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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. REDHEAD
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    Eine Liebe nur in der virtuellen Welt...

    Bin durch Zufall auf den Artikel gestoßen über eine "Liebe" die länger als ein Jahr nur in der virtuellen Welt lebte. In diesem Fall hat sich herausgestellt den Mann gab es gar nicht, der Initiator dieses Fakes war eine Psychologieprofessorin...
    ...
    Für die Frau ist eine Welt zusammengebrochen... sie selbst schreibt sie hätte nie gedacht, dass ihr so etwas passieren kann...

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich monatelang mit jemanden Nachrichten etc. austausche ohne dass man sich trifft. Auch eine Frage der eigenen Vorlieben es gibt auch Brieffreundschaften... Es wäre über parship auch denkbar, dass man mit jemandem aus einem anderen Land in Kontakt tritt.

    Gibt es hier jemanden, der damit Erfahrungen gemacht hat oder auch über Monate Nachrichten ausgetauscht hat oder sich noch nie getroffen hat und Liebe empfunden hat ? Eine Begeisterung, gewissermaßen Verliebtheit kann ich mir noch vorstellen, aber sein Leben länger als ein Jahr auf einen Menschen auszurichten, den man noch nie gesehen hat ? Was denkt ihr darüber ?

    Der Verfasserin des Textes geht es für mein Empfinden nicht darum alles schlechtzureden, ihr Text war wohl auch eine Form der Verarbeitung...

    https://victoriahamburg.wordpress.com/2013/06/25/fake/
     
    11.10.2015 #1
  2. Elnino
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    Mir persönlich ist das gott sei dank noch nicht passiert. Stelle ich mir sehr schlimm vor wenn ich mir überlege was sie dem vermeintlichen gengenüber alles privates vertrauliches erzählt hat. Würde es verstehen wenn das Vertrauen beim nächsten Mal auf der Strecke bleibt.

    Hatte schon einige male das ich mit Frauen geschrieben habe und wir uns online sehr gut verstanden hatten und es wirklich lustig war und als wir uns dann getroffen habe war die Person um 180 Grad anders.

    Das ist im ersten Moment sehr ärglerich aber sicher nicht so schlimm wie das worüber du geschrieben hast.
     
    11.10.2015 #2
  3. 4Jade
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    Habe ich persönlich zum Glück auch noch nicht erlebt, dass mir online jemand in der Art etwas vorgespielt hat. Ich bin aber auch bisher nicht in einer Singlebörse angemeldet. Was ich etwas nachvollziehen kann ist, dass man sich auch selbst in so eine Traumwelt katapultieren kann, wenn man viel Fantasie hat. Ich würde wohl versuchen etwas gegenzusteuern bis ich den Mann persönlich getroffen habe und auch eher nicht so lange mit dem Telefonieren und dem Treffen warten...

    Vor langer Zeit habe ich ein paar Männer online kennengelernt, die ich nach langer Zeit persönlich getroffen habe. Da der Kontakt aber über technische Foren etc. lief und dabei Partnerschaft überhaupt keine Rolle spielte waren bis auf einer alle so, wie ich es erwartet hatte. Aber das ist etwas anderes, man hat sich hauptsächlich über das Hobby etc. ausgetauscht... Aus einem Kontakt hat sich dann ZUFÄLLIG eine Beziehung entwickelt...
     
    13.10.2015 #3
  4. REDHEAD
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    Der Vollständigkeit halber Redhead, 4jade sind zwei Geister des anonymen Chaos. Am Anfang war das Chaos.
    Es geht bei den verschiedenen Nicks nicht um Täuschung, diese Nicks suchen keine Verbindung zu irgendjemanden im Forum. Es war mal ein Motiv und dann ein Spaß... etwas dazwischen ungeplant :) Inzwischen ist es auch langweilig und es wird nicht mehr erklärt, da es unerheblich ist welcher Nick hier im Forum schreibt.
     
    14.10.2015 #4
  5. REDHEAD
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    http://realfakes.net/

    Das ist die Site der Verfasserin des Textes mit einigen Erfahrungsberichten von Menschen, die auf "Liebes - Fakes" reingefallen sind und auch von ein paar Menschen, die eigentlich nicht vor hatten eine Frau/einen Mann zu täuschen.
    Für die, die es interessiert...
     
    14.10.2015 #5
  6. In der Begegnung mit Fake entdecken viele, daß nicht alles im Auge des Betrachters liegt, sondern Faktenihnen wichtig sind und ne Menge Gefühle dran hängen.
    Am liebsten betrügt man sich ja immer noch selbst, offenbar ganz gleich, ob on- oder offline. Aber da fällt die Grenzziehung zwischen Opfer und Täter anscheinend schwerer. Eindeutigkeit entlastet.
     
    14.10.2015 #6
  7. 4Jade
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    Versuche mal die Begriffe "Beziehungs-Täter-Opfer" in meiner Antwort zu berücksichtigen.. :)
    Der „Täter“ ist im Beispiel eindeutig(er). Jeder Mensch ist für sich selbst und für das was passiert zu einem Teil selbst verantwortlich, aber es ist zu berücksichtigen, dass nicht jeder Mensch die gleichen Voraussetzungen hat. Sich selbst zu belügen ist einfacher, als sich auseinanderzusetzen und Fakten zu schaffen. Wenn das dazu führt, dass man sich selbst IMMER als das „Beziehungs-Opfer“ und den anderen IMMER als den „Beziehungs-Täter“ begreift wird dieses dazu führen, dass man keine Lösungen findet. Insofern hält man sich dadurch auch oft SELBST in einem Zustand, den man zumindest als unbefriedigend empfindet. Darüber hinaus ist es möglich durch eine konsequente Verfolgung dieser „"zum Teil unbewussten Strategie"“ auch den identifiziert geglaubten „Beziehungs-Täter“ zum „Beziehungs-Opfer“ zu machen. Wenn man sich jedoch außerhalb jeder Moral- und/oder Wertvorstellung begreift, wage ich zu bezweifeln, dass man damit gesellschaftlich (oder auch in Beziehungsfragen) zu einem wünschenswerten Ziel kommt. Insofern ist eine Einteilung mit Bedacht in "Beziehungs-Täter/Opfer" durchaus sinnvoll. Hinzu kommt, dass die Gefühlswelt nun mal eine andere Dynamik entwickelt und es nicht für jeden Menschen möglich ist sich selbst so einfach auf die Sachebene zu bringen. Als ständige Ausrede für die eigene Verantwortung sollten Gefühle jedoch nicht herhalten müssen.

    Das geht wohl jetzt wohl etwas über eine Diskussion zum Thema Fake hinaus :)

    Hier im Beispiel finde ich es sehr wohl bedenkenswert, dass die Verfasserin des Textes sich länger als ein Jahr gewissermaßen in eine Abhängigkeit gebracht hat ohne den "Fake" überhaupt einmal persönlich kennengelernt zu haben. Trotzdem wurde hier seitens des "Fakes" VERTRAUEN missbraucht und bewusst ein falsches Spiel getrieben. Auch, wenn der "Fake" keinen finanziellen Vorteil gesucht hat, so ist dieses Verhalten mehr als ein harmloses Spiel und für mich abstossend. Dass der "Fake" darüber hinaus noch die eigenen Fachkenntnisse genutzt hat, um einen Menschen derart zu manipulieren, kann man auch nicht mal eben wegwischen ...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.10.2015
    16.10.2015 #7
  8. Bauhaus
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    es gehören immer zwei dazu um sich in eine solche geschichte reinzusteigern. Mich erinnert diese "Liebe" an pubertäre Pseudoverliebtheit in unerreichbare Popstars. Da geht es doch auch mehr ums träumen als darum, in die Realität zu finden. Da merkt man mal, wie gerne die Leute in Traumwelten fliehen und die Realität vermeiden.
    Übel ist natürlich die Sache mit dem Stimmenverzerrer.
    Ich weiß schon wieso ich keine Lust auf Fernbeziehungen habe und monatelange Schreiberei ohne konkrete Absichten, sich zu treffen. Bei vielen Parshiplern fragt man sich ja auch, wollen die wirklich echte Treffen oder suchen sie nur virtuelle Kontakte.
     
    16.10.2015 #8
  9. Vizee
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    Ich habe mir den Blog durchgelesen. So eine Erfahrung habe ich selbst noch nie erlebt und ich bin regelrecht erschüttert, was dort geschrieben steht.

    Weder Verachtung noch sonstiges habe ich für die Frau übrig - nur Mitleid. Da ist jemand sehr geschickt auf psychologischer Schiene vorgegangen und hat das komplette Verhaltensprofil auf das der Frau zugeschnitten, die darauf hereinfiel (auf fatale Art und Weise...). Warum sie virtuell auf das Fake hereinfiel und dann auch noch von Liebe sprechen konnte bleibt unklar. Letztlich fragt der gesunde Menschenvertstand zurecht: Wie kann man Gefühle für jemanden aufbauen, den man nicht persönlich kennt ? Das ist doch eigentlich gar nicht möglich ausser man verhält sich wie von Bauhaus beschrieben und idealisiert den Traum und somit die Seifenblase. Oder ist allein die Tatsache, dass der virtuelle Buddy einfach da ist und das Gefühl vermittelt für einen einzigen Menschen wichtig zu sein der ausschlaggebende Moment, daß man jegliche Vorsicht über Board wirft? Ist das Gefühl ungefährlicher als echte Menschen im Umfeld? Wo bleiben denn die Bedürfnisse in dieser Konstellation - Nähe/Umarmung etc. Wie gesagt, ich bin erschüttert und die Frau tut mir immer noch einfach nur leid.
     
    17.10.2015 #9
  10. Betrug und "falsches" Verlieben ist doch nicht notwendig auf Online und Virtualität angewiesen. Es gibt auch den klassischen Heiratsschwindler.
    Es zeigt einfach, daß Menschen in der Regel leicht zu verzaubern sind. Man muß ihnen geben, was sie sich ersehnen und schon lieben sie einen.
    Manchmal dürfte es auch ein Gradmesser dafür sein, wieweit der Liebende wirklich den anderen liebt, oder ob es vor allem darauf ankommt, daß bei ihm einige Knöpfe gedrückt werden.
     
    17.10.2015 #10
  11. vhe

    vhe

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    Liebe ist ein großes Wort, aber monatelang mit jemandem geschrieben hab ich schon. Und ich hatte auch schon ein bisschen herumgegrübelt, wie das mit dem Zusammenziehen sein könnte.

    Aber immer wenn ich sie mal treffen wollte, kam irgendwas dazwischen. Kind krank, Mutter krank, keine Zeit, sonstwas. Beim dritten Mal versetzt werden (keine Absage, einfach nur ein no-show mit 2 Tagen Funkstille) hab ich die Sache dann beendet. War schad, aber irgendwo ist einfach Schluss.

    Aber wie Du (hoffentlich) siehst, hält sich mein Trauma in Grenzen. Genauso wie mein Mitleid mit der Dame aus dem Blog, die sich da meiner Meinung nach viel viel zu sehr reingesteigert hat.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17.10.2015
    17.10.2015 #11