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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. t.b.d.
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    Brutus ist mein zweiter Vorname. :D

    Es ist ein heikles Thema und anders als z.B. bei der Einbruchs- oder Diebstahlsprävention fehlt hier anscheinend ein anerkannter gesellschaftlicher Konsens darüber welches Maß an Prävention ausreicht, wann es paranoid wird, ab wann fahrlässig und wo die Grenze zur Provokation verläuft.

    Wir müssen uns aber auch darüber im klaren sein, dass das Maß an individueller Freiheit abnimmt, je eindeutiger etwas geregelt wird um möglichst vielen verschiedenen Menschen gerecht zu werden. Es kann dann eigentlich nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner hinauslaufen.
    Stichwort: schriftliche Einverständniserklärung zum Koitus.

    Noop. Friederike hatte das Ironieschild übersehen.;)
     
    03.12.2018 #211
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  2. Marlene
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    Ich glaube, die Verunsicherung bei der "me too - Debatte" resultiert aus Mißverständnissen, was sexuelle Belästigung überhaupt ist. Sie ist nicht "Flirten", "erotisches Knistern", sie findet unter dem Aspekt des Machtgefüges und der Angst statt. Z.B. ein Abhängiger in einem Machtgefüge wird sexuell belästigt. Die Situation ist angstbesetzt und das wird für den Übergriff ausgenutzt. So ist das auf der dunklen Straße oder z.B. in einem Arbeitsverhältnis. Es spielt dann auch keine Rolle mehr, ob dazu "Nein" gesagt wurde oder nicht, weil in solch einer Situation der "Schwächere" ausgeliefert ist. Je abhängiger jemand ist, desto weniger kann er sich wehren. Was trotzdem dann oft nichts nützt.
    Aber, natürlich gut wäre zu lernen. Selbstbewußt durch die Straßen zu gehen, nicht an der Hauswand entlang zu huschen. Aber, schon schlimm, dass das überhaupt eingeübt werden muss.
     
    03.12.2018 #212
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  3. tina*
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    Ah, ich dachte, Iunius ;).

    Ja.
    Aus meiner Sicht nicht. Die Kleidung einer Frau ist NIE eine Rechtfertigung für Gewalt.

    Was eine Frau als Belästigung empfindet, hat wohl eine individuelle Range. Da kann es keine eindeutige gesetzliche Regelung geben.

    Ich finde es allerdings ziemlich lächerlich, die Metoo Debatte (über deren Sinn bzw. Wirksamkeit ich hier nicht diskutieren will; es sind ja öfters schon Kinder mit dem Bade ausgeschüttet worden) in einen Flirt- oder Datekontext zu bringen. Das ist doch ein ganz anderer Hintergrund. Wer da Verwechslungsgefahr sieht, könnte mal über seine Flirtstrategien sinnieren. Oder sollte sich zu Hause einschließen. Das ist sicherlich sicher ;).

    Wer A sagt, muss nicht B sagen (das gilt für Frauen und Männer ;)).
     
    03.12.2018 #213
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  4. tina*
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    Genau.
    Das hat doch mit Flirten oder Frauen ansprechen in freundlicher Absicht wenig zu tun.
     
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2018
    03.12.2018 #214
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  5. t.b.d.
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    Ja. Und das Ergebnis sind Frauen die langweilige Hosenanzüge, leingweilige Frisuren und langweiliges MakeUp tragen und obendrein wie Männer gehen und reden.

    Im Grunde müsste es möglich sein, dass eine Frau, die zum Clooney unterwegs ist um ihn aus den Socken zu hauen, unterwegs nicht von Nichtclooneys belästigt wird.

    Aber... würdest du z.B. deine Handtasche über Nacht im offenen Cabrio liegen lassen?

    Wenn äußere Reize Menschen nicht zu unüberlegtem Handeln animieren könnten, dann könnte die ganze Werbebranche dicht machen und das "kostenlose" Internet gäbe es auch nicht.

    Man sagt, Gelegenheit macht Diebe.
    Die meisten Leute würden sie nicht mal tagsüber im geschlossenen Cabrio lassen.

    Der Grad der Impulskontrolle ist im allgemeinen relativ hoch. Im besonderen kann er aber auch relativ niedrig sein.

    Wir wollen kein System, in dem Frauen nur stark verhüllt und in Begleitung eines männlichen Verwandten oder einer Anstandsdame am öffentlichen Leben teilnehmen können. Andererseits wollen wir sicher auch keine perfekt konditionierten Männer die gegenüber weiblichen Reizen immun sind.

    Vorausgesetzt, Erotik und Libido sind nicht grundsätzlich unerwünscht, werden wir mit ein paar unerwünschten (nicht kriminellen) Auswirkungen leben und umgehen (lernen) müssen.
     
    03.12.2018 #215
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  6. Ed Single
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    Gibt es denn Frauen mit Testosteron?
     
    03.12.2018 #216
  7. tina*
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    Ist das wirklich dein Erleben?
    Diese Diskussion ist doch ein Herr Tur Tur.
     
    03.12.2018 #217
  8. Marlene
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    Ja. Es ist ein Gewalt-Thema. Mit dem Inhalt: sexueller Übergriff. Und da geht es eben vorwiegend um Mann und Frau. Aber, es betrifft auch Männer. So ist das nicht, dass jetzt der Mann per se dafür herhalten muss. Weil ihm per se Aggression bescheinigt wird. Im Endeffekt dreht es sich um das uralte Thema, jemanden zu erniedrigen, der schwächer erscheint. Um Macht zu zelebrieren.
    Auch Männer haben Angst vor Gewalt.
     
    03.12.2018 #218
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  9. Synergie
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    o_O
    Natùrlich!
    Jede. Die Eine mehr, die Andere weniger.
     
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2018
    03.12.2018 #219
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  10. Look
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    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2018
    03.12.2018 #220
  11. Look
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    Ich bestimmt nicht!
     
    03.12.2018 #221
  12. t.b.d.
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    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2018
    03.12.2018 #222
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  13. Look
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    genau, dass hat mit Flirten, netten Komplimenten, Interesse zeigen für das andere Geschlecht überhaupt nichts zu tun.
     
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2018
    03.12.2018 #223
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  14. Look
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    wer in der Diskussion der Herr Tur Tur ist, stelle ich mal in Frage. Es steht nicht geschrieben, dass alle Frauen so ( geworden )sind. Sondern, das Ergebnis sind Frauen... da sehe ich den grundlegenden Unterschied einer Verallgemeinerung.
     
    03.12.2018 #224
  15. Marlene
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    Interessanter Artikel. Wie findest Du ihn denn, @t.b.d. ?
    Vor allem dieser Satz: "Die Empathie für fremde Gruppen schwindet vor allem dann, wenn sie als Konkurrenz empfunden werden."
    Bricht man das jetzt mal auf das Thema Mann-Frau runter auf diese ewige und leidige Diskussion über die Emanzipation, könnte der Schluss gezogen werden, dass eine Frau, die der Mann als Konkurrenz betrachtet, für ihn bedrohlich wird und er sie deswegen abwerten muss. Andererseits wünscht er sich - so jedenfalls die mittlerweile gängige Vorstellung - eine Frau auf "Augenhöhe", eine, die ihm ebenbürtig ist, eine Gefährtin in emotionaler tiefer Verbundenheit und Stabilität. Widersprechen sich dann solche Männer eigentlich nicht?
    Eigentlich geht es doch wiederum "nur" um Machtbereiche, die erhalten werden möchten, weil ohne sie die Identität verloren geht.
    Das wäre toll, wenn "Macht" und "Konkurrenz" mal kein Thema mehr wäre und für diese Angst, etwas zu verlieren nicht Andere verantwortlich gemacht werden würde! Sondern einfach jeder nach seinen Fähigkeiten als bereichernd gesehen wird und seinen Platz finden könnte.
     
    03.12.2018 #225