen, obwohl er es unter anderen Umständen wohl nicht tun würde.
    Meinem Verständnis nach reden wir davon aber nicht.

    Nein, ganz und gar nicht.
    Meine Aussagen beruhen auf meinen Erfahrungen - sie können auch kaum anders. Ob deine Aussage ebenfalls auf deinen Erfahrungen beruhen, kann ich nur vermuten und daher fragte ich (zugegebener Maßen sehr indirekt) nach.

    Also nehmen wir an, die beteiligten Menschen stecken nicht in einer akuten finanziellen Notlage, die sie dazu nötigt etwas zu tun, was sie sonst nicht tun würden.

    Dennoch hängt die Entscheidung für oder gegen die Annahme des Angebots von der bisherigen Lebenserfahrung ab.

    1. Ist das angebotene Geld ausreichender Anreiz, um die Risiken in Kauf zu nehmen? Bzw. wiegt es die Risiken auf? Da spielt rein, welchen Wert ich dem Geld beimesse und dies ist dadurch beeinflusst, welche Erfahrungen ich bisher mit dem Mangel an Geld habe (u.U. keine, da es mir noch nie an Geld mangelte).
    2. Traue ich es mir zu jemanden anzuschießen, ohne ihn lebensgefährlich/entstellend/nachhaltig zu verletzen. Oder kann ich jemanden finden, der mich anschießt, ohne mich lebensgefährlich/entstellend/nachhaltig zu verletzen? Welchen Stellenwert hat das Leben überhaupt für mich und wie schwerwiegend beurteile ich das Risiko unvorhergesehener Komplikationen?
    3. Weiß ich überhaupt, welche Verletzungen mit dem Leben schwer oder nicht vereinbar sind? Bzw. welche Körperregionen vermieden werden sollten und wie im Eintreten der Verletzung gehandelt werden muss? EDIT: Was noch hinein spielt ist vermutlich, welche Erfahrung ich mit der Unversehrtheit bzw. Verletzungen meines Körpers habe. Habe ich z.B. das Vertrauen darin bzw. das gesicherte Wissen darüber, dass körperliche Schmerzen nachlassen und Wunden heilen?

    Die Beantwortungen all dieser Fragen ist individuell unterschiedlich und führt schlussendlich dazu, ob das Angebot angenommen oder abgelehnt wird.
    Moralische Verwerflichkeit sehe ich da nicht, denn es wird eben niemand genötigt und alle Beteiligten haben informierten Konsent gegeben.

    Ich kann dir auch gern anhand dessen ausführlich erklären, wie ich zu meiner Entscheidung komme.
    1. Ich kenne Existenzängste aufgrund finanzieller Nöte, inklusive Obdachlosigkeit. Und finanzielle Unsicherheit ist ein nahezu unumgängliches Element meiner Berufswahl. Daher bewerte ich den Mehrwert der Belohnung wahrscheinlich überdurchschnittlich positiv.
    2. Da ich in einem Schützenverein bin, bin ich recht selbstsicher jemanden finden zu können, der eine Waffe ausreichend gut beherrscht, um sie kontrolliert abzfeuern. Da ich selbst bereits Waffen abgefeuert habe, kann ich einschätzen, wie ungenau oder genau der Schuss wird, wenn ich selbst abfeuer. Aktuell, würde ich es mir nicht zutrauen selbst zu schießen. Mit hinreichender Übung, würde ich das aber für möglich halten.
    3. In der Hinsicht habe ich Selbstvertrauen in meine Wahl der Körperregion, und würde die notwendigen Materialien zur Wundversorgung natürlich bereit legen, bzw. Ersthelfer parat stehen haben. EDIT: Da ich bereits eine relativ breite Palette körperlicher Unversehrtheit erfahren habe, beurteile ich eine Schusswunde (Im Idealfall nur eine Fleischwunde. Aber selbst ein angeknackster Knochen ist verkraftbar.) als nicht sonderlich wild.

    Das alles zusammengenommen ist für mich das Risiko/Nutzen-Verhältnis deutlich kleiner als 1 und somit fällt die Entscheidung für die Annahme des Angebots.

    Das Schwinger der Moralkeule sehe ich - unter den definierten Rahmenbedingungen - als überflüssig an.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.10.2017
    21.10.2017 #37
  8. Synergie

    Synergie

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    Knoten im Kopf gewesen.
    Unversehrtheit => Beeinträchtigungen
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.10.2017
    21.10.2017 #38
  9. Synergie

    Synergie

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    Des Weiteren sind die drei Dinge (und weitere noch nicht aufgeführte Kriterien) vermutlich multiplikativ und nicht additiv miteinander verknüpft.
    Heißt, sobald auch nur die Beantwortung einer der Elemente auf eine deutliche Ablehnung des Angebots (=0) hinweist, ist das gesamte Produkt ebenso Null und das Angebot wird tatsächlich abgelehnt.

    Somit ließ sich u.U. auch begründen, warum eine Mehrzahl der Leute das Angebot wahrscheinlich ablehnen würden. Nämlich weil eine logische 'und' Verknüpfung (nicht 'oder') zwischen den Argumenten besteht und erst bei positivem Ausgang aller drei Argumente das Gesamtkonstrukt auch positiv ausfällt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.10.2017
    21.10.2017 #39
  10. Sandbank

    Sandbank

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    dazu fällt mir nur noch der gute Brecht, unverhohlen bitter, ein:
    „Nur dadurch lebt der Mensch, dass er so gründlich vergessen kann, dass er ein Mensch doch ist.“
     
    21.10.2017 #40
    Serafine und fleurdelis gefällt das.
  11. Nein Danke .... weil ich mich ob deiner Behauptung:

    dramatisch schwer zurückhalten muss ... den Irrsinn angemessen zu kommentieren ...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21.10.2017
    21.10.2017 #41
    Serafine gefällt das.
  12. Joshua_R

    Joshua_R

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    Und weil du dich ach so zurückhälst, kannst du dennoch nicht widerstehen "Irrsinn" in den Beitrag einzubauen.
    Vielleicht würden Ketten helfen?
     
    21.10.2017 #42
  13. Synergie

    Synergie

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    @fleurdelis
    Ok. Dann sind wir diesbezüglich fertig.

    Falls jemand von der Moral-Fraktion erläutern mag wo - unter den gezeichneten Rahmenbedingungen - die moralische Verwerflichkeit liegt, fände ich das interessant.
    Für mich ist es eine Frage der Wertigkeit der angesprochenen Faktoren.

    Dass ihr, fleurdelis, Serafine, u.a., eine Schusswunde als sehr viel schlimmer wertet, alsdass ihr 6 Mio € positiv wertet, extrapoliere ich jetzt einfach mal ganz frei aus den Äußerungen.
    Wo die Moral ins Spiel kommt erschließt sich mir aber noch nicht.

    Dass der, der für so etwas Geld ausgibt, anscheinend nicht weiß wohin mit seinem Geld oder was dies in ihm auslöst, interessiert mich reichlich wenig.

    P.S.: was du, fleurdelis, als meine Behauptung bezeichnest, war keine Behauptung, sondern lediglich eine Darlegung dessen, wie ich es empfinde und da ich mit mir selbst indentisch bin, ist es irgendwie absurd wenn ich Behauptungen über meiner selbst aufstellen würde. Dass du mir diese Darlegung nicht glaubst, ist OK, tangiert mich wenig und macht sie für mich nicht weniger wahr.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.10.2017
    21.10.2017 #43
  14. Sandbank

    Sandbank

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    nun, dann hätte ich zuerst einmal ein paar Fragen zu den von dir formulierten und für dich zutreffend angesetzten Rahmenbedingungen:
    Verstehe ich das richtig? Du kennst aus persönlicher Erfahrung eine längere Zeit, sagen wir mal ein Jahr Existenznot incl Obdachlosigkeit? Hast also wie so viele Obdachlose entweder an Brücken, in Unterführungen oder auch in Obdachlosenunterkünften übernachtet, hast dein Essen über soziale Einrichtungen erhalten oder durch Betteln erhalten usw. ?
    ja, da geht es mir und Millionen Anderen nicht anders seit xxxx Jahren, hat aber nichts mit dem von mir Angefragten zu tun- darüber sind wir uns einig, oder?
    Ok. Und du bist dir ebenso sicher, dass du gleichzeitig damit jemanden finden könntest in deinem Schützenverein, der sich auf einen solchen " Deal" einlassen würde- also nach deiner Rechnung 40% zu kassieren, dich passgenau anzuschießen?
    du meintest sicher körperliche Versehrtheit, denn Unversehrtheit ist ja erstmal der Normalfall, zumindest nach meinem Verständnis. Vielleicht aber trotzdem die Frage: Bist du schon einmal angeschossen worden oder hast du jemanden versehentlich angeschossen?
    Bist du dir darüber bewußt, dass du damit nicht nur eine Fleischwunde beurteilst, sondern deiner Unversehrtheit einen Wert zuordnest? Und zwar ausschließlich einen finanziellen von 6 Mill., keinen ideellen.
    Andersherum: hat dein Körper, genauer gesagt seine Unversehrtheit, Gesundheit für dich keinen idellen Wert?
    In wieweit wäre diese Summe denn dann für dich 'verhandelbar'? Sprich, was wäre das Minimum für dich bei einem solchen "deal" ?
     
    21.10.2017 #44
  15. ???

    ???

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    J Lo's Po kostet 21 Millionen...
    Meiner ist nicht so scharf. Die linke Backe biete ich günstiger an:D

    Geld bedeutet auch ein Stück Freiheit.
    1-3 Monate eine Pampers als Hose :D
    Um dann mehrere Jahre, oder auch länger die Gewissheit zu haben, arbeiten zu können und nicht zu müssen.
    Klingt für mich als ob es ein guter "Deal" ist. .... Popo First!:D
     
    21.10.2017 #45